taqiyya: Krieg, Frieden und Täuschung im Islam
Laß uns ins Gesicht
mancher Nicht-Muslime lächeln, währenddessen unsere Herzen sie
verfluchen. Ibn Kathir
Wer einmal lügt, dem glaubt man
nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.
Volksweisheit
Einzig die Wahrheit siegt,
nicht die Lüge.
Upanischaden
|
Dieses
Kapitel ist eine bearbeitete Fassung des Artikels von Raymond Ibrahim:
War and Peace - and Deceit - in Islam (Pajamas Media, 26. Februar
2009)
Raymond Ibrahim ist assoziierter Direktor des MEF (Middle East Forum)
und Autor von „The Al Qaeda Reader“
Größere
Teile dieses Essays waren in Raymond Ibrahims Aussagen eingeschlossen,
mit welchen er am 12. Februar 2009 vor den Amerikanischen Kongreß
trat.
Quelle:
http://www.victorhanson.com/articles/ibrahim022709PF.html |
Was soll man mit der Tatsache
anfangen, daß Hamas sofort nach Abschluß eines „Friedensvertrages“ (hudna)
mit Israel lauthals verkündet, die Vernichtung Israels sei ihr
letztendliches Ziel? Was soll man, eingedenk dieses schon in der
Gründungsakte von Hamas formulierten Zieles von einem „Friedensvertrag“
halten, der von dieser Organisation abgeschlossen wird?
1. Einführung
Bevor man solche Fragen
beantworten kann, muß man die durch und durch gesetzgeberische Natur des
gängigen sunnitischen Islam verstehen. Trotz den immer wieder
vorgebrachten Behauptungen, der Islam werde dauernd von „Radikalen“ „mißverstanden“
oder „mißinterpretiert“ ist es eine Tatsache, daß der Islam ein klar
definierter Glaube ist, der kaum eine Zweideutigkeit zuläßt. In Tat und
Wahrheit wird auf Grund der scharia („islamische Lebensart“ oder
häufiger übersetzt mit „islamisches Gesetz“) jede erdenkliche
menschliche Handlung entweder als
-
verbindlich
/ pflichtgemäß
-
empfohlen / wünschenswert
-
neutral / erlaubt
-
ungern gesehen / mißbilligt /
verpönt
-
verboten / tabu (haram)
kategorisiert.
►
scharia
„Gesunder Menschenverstand“
oder „öffentliche Meinung“, so wie wir diese Begriffe im Westen verstehen,
haben wenig mit der islamischen Vorstellung von Recht und Unrecht zu tun.
Es zählt nur, was Allah durch den Koran und sein Prophet Mohammed in den
ahadith zu bestimmten, vorgegebenen Themen sagen und wie es die
bedeutendsten islamischen Theologen und Juristen welche zusammengenommen
als die Ulema bezeichnet werden, (wörtlich: „diejenigen welche
wissen“) ausformuliert haben.
►
sunnah und hadith
2. Die Doktrin der taqiyya
Was sagt nun die islamische
Doktrin über Krieg, Frieden, Vertragabschlüsse und Diplomatie? Oder etwas
anders formuliert: Wie sollen sich Muslime Ungläubigen gegenüber
verhalten, wenn es um die Durchsetzung ihrer Interessen im „Hause des
Krieges“ (dar al-harb) geht?
Das islamische Dogma hat dafür,
basierend auf Koran und sunnah eine spezielle Technik entwickelt:
taqiyya (Täuschung / Verschleierung /
Blendwerk).
taqiyya
wird oft beschönigend „religiöse Verhüllung“ genannt, obgleich sie in Tat
und Wahrheit einfach „muslimische Täuschung der Ungläubigen” bedeutet.
Laut dem verbindlichen arabischen Text
Al-Taqiyya fi Al-Islam
ist „Taqiyya von grundsätzlicher Bedeutung im
Islam. Fast jede islamische Sekte stimmt mit dieser Taktik überein und
praktiziert sie. Wir können sogar so weit gehen und sagen, daß die
Anwendung von Taqiyya im Islam ein allgemeiner Trend ist und daß die paar
Splittergruppen, welche davon absehen vom Durchschnitt abweichen ...
Taqiyya ist in der heutigen Zeit weit verbreitet, speziell in der
islamischen Politik.“
(Seite 7, englische Übersetzung
R. Ibrahim)
Immer wieder wird in der
Fachliteratur darauf verwiesen, daß taqiyya ausschließlich eine
schiitische Doktrin sei. Weil die Schiiten eine Minorität unter ihren
traditionellen Feinden, den viel zahlreicheren Sunniten waren, hätten sie
historisch mehr Grund „zum verhüllen“ gehabt. Ironischerweise befinden
sich die heutigen im Westen lebenden Sunniten nun in einer ähnlichen
Situation. Sie sind eine Minorität umgeben von ihren historischen Feinden
– den christlichen Ungläubigen.
Von der ulema im
Zusammenhang mit taqiyya zitierte Verse sind:
Sure 16, Vers 106:
Wer Allah verleugnet,
nachdem er an Ihn geglaubt, es sei denn er sei dazu gezwungen und sein
Herz sei fest im Glauben, jedoch wer seine Brust
dem Unglauben öffnet - auf sie soll kommen Zorn von Allah und ihnen soll
sein schwere Strafe.
Sure 40, Vers 28: Und es
sprach ein gläubiger Mann von Pharaos Haus,
der seinen Glauben verbarg:
“Wollt ihr einen Mann töten, weil er spricht: “Mein Herr ist Allah” wo er
zu euch kam mit den deutlichen Zeichen von eurem Herrn? wenn er ein Lügner
ist, so komme seine Lüge auf ihn; ist er jedoch wahrhaftig, so wird euch
ein Teil von dem, was er euch androht, treffen. Siehe, Allah leitet keinen
Übertreter und Lügner.”
Der wichtigste Vers im Koran,
welcher taqiyya gegenüber den Ungläubigen sanktioniert, lautet
folgendermaßen:
Sure 3, Vers 28:
Nicht sollen sich die Gläubigen die Ungläubigen zu Beschützern nehmen,
unter Verschmähung der Gläubigen. Wer solches tut, der findet von Gott in
nichts Hilfe - außer ihr
fürchtet euch vor ihnen. Beschützen aber wird euch
Allah selber, und zu Allah geht die Heimkehr.
Tafsir al-Jalalayn 3,28:
Nicht sollen sich die Gläubigen die Ungläubigen zu Beschützern nehmen,
sondern sie sollen sich ihresgleichen dafür aussuchen. Wer ersteres aber
trotzdem tut, der gehört keinesfalls der Religion Allahs an. Ihr könnt
jedoch, als Schutzvorrichtung sozusagen, sie verbal (nicht in euren
Herzen) als eure Beschützer annehmen, wenn ihr euch vor ihnen fürchtet.
Dieses Gebot wurde offenbart, bevor der Islam Vormachtsstellung errungen
hatte. Jeder Gläubige darf es anwenden, wenn er sich in einer Minorität
befindet. Allah warnt euch, Er flößt euch Furcht vor Ihm Selbst ein,
mahnend, daß Er zornig würde, falls ihr die Ungläubigen als Beschützer
nehmt. Das Ende eurer Reise ist bei Ihm, eure Heimkehr, und Er ist eure
letzte Zuflucht.
Eine weitere Ausführung zu
diesem Vers
aus der berühmten Exegese (Tafsir) von al-Tabari (†923),
welche
die standardisierte und autoritative Referenz für die gesamte muslimische
Welt darstellt
lautet:
„Wenn ihr (Muslime) unter
der Autorität der Ungläubigen steht und ihr Angst um euch habt, so
verhaltet euch ihnen gegenüber mit eurer Zunge loyal währenddessen ihr
innere Feindschaft pflegen sollt. ... Allah hat den Gläubigen verboten,
daß sie anstatt mit ihren Glaubensgenossen mit den Ungläubigen auf
vertrauten Fuße stehen und freundschaftliche Beziehungen pflegen –
ausgenommen wenn letztere ihnen an Autorität überlegen sind. In einem
solchen Fall laßt die Gläubigen freundlich gegenüber den Ungläubigen
erscheinen.“
Ebenfalls zu Sure 3, Vers 28
schreibt Ibn Kathir (†1373), al Tabaris rangnächster Gelehrter, folgendes:
„Wer immer zu gegebener
Zeit und an beliebigem Ort das Böse der Ungläubigen fürchtet, darf sich
durch äußere Verstellung schützen.“ Um diese Aussage zu untermauern,
zitierte er Abu Darda, einen engen Gefährten Mohammeds: „Laß uns ins
Gesicht mancher Nicht-Muslime lächeln, währenddessen unsere Herzen sie
verfluchen.“
Al-Hassan, ein anderer
Gefährte, erkannte:
“Die Praxis der taqiyya kann bis zum Jüngsten Gericht
(d.h. bis in alle Ewigkeit) angewendet werden.“
Andere prominente Mitglieder
der ulema wie al-Qurtubi, al-Razi und al-Arabi haben das Konzept von
taqiyya um gewisse (rituelle)
Handlungsweisen erweitert. Muslime können sich mit anderen Worten
wie Ungläubige verhalten indem sie sich zum Beispiel verbeugen
sowie die Idole und Kruzifixe der letzteren verehren. Sie können falsche
Zeugenaussagen machen und sogar die Schwächen ihrer Glaubensgenossen dem
Feind gegenüber offenbaren. Kurz – sie können alles machen außer einen
Glaubensbruder umbringen.
Ist dies der Grund, warum ein
amerikanisch-muslimischer Feldweibel namens Hasan Akbar im Jahre 2003 im
Iraq einen seiner Waffenbrüder angriff und tötete? Rannte er mit seiner
täuschenden Loyalitätsshow letztendlich gegen eine Wand als er
realisierte, daß es seine Aufgabe war, Muslime zu töten? Er schrieb in
seinem Tagebuch:
„Ich mag wohl selber (noch) keine Muslime umgebracht haben; es ist jedoch
einerlei weil ich dieser Armee angehöre. Ich werde mich wohl bald zu
entscheiden haben, wen ich umbringen soll.“
3. Allah ist der beste
Listenschmied
Allah muß als Urheber des
Konzeptes von taqiyya angesehen werden, denn Er selber bezeichnet
sich im Koran ja als der beste Listenschmied.
Wenn also der
islamische Gott schon Listen schmiedet - um wie viel legitimer ist es dann
für Gläubige, dies zu tun:
Sure
3, Vers 54: Und sie
schmiedeten Listen, und Allah schmiedete Listen; und Allah ist der beste
Listenschmied.
Sure
7, Vers 99: Und waren sie
denn sicher vor der List Allahs? Aber sicher vor Allahs List sind
(fühlen sich)
nur die Verlorenen
(die
Ungläubigen).
Tafsir
al-Jalalayn 7, 99: Fühlen sie sich also sicher
vor dem Ränkeschmied Allah? Der sie schrittweise
verführt und dann plötzlich aus dem Hinterhalt angreift. Niemand außer den
Verlierern fühlt sich vor Allah, dem Ränkeschmied sicher.
Sure 8, Vers 30: Und gedenke,
als die Ungläubigen wider dich Listen schmiedeten, um dich festzunehmen
oder dich zu ermorden oder dich zu vertreiben. Und Listen schmiedeten sie,
und Allah schmiedete Listen; und Allah ist der beste der Listenschmiede.
Sure 13, Vers 42: Und Listen
schmiedeten schon die Früheren; Allahs aber ist die List allzumal. Er
weiß, was jede Seele tut, und wahrlich, die Ungläubigen werden schon
sehen, wem der Lohn der Wohnung sein wird.
Sure 27, Vers 50: Und sie
planten eine List, und Wir planten eine List, ohne daß sie dessen gewahr
wurden.
Sure 52, Vers 42:
Oder beabsichtigen sie eine List? Aber wider die Ungläubigen werden Listen
geschmiedet.
Sure 86, Vers 15:
Die Ungläubigen wenden eine List an.
Sure 86, Vers 16:
Aber auch Ich wende eine List an.
Sure 86, Vers 17:
Gewähre nun den Ungläubigen Aufschub, ein klein wenig Aufschub.
(Übersetzung nach
R. Paret)
4. Mohammed legitimiert
Täuschung
Entsprechend dieser göttlichen
Vorgabe und den empfangenen Offenbarungen hat auch Mohammed – der
perfekteste aller Menschen, dessen Beispiel hartnäckig zu folgen ist –
eine zweckdienliche Haltung zum Thema Lügen eingenommen. Er hat sie im
Zusammenhang mit drei Situationen erlaubt:
-
als Versöhnungstaktik, wenn
zwei oder mehrere Personen miteinander streiten
-
als Taktik zur Verhinderung
von ehelichen Zwistigkeiten
-
während des Krieges
Diese Aussagen
stützen sich auf einen hadith von Muslim:
Muslim B32 N6303 berichtet von Humaid al-Rahman bin Auf:
Umm Kulthum ... war eine der ersten mekkanischen Ausgewanderten, die
Mohammed den Treueschwur geleistet hatte. Sie sagte folgendes: „Derjenige,
welcher Zwistigkeiten unter Menschen schlichtet, indem er Gutes sagt oder
tut um einer Auseinandersetzung auszuweichen, ist kein Lügner. Ibn Shihab
sagte, er habe gehört, daß in drei Fällen ausnahmsweise gelogen werden
dürfe; während eines Krieges, um Versöhnung zwischen Menschen zu stiften
und in der Konversation zwischen Ehegatten in welcher Worte verdreht
werden können um Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen.“
4.1. Hinterhalt für
Lynch-Justiz
In folgender Anekdote aus der
Biographie legitimiert Mohammed Täuschung gegenüber ideologischen Gegnern,
um sie auszuschalten. Der Poet Kaab Ibn Al-aschraf war ihm zu nahe
getreten, indem er verächtliche Bemerkungen über Muslime machte und mit
ihren Frauen Liebesbeziehungen knüpfte. Da fragte Mohammed seine
Gefährten: „Wer tötet diesen Mann, der Allah und Seinen Propheten
beleidigt hat?“ Ein junger Muslim namens Mohammed Ibn Maslama erklärte
sich dazu unter dem Vorbehalt bereit, daß ihm erlaubt sei zu lügen,
damit er zwecks Attentat nahe genug an den Poeten herankommen könne.
Mohammed unterstützte dieses beabsichtigte Täuschungsmanöver.
►
Die Ermordung von Kaab Ibn Al-aschraf
4.2. Krieg ist Täuschung
Die nächste
Begebenheit aus dem Leben Mohammeds illustriert das zentrale Konzept der
Kriegstäuschung, worauf wir uns hier hauptsächlich konzentrieren
werden. Während des Grabenkrieges (627) bekämpften Mohammed und seine
Gefährten verschiedene nicht-muslimische Beduinenstämme, die mit den
Mekkanern gemeinsame Sache machten. Einer dieser Beduinen war unbemerkt
von seinen Stammesmitgliedern zum Islam übergetreten und bot Mohammed
seine Dienste an.
►
Grabenkrieg
Bei dieser Gelegenheit versicherte der Gesandte Allahs seinen Getreuen:
„Krieg ist Täuschung“.
Durch den Einsatz des Beduinen zerschlug sich die Belagerung der Muslime
durch die Quraisch und der Islam überlebte seine embryonale Phase:
Bukhari V4 B52 N269 berichtet von Jabir bin 'Abdullah:
Der Prophet sagte: „Krieg ist Täuschung“
5. Islamische Expansion
Die ganze Thematik der
Täuschung hat mit der Tatsache zu tun, daß der Koran sowohl friedliche und
tolerante als auch gewalttätige und intolerante Verse enthält. Die
Mitglieder der Ulema fragten sich, welche Verse wohl in den
schariatischen Weltanschauungskodex aufgenommen werden sollten. Wäre zum
Beispiel derjenige Vers geeignet, welcher konstatiert, daß es in der
Religion keinen Zwang gibt:
Sure 2, Vers 256:
"Es sei kein Zwang im Glauben. Klar ist nunmehr unterschieden das Recht
vom Irrtum; und wer den Tagut verleugnet und an Allah glaubt, der hält
sich an der stärksten Handhabe, in der kein Spalt ist; und Allah ist
hörend und wissend."
wobei sich bei nüchterner
Analyse auch dieser Vers als reine Augenwischerei entpuppt.
►
Kein Zwang im Glauben (Sure 2, Vers 256)
Oder sollten sie all die
anderen Verse ins offizielle Dogma aufnehmen, welche den Muslimen
gebieten, sämtliche Ungläubigen zu bekämpfen, bis diese entweder
konvertieren oder sich zumindest der islamischen Herrschaft unterwerfen?
(8:39, 9:5, 9:29)
►
Anhang 2
Um diesem Dilemma auszuweichen,
entwickelten sie eine pragmatische Vorgehensweise: die Abrogation (naskh).
►
Abrogation
Diese legt fest, daß bei einem dogmatischen Widerspruch die später
„offenbarten“ Verse in Mohammeds Karriere eine Vorrangsstellung gegenüber
den früheren einnehmen sollen.
Warum gibt es nun überhaupt
diese Widersprüche? Die gängige Meinung vertritt, daß Mohammed und seine
Gefährten von Anfang an den Ungläubigen und Götzendienern in Mekka weit
unterlegen waren. Deshalb machte ein Verhalten, das scheinbar auf
Frieden und Koexistenz beruhte Sinn. Mohammed praktizierte diese
„Koexistenz“ unwillig, denn wir haben in dieser Publikation
herausgearbeitet, daß der Gewaltaspekt in den mekkanischen Versen durchaus
schon angelegt war, der Gesandte Allahs konnte ihn lediglich noch nicht
umsetzen.
►
Das Bild des Ungläubigen (kafir) im Islam
6.
"Opfer" > Täter > "Opfer" ...
Nachdem der Prophet dann nach
Medina emigriert war und in der Folge seine Schar an militärischer Macht
sowie Mitgliederzahl anwuchs, wurden die gewaltsamen und intoleranten
Verse „offenbart“. Diese stachelten die Muslime an, in die Offensive zu
gehen –
jetzt wo sie dazu in der Lage waren. Oder wie es die Muslime selber
traditionellerweise verstehen: wenn sie schwach sind und in der Minorität
predigen und verhalten sie sich entsprechend dem Diktat der
mekkanischen Verse (d.h. Friede und Toleranz). Wenn sich die Muslime
jedoch in einer Position von Stärke befinden, müssen sie in
Übereinstimmung mit den medinensischen Versen (d.h. Krieg und
Eroberung) in die Offensive gehen. Die Wechselfälle der islamischen
Geschichte bezeugen diese Gespaltenheit.
►
Der „wirkliche“ Mohammed, islamische Dualität und die absolute
Unterwerfung
Raymond Ibrahim erzählt von
einer zufälligen jedoch aufschlußreichen Konversation mit einem
muslimischen Freund:
„Nachdem ich ihm all jene problematischen Dogmen, welche
eine friedliche Koexistenz zwischen den Muslimen und Ungläubigen
verhindern aufgezeigt hatte – Jihad, Loyalität und Feindschaft,
auferlegtes rechtes und verbotenes unrechtes Handeln – fragte ich ihn
unverblümt, warum er sich als Muslim nicht nach diesen richte. Er machte
allerlei Ausflüchte indem er auf jene anderen – abrogierten, friedlichen
und toleranten – Verse hinwies. Da ich annahm, daß er nichts von der
obskuren Doktrin der Abrogation wußte begann ich, ihm triumphierend den
Unterschied zwischen den mekkanischen (toleranten) und den medinensischen
(intoleranten) Versen sowie das Konzept der Abrogation (spätere Verse
ersetzen die früheren) zu erklären. Er lächelte einfach und sagte: „Ich
weiß, aber ich lebe im Augenblick in Mekka“. Er fühlt sich also genau wie
sein schwacher und zahlenmäßig unterlegener Prophet welcher unter der
Mehrheit der ungläubigen Mekkanern lebte. Um zu überleben und nicht
negativ aufzufallen predigt er als
Mitglied einer Minorität den ungläubigen Amerikanern Friede, Toleranz und
Koexistenz.“
7. Krieg ist ewig
Die Tatsache, daß der Islam die
Kriegstaktik der Täuschung legalisiert, ist nicht weiter erstaunlich. Wie
ein Sprichwort sagt, ist „in der Liebe und im Krieg alles erlaubt.“
Überdies rechtfertigen auch nicht-muslimische Denker und Philosophen wie
z.B. Sun Tzu, Machiavelli oder Hobbbes dieses Vorgehen. Es gibt hier
jedoch drei hauptsächliche Unterschiede:
-
Der
Islam behauptet von sich eine Religion zu sein. Tatsächlich ist
er aber auch ein polit-religiöses System zur Eroberung und
Gleichschaltung der Welt.
-
Laut
allen vier sunnitischen Rechtsschulen muß der Krieg gegen die
Ungläubigen ewig geführt werden bis „kein Bürgerkrieg mehr ist
und bis alles an Allah glaubt.“ (8:39)
-
Die
Ansichten der zitierten Theoretiker wie auch die islamische Praktik der
Täuschung widersprechen
jeglicher (religiösen) Ethik und sind deshalb in keinem heiligen Buch
der
großen Religionen zu finden
außer im Koran.
Die Encyclopaedia of Islam
stellt im Eintrag „jihad“ folgendes fest:
„Die Pflicht, den Heiligen
Krieg fortzuführen besteht so lange bis die universelle Dominanz des Islam
gänzlich erreicht worden ist. Friede mit nicht-muslimischen Nationen ist
demzufolge also lediglich eine provisorische Angelegenheit, bestimmte
Umstände können einen solchen zeitweilig rechtfertigen. Außerdem können
keine verbindlichen Friedensabkommen mit besagen Nationen abgeschlossen
werden. Es ist nur erlaubt, einen jeweiligen Waffenstillstand
abzuschließen, der im Prinzip nicht länger als 10 Jahre gelten darf. Ein
solcher Waffenstillstand ist jedoch eine gefährliche Angelegenheit denn er
kann gegebenenfalls noch bevor er ausläuft von der einen Partie – der
muslimischen – wieder aufgehoben werden, sollten sich die Umstände
geändert haben und eine Wiederaufnahme des Konfliktes profitabel
erscheinen.“
Um zur Doktrin der Abrogation
zurückzukehren: Die große Mehrheit der ulema stimmt darin überein,
daß Koranvers 9:5, der berühmte „Schwertvers“ (ayat al-saif):
Sure
9, Vers 5: Sind aber die
heiligen Monate verflossen, so erschlaget die Götzendiener, wo ihr sie
findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem
Hinterhalt auf. So sie jedoch bereuen und das Gebet verrichten und die
Armensteuer zahlen, so laßt sie ihres Weges ziehen. Siehe, Allah ist
verzeihend und barmherzig.
etwa 125 friedliche Verse der
mekkanischen Periode abrogiert hat.
Der obligatorische jihad
und damit die Legitimierung von taqiyya wird am besten durch die
zweigeteilte Weltanschauung des Islam wiedergegeben, welche folgende
Gegenüberstellung vornimmt:
-
Gebiet der Unterwerfung (dar
al-islam), d.h. die islamische Welt
-
Gebiet des Krieges (dar
al-harb), d.h. die nicht-islamische Welt
bis erstere die
letztere aufgefressen haben wird.
►
Aufteilung der Welt
Der international berühmte
muslimische Historiker und Philosoph Ibn Khaldun (†1406) beschreibt diese
Zweiteilung folgendermaßen:
„Der Heilige Krieg ist für
die Mitglieder der muslimischen Gemeinde eine religiöse Obliegenheit
aufgrund des Universalismus der muslimischen Mission und der
Verpflichtung, jedermann entweder durch Überzeugung oder Gewalt zum
Islam zu bringen. Die anderen religiösen Gruppen, im speziellen die
Christen und Juden, hatten keine universelle Mission und somit war der
Heilige Krieg keine religiöse Obliegenheit für sie, außer für
Verteidigungszwecke... Der
Islam hat jedoch die Verpflichtung, Macht über andere Nationen zu
gewinnen.“
Letzthin konstatierte die neu
entstandene islamische Gruppe Jaysh al-Umma (Armee Islams), welche
mit Hamas in Verbindung steht, laut und deutlich:
„Die Muslime auf der
ganzen Welt sind verpflichtet, die Israelis und die (anderen) Ungläubigen
zu bekämpfen, bis der Islam die ganze Welt regiert.“
Als sie ihren Schnitzer bemerkten, fügten sie schnell hinzu:
„Wir sagen (lediglich),
daß die Welt nicht in Frieden leben kann, solange weiterhin muslimisches
Blut vergossen wird.“
Was stimmt nun wohl,
„bis kein muslimisches Blut mehr in Israel fließt“
oder
„bis der Islam
allein die Welt beherrscht“?
8. Höchstdauer
eines Friedensabkommens: 10 Jahre
Das Expansionskonzept wird noch
durch eine weitere Tatsache untermauert. Basierend auf dem 10-jährigen
Waffenstillstand von al-Hudaybiya von 628, welcher zwischen Mohammed und
den Quraisch (seinen mekkanischen Opponenten) ratifiziert wurde sind 10
Jahre theoretisch die höchste Anzahl Jahre, während derer die Muslime ein
Friedensabkommen (hudna) mit den Ungläubigen aufrecht
erhalten können.
►
Vertrag von al-Hudaybiya
9. ... jederzeit kündbar
Nachdem Mohammed das Abkommen
nach zwei Jahren auflöste und als Grund eine Vertragsverletzung der
Quraisch anführte, gab dieses Beispiel die eigentliche Definition eines
„Friedensabkommens“ ab. Ein solcher Vertrag ist lediglich dazu da, den
geschwächten Muslimen Zeit zu geben, sich vor einer nächsten Offensive neu
zu gruppieren. Übrigens sagte Mohammed in einem kanonischen hadith
folgendes:
Bukhari V7 B67 N427:
... wenn ich einen Eid geschworen habe und ich finde später etwas
besseres, so tue ich dieses bessere und breche meinen Eid.“
Außerdem ermunterte er die
Muslime, dasselbe zu tun:
Bukhari V9 B89 N260:
„Wenn immer ihr einen bestimmten Eid geschworen habt und findet dann
heraus, daß eine andere Weichenstellung von Vorteil wäre, so brechet den
Eid und tut das bessere.“
Nachdem er ein Friedensabkommen
mit Israel abgeschlossen hatte, das von den Muslimen als zu einräumend
kritisiert wurde, sagte PLO-Führer und Nobelpreisträger Yassir Arafat als
Rechtfertigung - und nicht zur Mitschrift bestimmt - in einer Moschee
folgendes: „Ich
betrachte dieses Abkommen als ein und dasselbe, welches unser Prophet
Mohammed mit den Quraisch in Mekka abgeschlossen hat.“
Mit anderen
Worten gab der „moderate“ Arafat sein Wort genau wie Mohammed nur auf
Zeit, also nur solange bis die Palästinenser wieder stark genug für eine
erneute Offensive waren.
Alle diese Vorkommnisse zeigen,
daß die Muslime Offenheit gegenüber einem Friedenskonzept nur vortäuschen
um Zeit für ihre Erstarkung zu gewinnen.
Da sich der Islam in einem immerwährenden Kriegszustand mit der nicht-muslimischen
Welt befindet sind wir mit einem Problem konfrontiert. Denn der Krieg
braucht keineswegs nur physisch zu sein. Die ulema hat bekanntlich
verschiedene nicht gewalttätige Formen von Jihad wie z.B.
beschrieben. Da es nun den
Muslimen erlaubt ist zu lügen und Loyalität, Liebenswürdigkeit oder sogar
Zuneigung gegenüber den Ungläubigen vorzutäuschen nur um die eigenen
Kriegsbemühungen voranzutreiben, was soll man denn von muslimischen
„Dialogangeboten“ bezüglich Frieden und Toleranz halten?
Dies wird noch pointierter wenn
man bedenkt, daß jedesmal, wenn die Muslime „ihre Hand zum Frieden
ausstrecken“, sie sich gegenüber den Ungläubigen in einem geschwächten
Zustand befinden. Sie tun dies also immer dann, wenn sie und nicht ihre
ungläubigen Konkurrenten von diesem Frieden profitieren. Dies ist die
Lektion aus der Geschichte der letzten zwei Jahrhunderte betreffend der
Interaktion zwischen der muslimischen und der westlichen Welt: nur weil
die Muslime militärisch und wirtschaftlich unterlegen waren verhielten sie
sich dem Westen gegenüber friedlich.
10. Vergeltung oder
religiöse Verpflichtung?
Warum griff Osama bin Laden,
welcher dezidiert an die Zweiteilung der Welt in eine Entität des Islam
und eine solche des Krieges glaubt die USA an? Folgende Anekdote klärt
auf: Nachdem eine Gruppe von prominenten Muslimen einen Brief an die
Amerikanische Bevölkerung geschrieben hatte in welchem sie betonte, daß
der Islam friedlich sei und mit anderen Religionen zu koexistieren wünsche
sowie ausschließlich das Motto „Leben und leben lassen“ vertrete,
beschimpfte Bin Laden sie – in der Annahme, daß seine Ausführungen nicht
unter die Ungläubigen geraten würden – folgendermaßen:
„Betreffend der Beziehung
zwischen den Muslimen und den Ungläubigen faßte der Allerhöchste (Allah)
zusammen: ’Wir (Muslime) schwören euch Nicht-Muslimen ab. Feindschaft und
Haß soll auf immer zwischen uns bestehen bis ihr an Allah allein glaubt.’
(60:4) Es herrscht also eine
Feindschaft, welche sich durch erbitterte, von unseren Herzen ausströmende
Animosität auszeichnet. Und diese unbeugsame
Animosität, d.h. dieser Kampf hört erst dann auf, wenn sich die
Ungläubigen der Autorität des Islam unterstellen oder sich mit dem Dhimmi
Status („wenn sein Blut nicht vergossen werden darf“) abfinden oder wenn
die Muslime zu einem gegebenen Zeitpunkt schwach und unfähig sind (also
Taqiyya angewendet werden muß).
Wenn der Haß zu irgendeinem
Zeitpunkt im Herzen eines Muslims auslöscht, so ist dies eine
ungeheuerliche Apostasie! ... Auf dieser
fundamentalen Basis also ruht folglich die Beziehung zwischen den
Ungläubigen und den Muslimen.
Krieg, Abneigung und Haß, von
Muslimen gegen die Ungläubigen gerichtet, machen das Fundament unserer
Religion aus. Und wir betrachten dies als
Gerechtigkeit und Wohlwollen ihnen gegenüber.“
(The Al Qaeda Reader, Broadway Books, New York, 2007, Seite 43)
Diese feindliche Weltanschauung
ist in den hauptsächlichen islamischen Rechtsschulen breit abgestützt.
Man kann sie deshalb keinesfalls als „radikal“ bezeichnen.
Wenn Bin Laden jedoch eine
westliche Zuhörerschaft anspricht, ändert sich sein Ton dramatisch: Er
zitiert nun eine lange Liste von „Beschwerden“ – von der palästinensischen
Unterdrückung über die Ausbeutung der Frauen im Westen (!) bis hin zu der
Unterlassungssünde der Amerikaner, das Kyoto Protokoll nicht
unterschrieben zu haben – ohne je zu erwähnen, daß die USA einfach
deshalb bekämpft werden muß, weil sie eine ungläubige Entität ist welche
unterjocht werden muß. In Tat und Wahrheit beginnt er seine Reden an
den Westen oft indem er davon redet, daß „Vergeltung Teil der
Gerechtigkeit ist“ oder daß „Friede hat wer immer der Rechtleitung folgt“.
►
http://article.nationalreview.com/?q=NWNhNGMxZDk1NmEwZDQxMDdlOWNlZjczZTEwMWE3ZTc=#more#more
Natürlich meint er damit etwas
diametral anderes, als was seine westliche Zuhörerschaft annimmt.
Dies ist wiederum ein klarer
Fall von taqiyya, denn Bin Laden führt nicht nur einen physischen
„Heiligen Krieg“, sondern er praktiziert auch einen Propaganda-jihad. Er
versucht,
den säkularen
Westen, dessen Erkenntnistheorie die Idee der religiösen Eroberung nicht
kennt, zu überzeugen,
daß der gegenwärtige Konflikt allein dessen Schuld sei. Dies bringt ihm
und seinem Anliegen mehr Sympathie. Andererseits weiß er auch, falls die
Amerikaner merken würden daß – abgesehen von allen realen und
eingebildeten politischen Beschwerden – aufgrund des islamischen
Weltbildes
nichts außer
der Unterwerfung des gesamten Westens jemals Frieden bringen wird,
seine Propagandakampagne gefährdet sein könnte. Es bleibt aber eine
Tatsache, daß Al Qaida primär aus einem Gefühl religiöser Verpflichtung
heraus agieren, und weniger einem Vergeltungsdrang unterliegen. Daher
stammt das konstante Bedürfnis zu lügen, denn
„Krieg ist Täuschung“,
wie schon ihr Prophet verkündet hat.
Obwohl man die große Mehrheit
der Muslime weltweit nicht als aktive Terroristen bezeichnen
kann, ist die Beschwerdeliste von
Bin Laden gegenüber dem Westen beispielhaft für die Klagen des
durchschnittlichen Muslims. Wenn ihnen jedoch nicht bewußt ist, daß
laut Islam – nicht laut Bin Laden – Feindschaft gegenüber Ungläubigen
Zeit, Ort und Charakter der Beschwerden transzendiert und der „Heilige
Krieg“ als religiöse Pflicht vorgeschrieben ist bis
„alles an Allah glaubt“,
dann verstehen sie ihre eigene Religion nicht. Oder ob sie wohl taqiyya
anwenden?
11. Mit derartigen Freunden...
11.1. Council
on American-Islamic Relations: CAIR
►
http://www.discoverthenetworks.org/groupProfile.asp?grpid=6176
CAIR ist eine islamische Gruppe
in den USA welche mit Hamas assoziiert wird. Von amerikanischen Politikern
wird ihnen vorgeworfen, daß sie „eine extrem islamistische politische
Agenda verfolgen“; einige ihrer Mitglieder wurden im Zusammenhang mit
terroristischen Aktivitäten verhaftet. Für nicht-muslimische Betrachter
scheinen diese „Mitglieder des „Rates der Amerikanisch-Islamischen
Beziehungen“ nicht aufrichtig zu sein; da sie sich in den USA befinden,
ist man ja auch näher an ihnen dran. Bezüglich brisanten Themen wie
jihad,
fortwährendem Krieg oder der Doktrin von taqiyya – sowie allen
anderen in diesem Essay erörterten Themen – hat sich CAIR hervorgetan, sie
alle zu verleugnen. Sie klagen jeden, der darauf anspielt als islamophob
an und drohen ihm ein Gerichtsverfahren an. Damit zensieren sie jegliche
Islamkritik.
Könnte CAIR mit ihren
permanenten Täuschungsaktionen vom historischen muslimischen Konvertiten
Masud gelernt haben, den Mohammed ausschließlich deswegen ermuntert hatte,
unter den ungläubigen Quraisch zu leben, um sie irrezuleiten und zu
verraten, damit der Islam triumphiere?
11.2. Saudi Arabien
Das offensichtlichste Beispiel
von taqiyya kommt jedoch von einer gesamten Nation, nämlich Saudi
Arabien. Es gibt kaum ein islamisches Land, das die scharia Gesetzgebung
so buchstabengetreu anwendet wie Saudi Arabien - auch unter der
Bezeichnung „Freund Amerikas“ bekannt. Laut schariatischen Bestimmungen
können die Saudis z.B. keine einzige Kirche oder Synagoge bauen; Bibeln
werden verboten und verbrannt. Christen, welche allenfalls missionarisch
tätig sind, werden verhaftet, gefoltert und manchmal auch umgebracht.
Muslime welche zum Christentum konvertieren werden hingerichtet.
Trotz alledem sind die Saudis
bemüht, den „Dialog“ zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, namentlich den
Christen und Juden – Religionsgruppen also, welche ironischerweise im
Moment noch viel mächtiger sind
als der Islam – zu fördern. Dies ist ihr Versuch, den Islam als
„tolerante“ Religion zu porträtieren. Es spricht jedoch Bände, daß die
Saudis sich weigern, auch nur eine dieser Konferenzen auf landeseigenem
Boden zu organisieren. Ihr Prophet Mohammed äußerte ja auf seinem
Totenbett den Befehl, daß sämtliche Juden und Christen von der Arabischen
Halbinsel vertrieben werden sollten. Wie kann man sie wieder dahin
einladen und Gutmenschendialoge führen!
Überdies befürchten die Saudis, daß eine wirkliche „Debatte“ stattfinden
könnte – nicht nur ein oberflächliches Gespräch über „gegenseitiges
Verständnis“; Diskussionsfarcen welche von solchen Ausdrücken nur so
triefen – wenn die nicht-muslimischen Teilnehmer erst einmal
herausgefunden haben, daß es ihnen in Saudi Arabien nicht erlaubt ist,
ihren eigenen Glauben zu praktizieren. Anläßlich der letzten
interreligiösen Konferenz in Madrid beteuerte König Abdullah trotz dem
eben gesagten, daß „der Islam eine Religion der Mäßigung und der Toleranz
sei; er sei eine Botschaft, welche dazu aufrufe, einen konstruktiven
Dialog zwischen den Anhängern aller Religionen zu halten“.
Kaum ein paar Tage später wurde
bekannt, daß im Unterrichtsmaterial für saudische Kinder noch immer steht,
die Christen und Juden seien „Ungläubige“, „verhaßte Feinde“ sowie
„Affen und Schweine“.
In einem Auswahlfragentest für
Schüler der vierten Klasse werden muslimische Kinder beispielsweise
gefragt, wer „ein wahrer Muslim“ sei. Die korrekte Antwort ist nicht „ein
Mann, der betet, fastet etc.“ sondern „ein Mann, der allein Allah anbetet,
der die anderen Gläubigen liebt, die Ungläubigen jedoch haßt“. Mit
letzteren also wollen die Saudis einen „Dialog“ führen?
Offensichtlich befolgen die
Saudis und alle anderen dem schariatischen Gesetz getreuen Muslime, wenn
sie zum „Dialog“ aufrufen, lediglich den vorgängig erwähnten Ratschlag von
Mohammeds Freund Abu Darda: „Laß uns in die Gesichter mancher Menschen
lächeln, währenddessen unsere Herzen sie verfluchen.“
Schlußfolgerungen
Es gibt auch einen
beunruhigenden philosophischen, spezifisch erkenntnistheoretischen Aspekt
betreffend taqiyya: Jedermann der wahrhaftig glaubt daß keine
geringere Autorität als Gott (die Anwendung von) Täuschung rechtfertigt
und durch das Beispiel seines Propheten sogar dazu aufruft, wird keine
ethischen Gewissensbisse oder zumindest Zweifel bezüglich Lügen haben.
Dies stimmt insbesondere dann, wenn man postuliert, daß der menschliche
Geist tatsächlich eine „tabula rasa“ ist der durch die Umwelt und
Erziehung geformt wird. In der Folge geht das Konzept der Täuschung in
Fleisch und Blut über.
Betrachten wir den Fall von Ali
Mohammad, Bin Ladens „erstem Lehrmeister“ und langjährigen Al Qaida Agent.
Obwohl auf der höchsten Stufe des Al Qaida Terrornetzwerkes etabliert,
ermöglichte ihm sein Selbstvertrauen bezüglich Verhehlung, daß er während
mehrerer Jahre als CIA Agent und FBI Informant fungieren konnte. Bekannte
betrachteten ihn
„wegen seines enormen Selbstvertrauens, der Unmöglichkeit, ihn
einzuschüchtern, seiner absolut ruchlosen Zielstrebigkeit mit der er die
Feinde des Islam zerstören wollte sowie seines eiferndem Glaubens an die
Lehrsätze des militanten islamischen Fundamentalismus mit Angst und
Ehrfurcht“.
Tatsächlich faßt dieser Satz alles zusammen denn
„ein eifernder Glaube“
an die „islamischen
Lehrsätze“ –
welche, wie wir gesehen haben, Täuschung legitimieren – macht tatsächlich
einen großen Umweg wenn es darum geht, während des Lügenaktes
„enormes Selbstvertrauen“
zu entwickeln.
Die Definition
eines guten Muslims ist „einer der sich
dem Gesetz Allahs unterwirft“.
Am Ende läuft es darauf hinaus, daß also jeder gute Muslim immer das
göttlich sanktionierte Recht haben wird, Täuschung anzuwenden bis
„kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt“.
(8:39)
Jegliche muslimische Annäherungsversuche betreffend Frieden, „Dialog“ oder
zeitlich befristetem Waffenstillstand müssen in diesem Licht verstanden
werden.
H.P.
Raddatz folgert:
"Die Unterstützung des faktenleugnenden „Dialogs“ nehmen die Muslime gern
entgegen, denn nach ihrem Paranoia-System gehört es zum Basisverhalten,
die Ebenen der Kooperation und Koexistenz zu meiden und die feindliche
Umgebung durch Techniken der Täuschung und Verschleierung, im Islam
taqiyya
genannt, über die langfristigen Absichten in die Irre zu führen. Solche
Strategien sind zwar nicht für diejenigen erforderlich, die den
Gewaltcharakter des Islam ohnehin begrüßen, erlangen jedoch gegenüber dem
Vertrauenssystem des „Dialogs“ einen generellen, entscheidenden Vorteil.
Ein auf Täuschung geschaltetes System, das auf ein System trifft, dem die
Fähigkeit zu Erkennung der Täuschung fehlt, begründet die klassische
Konstellation von Betrüger und Altruist, die sich in jedem Falle zugunsten
des Betrügers stellt."
(Hans Peter
Raddatz: Von Allah zum Terror?, Herbig, München, 2002, Seite 295)