Shah Wali-Allahs Doktrin des jihad
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http://en.wikipedia.org/wiki/Shah_Waliullah
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http://www.americanthinker.com/2005/05/sufi_jihad.html
Shah
Aladihlawi Wali-Allah (1703 - 1762) war ein Theologe und Pionier der
persischen Übersetzung des Koran. Er war zudem ein Sufi Traditionalist und
politischer Aktivist. Seine Briefe an den afghanischen Herrscher
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Ahmad_Shah_Durrani und prominente muslimische Anführer vor
Ort, in denen er letztere anhielt, mit Durrani zwecks jihad gegen
die hinduistischen
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Maratha und
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Jat zusammenzuarbeiten, offenbaren seine hartnäckigen
Versuche, eine militantere, (und falls nötig fremde) muslimische Dynastie
innerhalb Indiens zu etablieren. So war er nicht nur die Inspiration für
Durranis Invasionen von 1756-1757 und 1760-1761, sondern er war auch
verantwortlich für den Aufbau einer Organisation von verbündeten
muslimischen Mächten gegen die Maratha in Nordindien.
Auszüge von Saiyid Athar Abbas
Rizvi: „Shah Wali-Allah and His Times“ (Canberra, Australien,
Ma’rifat Publishing House, 1980 Seiten 294-296, 299, 301, 305)
Es ist mir
in meinem Geiste klar geworden, daß das Königsreich des Himmels für die
kafir (Ungläubigen) vorherbestimmt hat, daß sie zu einem Zustand der
Erniedrigung reduziert und mit kompletter Verachtung behandelt werden
sollen. Falls der Inbegriff von Majestät und furchtlosem Mut (hier ist
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Nizam, der Herrscher
von Hyderabad gemeint) seinen Sexualtrieb eindämmen (seine Lenden
umgürten) und seine Aufmerksamkeit auf solcherart Aufgaben lenken würde,
könnte er die ganze Welt besiegen. So würde der Glaube mehr Verbreitung
finden und die Macht des Herrschers anwachsen; ein bißchen Anstrengung
würde äußerste Belohnung bringen. Falls er sich nicht einsetzen sollte,
werden die Maratha (trotzdem) unweigerlich geschwächt und durch himmlische
Katastrophen vernichtet werden. In einem solchen Fall würde ihm dies
jedoch nicht gutgeschrieben. ... Weil ich dies unwiderruflich vom
Göttlichen erfahren habe, schreibe ich dir spontan, um deine
Aufmerksamkeit auf diese großartige Gelegenheit, welche sich dir
präsentiert, zu lenken. Du solltest es nicht vernachlässigen, für den
jihad zu kämpfen.
O ihr
Könige! Ich fordere euch dringend auf, euer Schwert zu ziehen und
es nicht wieder wegzulegen bis Allah die Muslime von den Polytheisten
getrennt hat und die rebellierenden kafir und Sünder total schwach
und hilflos geworden sind.
Abu Bakr
informierte Umar in seinem Testament, daß die ganze Welt vor ihm (Umar)
Angst haben werde, falls er Allah fürchte. Weise Männer ... sagen, daß die
Welt einem Schatten gleicht. Wenn ein Mensch seinem Schatten hinterher
rennt, so verfolgt dieser ihn. Und wenn er vor seinem Schatten flüchtet,
so verfolgt ihn dieser noch immer. Allah hat dich als Beschützer der
sunnitischen Muslime ausgewählt, weil es niemand anderen gibt, der diese
Pflicht erfüllen könnte. Es ist entscheidend, daß du diese Rolle als
Verpflichtung erachtest. Indem du das Schwert ziehst um dem Islam die
Oberherrschaft zu geben und damit deine persönlichen Bedürfnisse dieser
Sache unterordnest, wirst du enormen Gewinn erzielen.
Wir
ersuchen dich, Durrani, im Namen des Propheten, den jihad gegen die
Ungläubigen dieser Region zu führen. Es kämen dir dafür großartige
Belohnungen von Allah, dem Erhabenen zugute und dein Name würde auf der
Liste derjenigen, die für den jihad kämpften, dazugeschrieben. Was
nun weltlichen Gewinn angeht, so fiele unermeßliche Beute in die Hände der
islamischen
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Gazi und die Muslime würden so von ihren Banden befreit. Die
von
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Nadir_Shah unternommene Invasion, welche die Muslime
vernichtete, hinterließ die Maratha und die Jat sicher und wohlhabend
zurück. Das Resultat war, daß die Ungläubigen ihre Macht wieder
zurückgewannen und die muslimischen Anführer in Delhi zu einem reinen
Marionettenstatus im Mogulreich (vergleiche Einschub) reduziert wurden.
Wenn die
Armee der Eroberer in eine Gegend mit durchmischter Muslim-Hindu
Bevölkerung kommt, so sollten die kaiserlichen Hofwachen die Muslime aus
ihren Dörfern in die Städte überführen und sich gleichzeitig um deren
Besitz kümmern. Die Regierungen sollten den Beraubten, den Armen, den
Sayyiden und der ulema (Summe aller Rechtsgelehrten) finanzielle
Unterstützung gewähren. Ihre Großzügigkeit würde dann zusammen mit den
prompten Gebeten für Sieg berühmt werden. Jede Stadt wäre hinfort in
freudiger Erwartung der islamischen Armee („diesem Muster von
Freigiebigkeit“). Und wenn auch nur irgendwo die geringste Furcht einer
muslimischen Niederlage zu finden ist, so sollte die islamische Armee
auftauchen und die Ungläubigen in alle Winde zerstreuen. jihad
sollte ihre erste Priorität sein um damit die Sicherheit eines jeden
Muslims zu garantieren.
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Einschub:
... Bahadur
Schahs Nachfolger vermochten die kaiserliche Autorität nicht mehr
aufrechtzuerhalten. Sein Sohn
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Jahandar Shah
wurde nach nur wenigen Monaten auf dem Thron ermordet. Für das
Attentat verantwortlich waren die
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Sayyiden, zwei Brüder, die als Kommandanten am Mogulhof
dienten und in den folgenden Jahren zu einem wesentlichen Machtfaktor
am Hof aufstiegen.
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Farrukh Siyar
regierte lediglich als Marionette der mit den Maratha verbündeten
Sayyiden. Während seiner Regierungszeit 1713–1719 erhielt die
Britische
Ostindien-Kompanie, die sich im Laufe des 17. Jahrhunderts
als führende europäische Handelsgesellschaft an der indischen Küste
festgesetzt hatte, weitreichende Konzessionen. Die davon erhoffte
Verbesserung der Finanzsituation durch Belebung des Außenhandels blieb
jedoch aus, da die Briten die zunehmende wirtschaftliche Abhängigkeit
der Moguln vom Seehandel der Europäer auszunutzen wußten. Auch die
Provinzen des Mogulreiches konnten nur durch Zugeständnisse, die sie
zu halbautonomen Staaten machten, gehalten werden. ...
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mogulreich |
Shah Wali-Allah war jedoch
pessimistisch über die wahre Tiefe des Glaubens der durch das Schwert
Bekehrten. Solche Konvertiten wären in Tat und Wahrheit
► Die Heuchler,
welche am Tage des Jüngsten Gerichts zusammen mit den Ungläubigen in den
tiefsten Abgrund der Hölle geworfen werden. Die Islamisierung durch das
Schwert würde den Zweifel im Geiste der neulich Bekehrten nicht aus dem
Weg schaffen und es sei immer möglich, daß diese wieder zum Unglauben
zurückkehrten. Er glaubte hingegen, daß die imame - hier sind
Herrscher gemeint – versuchen müssen, durch rationale Beweisführung zu
überzeugen. Sie sollten predigen, daß andere Religionen wertlos seien,
weil deren Gründer nicht fehlerfrei waren und weil ihre Religionsausübung
dem göttlichen Gesetz zuwiderlaufe, da Erweiterungen
► Verfälschung
der Schrift
sie
unglaubwürdig gemacht hätten. Die Überlegenheit des Islam sollte mit
positiven Termini erklärt werden und man müsse den Konvertiten einhämmern,
daß die islamischen Gesetze total klar und einfach zu befolgen sind. Was
verwirrend erscheine (d.h. wie die Nacht) sei in Wirklichkeit klar (d.h.
wie der Tag).