Mohammeds
Handlungen sind von Allah göttlich legitimiert und es ist ihm absoluter Gehorsam zu
leisten
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Deshalb
beinhaltet das Prophetentum auch die rituelle Reinheit der Propheten
in allen Lebenslagen und ihre Fehlerlosigkeit. Jeder Atemzug eines
Propheten
ist
letztendlich
Offenbarung.
Quelle:
http://eslam.de/begriffe/p/prophetentum.htm |
Eine möglichst vollständige Liste der
Koranverse, die bedingungslosen Gehorsam einfordern,
findet sich in
►
Anhang 37
Gemäß Aussage im Koran ist Mohammed das
"Siegel der Propheten". Das heisst, daß er der letzte Gesandte ist,
welcher die göttliche Wahrheit empfangen hat, nach ihm wird keiner mehr
kommen:
Sure 33, Vers 40: Mohammed ist nicht
der Vater einer eurer Männer, sondern Allahs Gesandter und das Siegel der
Propheten; und Allah weiß alle Dinge.
Die Vorrangstellung Mohammeds vor allen
anderen Gläubigen wurde schon in Mekka festgelegt:
Sure 39, Vers 11: Sprich: "Siehe, mir
ward geheißen, Allah zu dienen in lauterem Glauben,
Sure 39, Vers 12: Und geheißen ward mir, der erste der Muslime zu
sein."
Weitere Verse, welche die göttliche
Legitimation des Propheten und seine Unfehlbarkeit zum Thema haben, wurden
in der medinensischen Periode offenbart:
Sure 33, Vers 21: Wahrlich, in dem
Gesandten Allahs hattet ihr ein schönes Beispiel für jeden, der auf Allah
und den Jüngsten Tag hofft und oft Allahs gedenkt.
Sure 24, Vers 51: Die Rede der Gläubigen, wenn sie zu Allah und
Seinem Gesandten eingeladen werden, daß er zwischen ihnen richte, ist nur,
daß sie sprechen: "Wir hören und gehorchen." Und sie sind es, denen es
wohl ergeht.
Sure 24, Vers 52: Und wer Allah und Seinem Gesandten gehorcht und
Allah scheut und fürchtet - sie sind es, die glückselig sind.
Sure 9, Vers 63: Wissen sie nicht, daß für den, der Allah und
Seinen Gesandten befehdet, Dschahannams Feuer ist, ewig darinnen zu
verweilen? Das ist die gewaltige Schande.
Sure 3, Vers 32: „Gehorchet Allah und dem Gesandten; denn wenn ihr
den Rücken kehrt. - siehe, Allah liebt nicht die Ungläubigen.“
Die Pflicht zu absolutem Gehorsam kann
durch den Propheten nicht immer eingefordert werden:
Sure 4, Vers 80: Wer dem Gesandten
gehorcht, der gehorcht Allah, und wer den Rücken kehrt … so haben wir dich
nicht entsandt zum Hüter über sie.
Die zu diesem Vers gehörende Exegese
relativiert bzw. abrogiert die eigentlich absolut gültige Pflicht zum
Gehorsam wie folgt:
Tafsir al-Jalalayn 4, 80: Wer immer
dem Gesandten folgt, wahrlich der gehorcht Allah. Und wer immer seinen
Rücken kehrt, das heisst, wer immer dir nicht Folge leistet - kümmere dich
nicht um ihn, wir haben dich nicht als Hüter über sie entsandt sondern als
Warner. Um ihre Verfehlungen werden Wir uns kümmern, und sie sühnen.
Dieser Vers wurde offenbart, bevor der erste Kampfbefehl (Sure 22, Verse
39 bis 41) offenbart wurde.
Zu dieser partiellen Abrogation des
Gehorsamsgebotes sind zwei Anmerkungen zu machen:
1.
Wie in
►
Anhang 37 noch
näher ausgeführt wird, erfolgten alle Offenbarungen, welche die
bedingungslose Nachfolge eines jeden Gläubigen fordern in Medina, in einer
Zeit also, wo Mohammed nicht mehr als Warner auftrat sondern als
Herrscher, mit den für diese Funktion notwendigen gesellschaftlichen
Machtmitteln und juristischen Legitimationen.
2.
Sure 4, Vers 80 wurde also ganz offensichtlich in Mekka hernieder
gesendet, der Vers befindet sich also fälschlicherweise in der vierten
Sure „Die Weiber“ von der im Koran steht, daß sie in Medina offenbart
wurde.
In medinensischer Zeit veränderte Allah
Seine Botschaft und ergänzte sie durch die Forderungen des „Heiligen
Krieges“ und all die juristischen Bestimmungen, die später im islamischen
Recht der Scharia kodifiziert wurden. Mohammed konnte jetzt die ihm von
Allah übergebene verschärfte koranische Rechtleitung mittels ebenfalls im
Koran festgeschriebenen weltlichen Mitteln (Strafrecht, „Heiliger Krieg“
Eherecht, Erbrecht, Bestimmungen zur Sklavenhaltung etc.) durchsetzen. Er
konnte Kritiker, Fehlbare und Ungläubige also nötigenfalls selber
bestrafen (oder bestrafen lassen). Aber auch Allah wird über
„diejenigen, welche Allah und Seinen Gesandten verletzen“ „schändende
Strafe“ bringen:
Sure 33, Vers 57: Siehe, diejenigen,
welche Allah und Seinen Gesandten verletzen, verfluchen wird sie Allah in
der Welt und im Jenseits und bereitet hat Er ihnen schändende Strafe.
Dafür, daß kein Fehlverhalten unbemerkt
bleibt sorgen auch die beiden Engel, die jedem Menschen links uns rechts
beigestellt sind, und die alle seine Taten aufschreiben.
►
Androhung von Strafe bei der Verweigerung der Loyalität
Die Verpflichtung zum Gehorsam in Sachen
des "Heiligen Krieges" unterstreicht auch eine Interpretation bei Ibn
Ishaq:
"O ihr Gläubige! Seid bereitwillig, wenn
Gott und sein Gesandter euch rufen, zu dem was euch belebt
(das heisst
zum Krieg, durch den euch Gott verherrlicht hat), nach der
Demütigung, gestärkt nach der Schwäche, und beschützt gegen den Feind, der
euch überwunden hatte.".
(Gustav Weil: Das Leben Mohammeds,
1. Band, Seite 357, Verlag J.B. Metzler, 1864)
Dem Propheten ist nebst völligem Gehorsam
auch hohe Ehrerbietung entgegenzubringen:
Sure 33, Vers 56: Siehe, Allah und
Seine Engel segnen den Propheten, O ihr, die ihr glaubt, segnet ihn und
begrüßet ihn mit dem Friedensgruß.
Zudem wird Mohammed ausdrücklich
vollständige Macht auch in weltlichen Angelegenheiten übertragen:
Sure 4, Vers 105: Siehe, Wir haben zu
dir das Buch in Wahrheit hinabgesandt, damit du zwischen den Menschen
richtest, wie dir Allah Einsicht gegeben. Aber mit den Verrätern
disputiere nicht.
In Medina vereinte Mohammed auf sich die
Funktionen eines Bürgermeisters, militärischen Oberbefehlshabers,
Gesetzgebers, Richters und geistlichen Oberhauptes.
Damit werden in der
Person Mohammeds die Judikative und die Exekutive vereint, um diesen
Tatbestand in westlicher Terminologie zu benennen. Die Legislative liegt
beim Allmächtigen. Mohammed ist lediglich der Verkünder der göttlichen
Gesetze. Diese beinhalten sowohl Fragen der Religion als auch des
Familien- Erb- und Strafrechts. Die totalitäre Anhäufung aller staatlichen
Machtbereiche auf der Person des Propheten ist damit ein Faktum.
Besonders deutlich wird die göttliche
Legitimation Mohammeds und der Zwang eines jeden Gläubigen unter die
Gesetze des Islam in einer Begebenheit beschrieben, die sich zwischen
Omar und einem renitenten Muslim zugetragen haben soll:
„Zwei Männer hatten einen Streit
und kamen zum Propheten, der zwischen ihnen urteilte. Derjenige, der durch
das Urteil Unrecht bekam, sagte zu seinem Kontrahenten: „Ich werde das
Urteil Mohammeds nicht akzeptieren.“ So gingen sie zu Omar. Der Mann, zu
dessen Gunsten das Urteil ausgefallen war, sagte zu Omar: „Wir brachten
unseren Streit vor den Propheten, und er traf ein Urteil zu meinen
Gunsten, und dieser Mann weigert sich, das Urteil des Propheten
anzuerkennen.“ Omar fragte den Mann, der verurteilt worden war: „Ist das
wahr?“ Der Mann sagte: „Ja“
Die islamische Geschichte erzählt, daß
Omar zurück in sein Haus ging, sein Schwert in die Hand nahm, zurückkam
und den Kopf des Mannes abschlug.
Dieser Totschlag war ein immenses
Problem, weil Allah die vorislamische Usanz der Blutrache in Seinen
Offenbarungen legitimiert hatte. Es lag somit ein Verbrechen mit
Wiedervergeltung vor
►
3. Blutrache:
Sure 17, Vers 33: Und tötet
keinen Menschen, den euch Allah verwehrt hat, es sei denn um der
Gerechtigkeit willen. Ist aber jemand ungerechterweise getötet, so geben
Wir seinem nächsten Anverwandten Gewalt. doch sei er nicht maßlos im Töten
(des Mörders) siehe, er findet Hilfe.
Auch wenn Omar einer der wichtigen Führer
in der Gemeinschaft war, hätte man ihn zum Tode verurteilen können für das
was er getan hatte.
Mohammed rang mit dieser Angelegenheit und berichtete dann, daß der Engel
Gabriel ihm Folgendes gesagt habe:
Sure 4, Vers 65: Aber nein, bei deinem Herrn, nicht eher
werden sie glauben, bis sie dich zum Richter über ihre Streitsachen
einsetzen. Alsdann werden sie in ihren Herzen keine Schwierigkeit finden
in deinem Entscheid und sich in Ergebung ergeben.
Diese Offenbarung schreibt fest, daß der Mann, der sein Urteil von Omar
statt von Mohammed verlangte, kein Muslim mehr war: „sie glauben
nicht, bis sie dich zum Schiedsmann bestellen.“
(Mark A. Gabriel: Motive islamischer
Terroristen, Seite 106, Resch, Gräfelfing, 2007)
Die Schlußfolgerung, die aus dieser
Offenbarung (die wieder einmal genau im richtigen Zeitpunkt hernieder kam)
abgeleitet werden muß ist weitreichend:
Ein Muslim, der sich
weigert, die Gesetze der islamischen Heilslehre vollständig zu befolgen
ist kein Muslim mehr.
Nicht nur die muslimische Gemeinde in
Medina zur Zeit Mohammeds sondern jeder islamische Staat ist eine
Theokratie, „im wörtlichen Sinne
ein von Gott regierter Staat. Für fromme Muslime gehört die einzige
rechtmäßige Befehlsgewalt Gott allein, und der Herrscher bezieht seinen
Machtanspruch von Gott und dem heiligen Gesetz und nicht vom Volk.
Herrscher sind lediglich mit der Durchführung und Auslegung des
Gottesgesetzes betraut, das die Offenbarung Mohammeds gebracht hatte.“
(Ibn Warraq, Warum ich kein Muslim bin, Matthes & Seitz, Berlin, 1995,
Seite 260)