Christen im Koran
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Das
deutlichste Urteil, welches der Koran über die Christen, das
„Volk der Schrift“
fällt, findet sich in folgenden Versen:
Sure 98, Vers 6: Siehe,
die Ungläubigen vom Volk der Schrift und die Götzendiener werden in
Dschahannams Feuer kommen und ewig darinnen verweilen. Sie sind die
schlechtesten der Geschöpfe.
Sure 9, Vers 30: …
Allah schlage sie tot! Wie sind sie verstandeslos. |
Eines der
grundlegenden Irrtümer des Korans betreffend der christlichen Schriften,
insbesondere des Evangeliums ist, daß die Meinung vertreten wird, letztere
wären ebenfalls als göttliche Offenbarung herniedergekommen:
Sure 3, Vers 3:
Herabgesandt hat Er auf dich das Buch in Wahrheit, bestätigend, was ihm
vorausging. Und herabsandte Er die Tora und das Evangelium zuvor als eine
Leitung für die Menschen und sandte nun die Unterscheidung.
Sure 3, Vers 65:
O Volk der Schrift, warum streitet ihr über Abraham, wo die Tora und das
Evangelium erst nach ihm herabgesandt ward? Habt ihr denn nicht Verstand?
Obwohl also
gemäß islamischer Lehre das Evangelium von Allah offenbart wurde, muß im
Lichte der Kenntnis über die Genesis des Neuen Testamentes festgestellt
werden, daß diese koranischen Verse unmöglich vom Allmächtigen stammen
können, denn es ist auszuschließen, daß Er sich so grundlegend über Seine
eigene Offenbarungstätigkeit irrt. Das Evangelium wurde nicht
"herabgesandt",
es
ist vielmehr die Niederschrift über das Wirken von Jesus, verfaßt von
seinen Nachfolgern.
Darüber
hinaus stimmen die im Koran erwähnten „biblischen“ Erzählungen mit
denjenigen der heutigen Testamente in wesentlichen Punkten nicht überein.
Dies bezieht sich insbesondere auf die alttestamentarischen
Prophetengeschichten, die Trinität und den Kreuzestod Jesu. Mohammed hat
die Bibel nie gelesen, erstens weil sie nicht in einer arabischen
Übersetzung vorlag, und zweitens weil Mohammed des Lesens und Schreibens
nicht kundig war.
Th. Nöldeke
führt zum Kontakt Mohammeds mit dem Christentum folgendes aus:
"Daneben gab es in Mekka einzelne Abessinische und Griechische Christen,
aber dies waren nur Sklaven oder Freigelassene, welche größtenteils nie
eine nähere Kenntnis ihrer Religion gehabt hatten … Daher beschränkt sich
Mohammeds Wissen vom Christentum auf einige zum Teil absurd verdrehte
Legenden und einige sehr verwirrte Bruchstücke von Glaubenssätzen."
(Theodor
Nöldeke, Das Leben Mohammeds, Verlag Carl Rümpler, 1863, Seite 19) Zu den
Informanten darf man sicher auch Mohammeds christliche Sklavinnen
rechnen.
Die
biblischen Inhalte des Korans unterscheiden sich also von denjenigen der
Schriften der Juden und Christen grundlegend. Dazu R. Paret:
"Mohammeds Orientierung nach den
großen Offenbarungsreligionen wirkte sich auch im Inhalt seiner späteren
Verkündigungen aus. Da der Prophet glaubte, zur selben Botschaft
aufgerufen zu sein, die seinerzeit - im wesentlichen identisch - im
Judentum und Christentum verkündet worden war, hatte er Interesse daran,
möglichst viel jüdisches und christliches Gedankengut in Erfahrung zu
bringen. Den Erfolg seines Lerneifers können wir aus dem Koran deutlich
ablesen. In erster Linie waren es Geschichten von alttestamentlichen
Gottesmännern, die er ins Repertoire seiner Verkündigung aufnahm … Die
Quellen, die für diese Materialien zur Verfügung standen mögen apokryph
oder auch sektiererisch verfärbt gewesen sein."
(R. Paret,
Mohammed und der Koran, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 1980, Seite 63)
Eine
Belegstelle, wo beschrieben wird, wie Mohammed zu seinen Kenntnissen über
das Christentum gekommen ist, finden wir beim islamischen Chronisten Ibn
Ishaq. Gemäß seinem Bericht
"saß
Mohammed oft bei Merwa, bei der Bude eines jungen Christen, welcher Djebr
hieß, und Sklave … war, so daß man sagte,
Djebr lehre Mohammed vieles von
dem, was er offenbart."
(Gustav
Weil: Das Leben Mohammeds, 1. Band, Verlag J.B. Metzler,1864, Seite 194)
In diesem
Zusammenhang kam wohl umgehend folgender Koranvers hernieder, in welchem
uns Allah mitteilt, daß Mohammed sein Wissen der biblischen Geschichten
und Lehren eben nicht von weltlichen Informanten mit barbarischer Sprache
habe, wie dies die mißgünstigen Mekkaner behaupteten. Vielmehr muß es
göttlichen Ursprungs sein, weil es, wie uns vom Allmächtigen selbst
versichert wird, in Arabisch herniederkommt:
Sure 16, Vers 103:
Und wahrlich, Wir wissen auch, daß sie sprechen: "Siehe, ein Mensch lehrt
ihn." Die Sprache dessen, den sie meinen, ist barbarisch, und dies (der
Koran) ist offenkundig die arabische Sprache.
Sure 13, Vers 37:
Und demgemäß sandten Wir ihn als eine Vorschrift in arabischer Sprache
nieder. Und wahrlich, wenn du ihrem Gelüste folgtest, nachdem das Wissen
zu dir gekommen, so fändest du vor Allah weder einen Beschützer noch einen
Behüter.
Sure 39, Vers 28:
Einen arabischen Koran, in dem keine Krümme ist; vielleicht werden sie
gottesfürchtig.
In dieselbe
Richtung weisen folgende Verse, in denen Allah seinen Propheten
auffordert, den mekkanischen Spöttern zu sagen, daß der Koran von Ihm
selbst offenbart wird:
Sure 25, Vers 4: Und
es sprechen die Ungläubigen: "Dies ist nichts als eine Lüge, die er
ersonnen hat, und geholfen hat ihm ein anderes Volk"; doch äussern sie
Ungerechtigkeit und Lüge:
Sure 25, Vers 5:
Und sie sprechen: "Die Fabeln der Früheren sind es, die er aufgeschrieben
hat, und sie wurden ihm diktiert am Morgen und am Abend."
Sure 25, Vers 6:
Sprich: "Hinabgesandt hat den Koran der, welcher das Verborgene im Himmel
und auf Erden kennt; siehe, Er ist verzeihend und barmherzig."
Gemäß
Allahs Richtigstellung ist es keineswegs so, daß Mohammed Kenntnisse von
weltlichen Informanten verarbeitet hat
"geholfen hat ihm ein anderes Volk",
womit eben
die erwähnten jüdischen und christlichen Informanten gemeint sind.
Vielmehr sind alle koranischen Belehrungen göttlichen Ursprungs. Die von
den Mekkanern gemachten Vorbehalte
"Die Fabeln der Früheren sind es, die er aufgeschrieben hat, und sie
wurden ihm diktiert am Morgen und am Abend"
sind demnach
nichts als Behauptungen.
Der Koran
und die Mekkaner beurteilen den Sachverhalt also unterschiedlich. Mohammed
beharrt darauf, daß er das Wissen direkt in Offenbarungen mitgeteilt
bekommen hat, während die Mekkaner feststellen, daß sie den Gesandten
Allahs immer wieder in der Gesellschaft von Juden und Christen gesehen
hätten. Sie können keinen Unterschied zwischen seinen Reden und denen
der "Schriftbesitzer" erkennen.
Dazu R.
Paret:
"Mohammeds Selbstrechtfertigung, wie sie in
den angefügten Stellen zum Ausdruck kommt, hat seinen Gegnern schwerlich
eingeleuchtet. Wir dürfen ihr aber zum mindesten das eine entnehmen, daß
er seinerseits fest überzeugt war, das (nach unserer Ansicht christliche
und jüdische) Gedankengut des Korans in Form von wirklichen Offenbarungen
übermittelt bekommen zu haben. Die Reproduktion des von anderen
übernommenen Materials ist also in seinem Bewußtsein zu einem echten
Offenbarungserlebnis geworden."
(ebenda, Seite 64)
Wie soll man
sich das Offenbarungsgeschehen, von dem der Prophet des Islam ergriffen
war vorstellen? R. Paret beschreibt eine sehr einleuchtende Dynamik dieses
Vorganges. Er sieht einen innerpsychischen Prozeß, ähnlich dem kreativen
Geschehen, das sich auch bei Wissenschaftlern oder Künstlern ereignet:
"Jeder schaffende Künstler
glaubt eine Inspiration zu erleben, wenn es ihm in einer glücklichen
Stunde gelingt, für seine Empfindung, die ihm bis dahin nur verschwommen
vorgeschwebt hat, die schlechthin befriedigende Ausdrucksform zu finden.
Ähnlich geht es dem Gelehrten … wenn es ihm beschieden ist, ein
wissenschaftliches Problem, um das er sich lange vergeblich abgemüht hat,
zu klären und auf den ihm gemäßen Begriff zu bringen. Bei derartigen
Erlebnissen hat auch der moderne Mensch, mag er noch so aufgeklärt sein,
das Gefühl, nicht mehr aktiv schaffend, sondern passiv, d.h. empfangend zu
sein. Bezeichnenderweise spricht man in einem solchen Zusammenhang von
einem "Einfall" oder einer "Konzeption", was übrigens gleichzeitig
"Empfängnis" bedeutet. Von da aus ist es, psychologisch gesehen, nur noch
ein kleiner Schritt bis zur Eingebung oder Inspiration, wie ein Prophet
sie erlebt."
Dementsprechend kommt R. Paret zum Schluß:
"Der Sache nach mochte sein
Wissen von einem fremden Menschen stammen - in der abschließenden
Formulierung in "deutlicher arabischer Sprache" wurde es ihm neu
geschenkt, und zwar von oben, von Gott"
(ebenda,
Seite 64f):
Sure 25: Vers 6:
Sprich: "Herabgesandt hat ihn der, welcher das Verborgene im Himmel und
auf Erden kennt; siehe, Er ist verzeihend und barmherzig."
Zur
allmählich sich immer weiter entwickelnden Lehre Mohammeds führt Th.
Nöldeke aus:
"Selbst
darüber sind wir nicht sicher, wie weit Mohammed seine Lehre schon
ausgebildet hatte, als er auftrat … Jedenfalls hat er manche Satzung erst
viel später aufgestellt. Er blieb in beständigem Umgange mit Juden, von
denen er mündlich manche Aufklärungen erhielt, die er dann wieder in
seinen Offenbarungen verarbeitete. Aber nie hat er ihre heiligen Schriften
selbst gelesen. Ja er war sich in diesen frühen Zeiten des Unterschieds
seiner Lehre von derjenigen der Christen und Juden sehr wenig bewußt, und
meinte fest, die wahren Christen und Juden wären Gläubige."
(ebenda, Seite 27f)
Deshalb
spricht Allah zu den ungläubigen Mekkanern folgendes:
Sure 26, Vers 197:
Wird ihnen (den Mekkanern) denn dies kein Zeichen sein, daß ihn (Mohammed)
die Weisen der Kinder Israel erkennen?
Der Prophet
hatte also regelmäßig Kontakt zu "Leuten der Schrift" und zwar auch
solchen, die selber nie eine theologische Ausbildung erhalten, und mit
großer Wahrscheinlichkeit auch keine Schriften gelesen hatten. Wie
dargelegt, muß man annehmen, daß Mohammed unzureichend informiert wurde
und deswegen aus dem Vernommenen falsche Annahmen abgeleitet hat. Nur so
ist zum Beispiel zu verstehen, daß, wie erwähnt, Verse herabgesendet
wurden, in welchen es heisst, daß Allah Jesus das Evangelium offenbart
habe:
Sure 4, Vers 46: Und
in ihren Spuren ließen Wir folgen Jesus, den Sohn der Maria, zu bestätigen
die Tora, die vor ihm war, und Wir gaben ihm das Evangelium, darinnen eine
Leitung und ein Licht, bestätigend die Tora, die vor ihm war, eine
Leitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen.
Hier fehlte
Mohammed grundlegendes Wissen. Ihm war nicht bekannt, daß das Neue
Testament keinen einzigen Text enthält, den Jesus selber geschrieben oder
offenbart bekommen hat. Vielmehr sind die neutestamentarischen Schriften
das Ergebnis einer geschichtlichen Entwicklung, die sich über ein
Jahrhundert hingezogen hat. Mohammed war am Anfang seiner
Prophetenkarriere der Meinung, daß es sich beim Neuen Testament um eine
Offenbarung handelt, die das Alte Testament bestätigt und die mit der
koranischen Offenbarung identisch ist.
Dieselbe
Verkennung der geschichtlichen Tatsachen geht auch aus Vers 30 der Sure 19
hervor. Dort gibt der Koran Jesus sogar ein Buch und läßt ihn ausdrücklich
zum Propheten werden:
Sure 19, Vers 30: Er
(Jesus) sprach: "Siehe, ich bin Allahs Diener. Gegeben hat Er mir das Buch
und Er machte mich zum Propheten.
Gemäß R.
Paret hatte Mohammed zu Christen lange Zeit ein entspannteres Verhältnis
als zu den Juden:
"Zusammenfassend (und vergröbernd) könnte man
etwa sagen, daß er die Juden wegen ihrer Unbotmäßigkeit gegen Gott und aus
anderen Gründen moralisch verurteilt, zuweilen auch verachtet und gehaßt
hat, daß er dagegen die Christen wegen gewisser dogmatischer Behauptungen
und Fehlschlüssen rügen zu müssen glaubte."
(ebenda,
Seite 141):
Sure 5, Vers 82:
Wahrlich, du wirst finden, daß unter allen Menschen die Juden und die,
welche Allah Götter zur Seite stellen, den Gläubigen am meisten Feind
sind, und du wirst finden, daß den Gläubigen diejenigen, welche sprechen:
"Wir sind Nazarener", am freundlichsten gegenüberstehen. Solches, dieweil
unter ihnen Priester und Mönche sind, und weil sie nicht hoffärtig sind.
Die Christen
wurden anfänglich noch wohlwollend beurteilt.
Gemäß Allah
machen sie sich allerdings, indem sie, wie die Heiden auch,
"Allah Götter zur Seite stellen"
der
schlimmsten aller möglichen Sünden schuldig:
►
schirk
Alles
kann Er in seiner Huld verzeihen, außer diesem:
Sure 4, Vers 48:
Siehe, Allah vergibt nicht, daß man Ihm Götter beigesellt; doch verzeiht
Er, was außer diesem ist, wem Er will. Und wer Allah Götter beigesellt,
der hat eine gewaltige Sünde ersonnen.
Die Strafe
fällt sehr unangenehm aus:
Sure 4, Vers 59:
Siehe, wer da Unsre Zeichen verleugnet, den werden Wir im Feuer brennen
lassen. Sooft ihre Haut gar ist, geben Wir ihnen eine andre Haut, damit
sie die Strafe schmecken. Siehe Allah ist mächtig und weise.
Wie ist
das möglich? Wie kann die Wertschätzung der Lehre der Christen als
mögliches Vorbild für den Propheten selbst (wie oben empfohlen) so
grundlegend in ihr Gegenteil gekippt sein? Es ist die in Vers 48 aus Sure
4 erwähnte
„Beigesellung“,
die vom Sinn her allerdings falsch verstandene Lehre der Dreifaltigkeit
►
Trinität im
Christentum,
die
den Zorn Allahs und somit die Abwendung des Propheten provozierte.
Die
Unterscheidung (Sure 3, Verse 2 - 80)
Ein Ereignis
im Leben des Propheten, welches ihm die Unterschiedlichkeit seiner Lehre
zum Christentum klar vor Augen geführt haben muß beschreibt Ibn Ishaq.
Danach wurde Mohammed am Anfang seiner Zeit in Medina von sechzig Christen
einer Karawane aus Nadjran im Nordjemen besucht. Deren Anführer soll ein
begüterter, hoch angesehener und belesener Mann mit Namen
Abu Haritha
gewesen sein:
"Als
sie aufbrachen, um sich zu Mohammed zu begeben, setzte sich Abu Haritha
auf sein Maultier, und neben ihm ritt sein Bruder Kur, da stolperte Abu
Harithas Maultier und Kur sagte: "Möge der Entfernte straucheln!" Er
meinte damit Mohammed. Aber Abu Haritha sagte: "Mögest du straucheln!" Kur
fragte: "Und warum, mein Bruder?" "Weil er der Prophet ist, den wir längst
erwartet haben." antwortete Abu Haritha. Da fragte Kur: "Und was hält dich
fern von ihm, wenn du das weißt?" Er antwortete: "Das Verfahren unserer
Leute gegen uns, indem sie uns geehrt und geadelt und bereichert haben,
die wollen Mohammed nicht folgen, und wenn ich es täte, würden sie uns
alles entziehen, was du siehst."
(Gustav Weil: Das Leben Mohammeds, 1. Band, Verlag J.B. Metzler, 1864,
Seite 297f)
Weiter:
"Als die Christen aus Nadjran
nach Medina kamen, gingen sie zu Mohammed in die Moschee, als er das
Nachmittagsgebet verrichtete … Mohammed redete Abu Haritha an, welcher ein
Christ war, nach dem Glauben des Kaisers (von Byzanz), obgleich sie in
manchen Punkten nicht miteinander übereinstimmten. Sie sagten, wie alle
Christen, Jesus ist Gott, ein Sohn Gottes, und der dritte von drei. Sie
bewiesen, daß er Gott ist, indem er die Toten belebte, die Kranken heilte,
Verborgenes offenbarte, aus Lehm etwas wie einen Vogel schuf, und ihm
etwas einhauchte, wodurch es zum wirklichen Vogel wurde - alles dies auf
Befehl Gottes, damit es den Menschen als Zeichen diene. Sie bewiesen, daß
er ein Sohn Gottes war, indem kein Vater von ihm bekannt ist, und er schon
in der Wiege sprach, was kein Menschensohn vor ihm getan. Sie bewiesen
ferner, daß er der Dritte von drei ist, nämlich Gott, Christus und Maria,
indem es heißt: "Während doch, wenn Gott einzig wäre, es heißen müßte:
"Ich habe getan, beschlossen, befohlen, geschaffen." … Als die beiden
Priester so mit Mohammed gesprochen hatten, forderte er sie auf, Muslime
zu werden. Sie sagten: "Wir sind längst Gott ergeben." Da sagte Mohammed:
"Ihr lügt, wäret ihr Muslime, so würdet ihr nicht behaupten, Gott habe
einen Sohn, und nicht das Kreuz anbeten, und kein Schweinefleisch essen
... dann
offenbarte Allah, um diese Reden zu widerlegen den Anfang der Sura Al
Amran (Sure 3) bis über achtzig Verse derselben:
In Vers 3
weist der Allmächtige darauf hin, daß Er die Lehre der Christen nun
richtig stellt, indem Er jetzt
"die Unterscheidung"
herabsendet,
„d.h. das, welches zwischen
Wahrheit und Trug unterscheidet, in Dingen, über welche in Bezug auf
Christus und andere eine entgegengesetzte Ansicht herrscht.“
(ebenda, Seite 299):
Sure 3, Vers 2: Allah
- es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Ewigen.
Sure 3, Vers 3:
Herabgesandt hat Er auf dich das Buch der Wahrheit, bestätigend, was ihm
vorausging. Und herabsandte Er die Tora und das Evangelium zuvor als eine
Leitung für die Menschen und sandte nun die Unterscheidung.
Sure 3, Vers 4:
Siehe die, welche Allahs Zeichen verleugnen, für sie ist strenge Strafe.
Und Allah ist mächtig, ein Rächer.
Sure 3, Vers 5:
Siehe Allah - nicht ist Ihm verborgen ein Ding auf Erden und im Himmel.
Sure 3, Vers 6:
Er ist's, der euch bildet in den Mutterschössen, wie Er will. Es gibt
keinen Gott außer Ihm, dem Mächtigen, dem Weisen!
...
Es handelt
sich bei dieser "Unterscheidung" um etwa 80 Verse, die Allah alle als
Reaktion auf diese Begegnung offenbart hat. Ihr Inhalt ist zusammengefaßt
folgender:
-
Die
Versicherung des Jüngsten Tages und des Endgerichtes, wo alle
Ungläubigen abgeurteilt und der Feuerspein übergeben werden während die
Gläubigen ins Paradies eingehen.
-
Der
Versicherung und Bezeugung Allahs, daß es neben Ihm keinen anderen Gott
gibt.
-
Das Verbot
an die Gläubigen, sich Ungläubige zu Freunden zu nehmen.
-
Das
absolute Gehorsamsgebot für die Gläubigen.
-
Die
muslimische Version der Empfängnis Marias und deren Begleitumstände.
-
Die
muslimische Version vom Tod Jesu und seiner Auferstehung.
-
Die
Aufforderung an die Christen, sie sollen Allah dienen und keine Götter
neben ihm annehmen, keine Lügen aussprechen, obschon sie dies wissen und
nicht mit ihren Zungen die Schrift verdrehen.
-
Sie sollen
wieder zur Reinheit ihrer eigenen Schrift zurückkehren und damit Muslime
werden.
Nachdem
Mohammed all die empfangenen Offenbarungen den Christen ad hoc vorgetragen
hatte, forderte Allah, sprechend durch Seinen Propheten, die Christen noch
zu einer Art gegenseitigem Fluchgebet auf. Damit wurde sichergestellt, daß
die Lügner - die Vertreter des falschen Glaubens - Allahs Fluch treffen
wird:
"Denjenigen aber, welche mit dir
über ihn (Jesus) streiten, nachdem was Ich dir über ihn geoffenbart habe,
sage: "Wir wollen eure Söhne und unsere Söhne, unsere Frauen und eure
Frauen, uns selbst und euch selbst herbeirufen, und eine Verwünschung
aussprechen und Gottes Fluch über die Lügner herabrufen."
Gemäß
Bericht von Ibn Ishaq, wußten die Christen ganz genau, daß Mohammed Recht
hatte. Sie zogen sich zur Beratung zurück und teilten anschließend
Mohammed mit:
"Wir finden es gut für dich,
nicht zu verfluchen, wir lassen dich in deinem Glauben, wir bleiben bei
dem unsrigen."
(ebenda,
Seite 304)
Die
Begegnung mit den Christen der jemenitischen Karawane hat dem Propheten
die Unterschiedlichkeit der beiden Lehren also verdeutlicht. Hier stellte
sich nun ein gravierendes Problem: Mohammed hatte sich bisher auf Berichte
und Belehrungen des Alten und Neuen Testamentes berufen, wenn auch
teilweise in stark lokalkolorierter Form.
Seine
Version der Schriften mußte richtig sein, denn er hatte daraus religiöse
Inhalte generiert und eine Lehre gemacht. Er konnte sein bisher
entwickeltes Dogma nicht einfach umkippen. Er mußte es verteidigen. R.
Paret schreibt, daß der Prophet in dieser frühen Zeit in Medina eigentlich
noch Gelegenheit gehabt hätte,
"über das Judentum als Ganzes
und über viele Einzelheiten der biblischen Geschichte genauere
Erkundigungen einzuziehen und seine bisherigen, auf Grund einer
mangelhaften Orientierung gewonnenen Ansichten in einigen Punkten zu
korrigieren … Er fand sich wohl dazu bereit, sein Wissen um den Inhalt der
früheren Offenbarungsreligionen zu ergänzen. Aber von seiner - objektiv
betrachtet - fehlerhaften Ansicht über gewisse heilsgeschichtliche
Grundtatsachen ist er nicht mehr abgegangen. Und das ist verständlich.
Wer sich im fünften Jahrzehnt seines Lebens unter vielerlei Kämpfen und
Anfeindungen ein weltanschauliches System zurechtgedacht und mit der
Leidenschaftlichkeit des Rechtgläubigen auch nach außen hin vertreten hat,
wird im sechsten Jahrzehnt kaum mehr so elastisch sein, um sich - auf
Grund eines neu oder genauer erkannten Sachverhaltes - eines Besseren
belehren zu lassen."
Und
weiter:
"Die Übernahme und Aneignung von Stoffen christlicher und jüdischer
Herkunft birgt ein psychologisches Problem in sich. Schon die heidnischen
Mekkaner haben daran Anstoß genommen."
(ebenda, Seite 63f) Anstatt sich damit zufrieden zu geben, eine andere,
neue Religion zu stiften, und ein unabhängiges Dogma auszuformulieren,
mußte Mohammed die Unterschiedlichkeit seiner Lehre verteidigen. Es blieb
ihm also gar nichts anderes übrig, als die Schrift der Christen und ihre
daraus gezogenen Lehren als unwahr zu erklären.
Verfälschung der Schrift
T. Nagel
skizziert im folgenden Zitat die in Sure 3, Vers 78 gemachte Behauptung
der Verfälschung der Schrift, die ja eben die im vorangehenden Kapitel
beschriebene „Unterscheidung“ nötig machte:
Sure 3, Vers 78: Und
siehe, wahrlich ein Teil ist unter ihnen, der mit seinen Zungen die
Schrift verkehrt, damit ihr es für einen Teil der Schrift haltet, während
es nicht zur Schrift gehört. Und sie sprechen: "Es ist von Allah"; jedoch
ist es nicht von Allah, und sie sprechen eine Lüge wider Allah, obwohl sie
es wissen.
und die nach
Mohammeds Tod ausformulierte islamische Argumentation, wonach die
koranische Botschaft deshalb gültiger sei, weil "sie nicht durch viele
Hände gegangen" sei:
"Diese jetzt ergangene
Offenbarung (der Koran) zeichnet sich gegenüber den älteren durch einen
unschätzbaren Vorzug aus: Wie sie jetzt vorgetragen wird, fließt sie
unmittelbar und rein aus der göttlichen Eingebung. Die Juden und Christen
sind dagegen gezwungen, auf schriftliche Aufzeichnungen zurückzugreifen,
die bereits durch viele Hände gegangen sind und daher den ursprünglichen
Inhalt des Gotteswortes nur getrübt oder gar entstellt bewahren. Aus der
Unmittelbarkeit, mit der die Offenbarung Mohammed zuströmt, leitet sich
die ungleich höhere Autorität des an ihn ergangenen und von ihm
vorgetragenen Wortes ab. Das vom Propheten Allahs vorgetragene Wort ist im
Streit mit den Schriftbesitzern deshalb in jedem Fall das bessere
Argument."
(T.
Nagel: Der Koran, Seite 130, Verlag C.H. Beck, München, 2002).
Wie ist nun
eine Schriftverfälschung möglich, wo sie doch dieselbe Offenbarung
erhalten haben? Sure 2, Vers 159 und 160 bestätigen Allahs Wissen um die
Verfälschung der Schrift:
Sure 2, Vers 159:
Diejenigen, die verheimlichen, was wir an klaren Beweisen und Rechtleitung
hinabgesandt haben, nachdem wir es den Menschen in der Schrift klargemacht
haben, werden von Gott verflucht und von allen denen, die überhaupt
verfluchen können,
Sure 2, Vers 160:
ausgenommen diejenigen, die umkehren und sich bessern und klarmachen was
ihnen offenbart worden ist, anstatt es zu verheimlichen. Ihnen wende ich
mich gnädig wieder zu. Ich bin ja der Gnädige und Barmherzige.
(Übersetzung
nach R. Paret)
Auch Vers 48
aus Sure 5 bestätigt die Verfälschung:
Sure 5, Vers 48: Und
Wir sandten hinab zu dir das Buch der Wahrheit, bestätigend, was ihm an
Schriften vorausging, und Amen darüber sprechend. Darum richte zwischen
ihnen nach dem, was Allah hinabsandte, und folge nicht ihren Gelüsten,
abweichend von der Wahrheit, die zu dir gekommen. Jedem von euch gaben Wir
eine Norm und eine Heerstrasse.
Gemäß diesem
Vers
"Wir sandten hinab zu dir das
Buch der Wahrheit, bestätigend, was ihm an Schriften vorausging"
ist der Koran eigentlich die Bestätigung dessen, was schon früher
offenbart wurde. Die Christen sollen also die ursprüngliche Wahrheit in
Form einer Offenbarung erhalten haben. Wie T. Nagel ausführt, geht die
islamische Doktrin davon aus, daß die Schriften der "Schriftbesitzer"
pervertiert worden sind, und zwar, wie wir sehen werden so sehr, daß von
der ursprünglichen Botschaft fast nichts mehr übrig geblieben ist.
Interessanterweise haben die Christen ausgerechnet die Stelle, wo Mohammed
angeblich angekündigt wird
►
Ankündigung
Mohammeds in der Bibel
jedoch
nicht aus ihren Schriften entfernt.
Was umfaßt
denn überhaupt die "fehlerhafte" biblische Überlieferung? Um diese Frage
zu beantworten, macht es Sinn, die von der Bibel abweichenden Lehren des
Koran kurz (und vereinfachend) zu beleuchten: Er beinhaltet veränderte
Prophetengeschichten und fügt welche hinzu, die in der Bibel nicht erwähnt
werden. Zudem werden sowohl eine andere Version des Kreuzestodes als auch
eine andere Auffassung von Trinität vertreten. Darüber hinaus enthält das
heilige Buch der Muslime vor allem genaue Regeln, welche die erlaubten und
verbotenen Speisen, den Ritus des Gebetes, die Almosen, die Wallfahrt zur
Kaaba und das Fasten betreffen. Ferner wird der Umgang mit Sklaven, die
Blutrache, die Ungleichbehandlung der Frau sowie das Erb- Straf- und
Scheidungsrecht geregelt. Die unbedingte Forderung zum Einsatz für den
Glauben "mittels Gut und Blut"
►
jihad,
die Verpflichtung,
►
Apostaten
zu bestrafen
und die Anweisungen zur Schutzgelderpressung
►
dhimmitude und
Schutzgelderpressung
runden
das Register der Gebote ab.
Man kann
feststellen:
Die Schriften
der Christen unterscheiden sich von den koranischen Lehren grundsätzlich
und in ihrer Substanz.
Denn zu
den oben aufgeführten Themen steht im Neuen Testament entweder nichts oder
etwas dem Koran diametral Widersprechendes. Alle oben erwähnten
Glaubensinhalte und Gebote wären somit also in den Schriften der Christen
verfälscht oder entfernt und durch eine völlig andere Lehre ersetzt worden.
Dazu hätte
es eines koordinierten intellektuellen Kraftaktes bedurft. Wenn wir
annehmen, daß die Juden und Christen die gleiche Offenbarung erhalten
haben wie sie an die Muslime Jahrhunderte später wieder erging, dann hätte
diese Botschaft grundlegend umgeschrieben werden müssen. Eine sehr
umfangreiche Arbeit wäre dafür nötig gewesen, sie ist in keinen
historischen Belegen dokumentiert. Bleibt noch die Frage, weshalb die
Schriften derartig grundlegend hätten umgeschrieben werden sollen: es ist
kein Sinn erkennbar.
Der koranische
Vorwurf der Schriftverfälschung ist nicht nur unpräzise, was den Umfang
der den "Schriftbesitzern" angelasteten Verfälschungen angeht, er ist auch
inhaltlich aussichtslos.
Als Beispiel
von Korruption der Bibel sei noch der nachfolgende Kampfbefehl aufgeführt,
von dem der Koran behauptet, er wäre schon im Evangelium gestanden. Folgen
wir dem Theorem der Schriftverfälschung, ist er von den Christen aus ihrer
Schrift entfernt worden.
Sure 9, Vers 111:
Siehe Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies
erkauft. Sie sollen kämpfen in Allahs Weg und töten und getötet werden.
Eine Verheißung hierfür ist gewährleistet in der Tora, im Evangelium und
im Koran; und wer hält seine Verheißung getreuer als Allah? Freut euch
daher des Geschäfts, das ihr abgeschlossen habt; und das ist eine große
Glückseligkeit.
Es ist einer
der vielen Irrtümer Mohammeds über die Bücher der "Leute der Schrift", daß
er angenommen hat, derartig platte und gewalttätige Konzepte wären dort
als Pflicht für die Gläubigen aufgeführt.
Wie
dargelegt, unterscheiden sich die Lehren viel grundsätzlicher, als „die
Unterscheidung“ in Sure 3 glauben macht. Insbesondere beinhaltet die
islamische Lehre durch all die oben aufgeführten Bestimmungen mit
Gesetzescharakter eine Vielzahl von präzise ausformulierten Geboten, die
einer christlichen Ethik widersprechen.
Die
"Mutter der Schrift"
Jetzt aber,
wo die Differenz eindeutig festgestellt war, mußte der Prophet den Beweis
für die Richtigkeit der Offenbarung Allahs liefern. Wie? Woher nahm
Mohammed denn die Gewißheit, daß seine Lehre die
letzte
wahre
und
gültige
ist?
Folgende
Verse sind der Beweis:
Sure 13, Vers 39:
Allah löscht aus und bestätigt, was Er will, und bei Ihm ist die Mutter
der Schrift.
Sure 43, Vers 4:
Und siehe, es ist die Mutter der Schrift bei Uns - wahrlich ein hohes, ein
weises.
Sure 56, Vers 77:
Siehe, es ist wahrlich ein edler Koran
Sure 56, Vers 78:
In einem verborgenen Buch.
Sure 56, Vers 79:
Nur die Reinen sollen ihn berühren!
Sure 56, Vers 80:
Eine Hinabsendung von dem Herrn der Welten!
Sure 85, Vers 21:
Ja, es ist ein ruhmvoller Koran
Sure 85, Vers 22:
Auf verwahrter Tafel.
Dazu R.
Paret:
"Die Vorstellung, daß
Offenbarung und heilige Schrift irgendwie zusammengehören, hat sich bei
Mohammed im Laufe der Zeit immer mehr festgesetzt … Und aus dieser These,
daß alle Offenbarung dem Inhalt nach identisch sei, ergab sich schließlich
als letzte Folgerung die Vorstellung von einer bei Gott befindlichen
Urschrift,
aus der jeweils einzelne Teile, in arabische Sprache umgesetzt,
"eingegeben" oder "herabgesandt" werden."
(ebenda,
Seite 60) In diesem Sinne informiert Allah Seinen Propheten:
Es handelt sich
dabei um das bei Allah aufbewahrte, seit Ewigkeit existierende Original
des Korans. Er ist die korrekt offenbarte Version, der im Himmel
aufbewahrten schriftlich fixierten "Mutter der Schrift".
Die Behauptung
der sich
seit Urzeiten bei Allah befindlichen Mutter der Schrift,
welche die vollständige und korrekte Botschaft enthält (das heißt
alle Verse, die Mohammed zu offenbaren hatte) impliziert, daß die
Korruption der Testamente durch die Juden und Christen Teil des göttlichen
Planes war. Sonst hätte sie ja nicht richtig gestellt werden müssen. Mit
anderen Worten hätten alle diese Verse mangels realer Relevanz nicht
offenbart werden brauchen, was ja wiederum nicht möglich war, da sie
alle seit Ewigkeit dafür vorgesehen waren, herniedergesendet zu
werden. Die logischen Implikationen, die sich aus dem Theorem der
Himmlischen Urschrift ergeben, sind unübersehbar und kaum zu beheben.
►
Die
Urschrift
Der
einige Gott
Gemäß Koran
waren die Rechtgläubigen schon vor Mohammeds Sendung Muslime. Dies belegt
unter anderen Sure 27, wo die Geschichte von König Salomon erzählt wird.
Auch er war ein Muslim. Er ließ der Königin von Saba, deren Volk abgeirrt
war und die Sonne anbetete, einen Brief überbringen, in welchem er ihr
androhte:
Sure 27, Vers 31:
Erhebt euch nicht wider mich, sondern kommt als Muslime zu mir.
In
gleicher Weise werden die alttestamentarischen Propheten von Allah für
Seinen Glauben vereinnahmt:
Sure 5, Vers 44:
Siehe, hinabgesandt haben Wir die Tora, in der sich eine Leitung und ein
Licht befinden, mit der die Propheten, welche Muslime waren, die Juden
richteten; und die Rabbiner und Lehrer richteten nach dem Buche Allahs,
was ihrer Hut anvertraut ward und das sie bezeugten. Drum fürchtet nicht
die Menschen, sondern fürchtet Mich und verkaufet nicht Meine Zeichen um
geringen Preis. Und wer nicht richtet nach dem, was Allah hinabgesandt hat
- das sind Ungläubige.
Auch die
Jünger Jesu werden posthum zu Muslimen gemacht, Allah erzählt, wie Er zu
ihnen gesprochen hat:
Sure 3, Vers 52: Und
als Jesus ihren Unglauben wahrnahm, sprach er: "Welches sind meine Helfer
zu Allah hin?" Es sprachen die Jünger: "Wir sind Allahs Helfer; wir
glauben an Allah, und bezeug, daß wir Muslime sind … "
Sure 5, Vers 111:
Und als Ich den Jüngern inspirierte: "Glaubet an Mich und an Meinen
Gesandten" Sie sprachen: "Wir glauben, und sei Du Zeuge, daß wir Muslime
sind."
Folgerichtig
läßt der Koran Mohammed zu den Christen sprechen:
Sure 21, Vers 108:
Sprich: "Mir ward nur offenbart, daß euer Gott ein einiger Gott ist. Wollt
ihr drum Muslime sein?"
Sure 2, Vers 139:
Sprich: "Wollt ihr mit uns rechten über Allah, wo Er unser und euer Herr
ist? Wir haben unsere Werke, und ihr habt eure Werke, und wir sind
aufrichtig zu Ihm."
Es hat, in
logischer Schlußfolgerung, immer schon nur
den einen
Gott
gegeben, und das ist der muslimische Allah. Da es also nur diesen einigen
Gott gibt, beten Ihn auch Christen an.
►
Beten Christen
und Muslime den gleichen Gott an?
Sie
tun dies aber in Verkennung des richtigen Glaubens. Muslime sollen diesen
Gott um Hilfe anflehen, wenn Christen
"Äußerungen"
von sich geben. Ihre Reden müssen derartig verwerflich sein, daß der
Rechtgläubige göttlichen Beistand braucht:
Sure 21, Vers 112:
Sprich: "Mein Herr, richte Du in Wahrheit!" Und unser Herr ist der
Erbarmer, der um Hilfe wider eure Äußerungen Anzuflehende.
Die gleiche
Botschaft
Wie
wir gesehen
haben, war Mohammed anfänglich der Meinung, seine Lehre wäre in
Übereinstimmung mit den Botschaften, die schon vor ihm offenbart wurden:
Sure 3, Vers 84:
Sprich: "Wir glauben an Allah und was auf uns herabgesandt ward, und was
herabgesandt ward auf Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und die
Stämme, und was gegeben ward Moses und Jesus und den Propheten von ihrem
Herrn; wir machen keinen Unterschied zwischen einem von ihnen, und Ihm
sind wir ergeben.
Allah
gebietet Seinen Gläubigen sogar noch in Medina, die Schriften der
"Schriftbesitzer" genau so zu beachten wie den Koran. Allerdings muß man
annehmen, daß die unverfälschte Version gemeint ist:
Sure 4, Vers 136: O
ihr, die ihr glaubt, glaubet an Allah und Seinen Gesandten und an das
Buch, das Er auf Seinen Gesandten herabgesendet hat, und die Schrift, die
Er zuvor herabkommen ließ. Wer nicht glaubt an Allah und Seine Engel und
die Schriften und Seine Gesandten und an den Jüngsten Tag, der ist weit
abgeirrt.
Mohammed
verstand den Unterschied zwischen Christentum und Judentum nicht. Dazu R.
Paret:
"Der Prophet hatte ursprünglich
sowohl das Judentum als auch das Christentum als gleichberechtigte, im
wesentlichen identische und mit dem Islam übereinstimmende Religionen
anerkannt, wurde dann aber von Juden und Christen in dieser seiner
Voraussetzung enttäuscht und mußte nunmehr versuchen, die tatsächlichen
Gegebenheiten mit seinem heilsgeschichtlichen Weltbild in Einklang zu
bringen."
(ebenda, Seite 140)
Dazu sandte
Allah verschiedene Ergänzungen hernieder. Mohammed hatte, wenn auch in
starker Abweichung, dieselben biblischen Legenden und Gestalten verwendet
wie die Juden und Christen, daraus aber eine völlig andere Lehre
entwickelt. Logischerweise mußten die "Leute der Schrift" ihre
Offenbarung umgeschrieben, und dann daraus ein falsches Glaubenssystem
abgeleitet haben.
Die
Verstrickung, die sich durch die Behauptung von der Gleichheit der Lehren
ergibt, läßt sich in der Tat nur dadurch auflösen, daß Mohammed behauptet,
alle Bücher der "Leute der Schrift" müßten (mindestens ursprünglich)
dasselbe enthalten haben, was auch im Koran steht. Dazu Ibn Ishaq, welcher
berichtet, daß in Medina einige Juden zu Mohammed kamen
"und
fragten, an welche Gesandten er glaube. Mohammed sagte: "Ich glaube an
Gott, an das, was uns geoffenbart worden ist, so wie an das, was Abraham,
Ismael, Isak, Jakob und den Stämmen geoffenbart worden ist, ferner was
Moses, Christus und anderen Propheten gegeben worden ist, wir machen
keinen Unterschied zwischen ihnen, und sind gottergeben." Als er auch
Christus erwähnte, leugneten sie sein Prophetentum und sagten: "Wir
glauben nicht an Christus und an den, welcher an ihn glaubt. Hierauf
offenbarte Allah folgenden Vers:
(ebenda,
Seite 294)
Sure 5, Vers 68:
Sprich: "O Volk der Schrift, ihr fußet auf nichts, ehe ihr nicht erfüllet
die Tora und das Evangelium und was hinabgesandt ward zu euch von eurem
Herrn." Und wahrlich, vermehren wird vielen von ihnen, was hinabgesandt
ward zu dir von Deinem Herrn, die Widerspenstigkeit und den Unglauben; und
betrübe dich nicht über die Ungläubigen.
Mohammed
hatte, gemäß Ibn Ishaq, mit oben erwähntem Vers 68 aus Sure 5 geantwortet,
womit er die Juden aushebelte, weil sie Christus nicht anerkennen. Wahre
Gläubige haben jedoch die Botschaft aller Gesandten anzuerkennen,
eigentlich aber nur die von Mohammed überbrachte Lehre, denn sie ist die
einzige, die nicht verfälscht und unvollständig ist:
Sure 4, Vers 150:
Siehe die, welche nicht an Allah glauben und an Seine Gesandten und einen
Unterschied machen wollen zwischen Allah und Seinen Gesandten und
sprechen: "Wir glauben an einige und glauben an andere nicht", und einen
Weg dazwischen einschlagen wollen.
Sure 4, Vers 151:
Jene sind die wahren Ungläubigen, und den Ungläubigen haben wir schändende
Strafe bereitet.
Sure 4, Vers 152:
Die aber an Allah glauben und an Seine Gesandten und zwischen keinem von
ihnen einen Unterschied machen, wahrlich, jenen werden Wir ihren Lohn
zahlen; und Allah ist verzeihend und barmherzig.
Die obigen
drei Verse sind ist ein weiterer Hinweis auf Allahs Unterstellung,
Judentum, Christentum und Islam enthielten, wenn nicht verfälscht oder
mißverstanden, eigentlich die gleiche Botschaft. Das wird auch in
folgendem Vers behauptet:
Sure 5, Vers 69:
Siehe die Gläubigen und die Juden und die Sabäer und die Nazarener - wer
da glaubt an Allah und an den Jüngsten Tag und das Rechte tut -, keine
Furcht soll über sie kommen, und nicht sollen sie traurig sein.
Damit wird
der Unterschied von Islam, „richtigem“ Judentum und „richtigem“
Christentum aufgehoben. Folgerichtig bestätigt Allah die Verurteilung der
Christen - die ja eigentlich Muslime sind, wenn sie ihren eigenen Glauben
nur zutreffend verstünden, und die Vervollständigung und Korrektur durch
die koranische Lehre annehmen würden - in weiteren Versen:
Sure 3, Vers 4: Siehe
die, welche Allahs Zeichen verleugnen, für sie ist strenge Strafe. Und
Allah ist mächtig, ein Rächer.
Sure 2, Vers 159:
Siehe, sie die etwas verbergen von dem, was Wir herabsandten an deutlichen
Zeichen und Leitung, nach dem, was wir deutlich kundtaten den Menschen in
der Schrift, verfluchen wird sie Allah, und verfluchen werden sie die
Fluchenden.
Sure 6, Vers 159:
Siehe, diejenigen, die ihren Glauben spalteten und zu Sekten wurden, mit
ihnen hast du nichts zu schaffen. Ihre Sache steht Allah anheim. Alsdann
wird Er ihnen verkünden, was sie getan.
Sure 8, Vers 22:
Siehe, schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Tauben und Stummen, die
nicht begreifen.
Sure 8, Vers 23:
Und hätte Allah etwas Gutes in ihnen gekannt, wahrlich, Er hätte sie hören
lassen. Aber hätte Er sie auch hören lassen, wahrlich, sie hätten sich
abgekehrt und weggewendet.
Ausserkraftsetzung und Versuchung
Was sollen
Muslime nun mit den "Schriftbesitzern" und ihrer verfälschten Lehre
machen? Gemäß Vers 48 aus Sure 5 sind die Gläubigen dazu angehalten, nicht
den
"Gelüsten"
der
Christen
"abweichend von der Wahrheit"
folgen:
Sure 5, Vers 48: Und
Wir sandten hinab zu dir das Buch der Wahrheit, bestätigend, was ihm an
Schriften vorausging, und Amen darüber sprechend. Darum richte zwischen
ihnen nach dem, was Allah hinabsandte, und folge nicht ihren Gelüsten,
abweichend von der Wahrheit, die zu dir gekommen. Jedem von euch gaben Wir
eine Norm und eine Heerstrasse.
In Sure 5,
Vers 15, wird noch prägnanter gefordert, unpassende Gebote doch einfach
"zu übergehen"
Sure 5, Vers 15: O
Volk der Schrift, nunmehr ist Unser Gesandter zu euch gekommen, euch
vieles von der Schrift kundzutun, was ihr verbargt, und um vieles zu
übergehen. Gekommen sind nunmehr zu euch von Allah ein Licht und ein
klares Buch.
Es
erscheint naheliegend, daß die Muslime ausdrücklich davor gewarnt werden
müssen, sich mit Juden oder Christen zu befreunden, es droht Versuchung
und Irritation
►
fitna
Sure 3, Vers 28:
Nicht sollen sich die Gläubigen die Ungläubigen zu Beschützern nehmen,
unter Verschmähung der Gläubigen. Wer solches tut, der findet von Gott in
nichts Hilfe - außer ihr fürchtet euch vor ihnen. Beschützen aber wird
euch Allah selber, und zu Allah geht die Heimkehr.
Sure 5, Vers 51:
O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Juden und Christen zu
Freunden, sie sind untereinander Freunde, und wer von euch sie zu Freunden
nimmt, siehe, der ist von ihnen. Siehe, Allah leitet nicht die ungerechten
Leute.
Ein Muslim,
der diese Gebote übertritt, gewärtigt am Jüngsten Tag die verdiente
Strafe:
Sure 4, Vers 144: O
ihr, die ihr glaubt, nehmt nicht die Ungläubigen zu Freunden vor den
Gläubigen. Wollt ihr etwa Allah offenkundige Gewalt über euch geben?
Eine weitere
Antwort darauf, wie Muslime mit Christen umgehen sollen findet sich in:
http://www.islaminstitut.de/Nachrichtenanzeige.55+M5f939815895.0.html
Mission und
Schutzgelderpressung
In Mekka war
es noch geboten, Christen, Juden und auch Ungläubige friedlich zum neuen
Glauben einzuladen
►
da'wa:
Sure 31, Vers 23: Wer
aber ungläubig ist, dessen Unglauben bekümmere dich nicht; zu Uns ist ihre
Rückkehr, und verkünden wollen Wir ihnen ihr Tun. Siehe, Allah kennt das
Innerste der Brüste.
Sure 42, Vers 15:
Und darum lade ein und verhalte dich wohl, wie dir geheißen ward, und
folge nicht ihren Gelüsten und sprich: "Ich glaube an das Buch, das Allah
hinabgesandt hat, und geheißen ward mir, gerecht zwischen euch zu richten.
Allah ist unser Herr und euer Herr; uns sind unsere Werke und euch sind
eure Werke; kein Streit sei zwischen uns und euch. Allah wird uns
versammeln, und zu Ihm ist der Heimgang."
Einer in
diesem Zusammenhang am häufigsten bemühter Koranvers, welcher islamische
Toleranz gegenüber anderen Glaubensbekenntnissen demonstrieren soll,
findet sich in:
Sure 2, Vers 256: "Es
gibt keinen Zwang im Glauben. Klar ist nunmehr unterschieden das Recht vom
Irrtum; und wer den Tagut (Unglaube) verleugnet, und an Allah glaubt, der
hält sich an der stärksten Handhabe, in der kein Spalt ist; und Allah ist
hörend und wissend."
R. Paret
vergleicht diesen Vers mit folgenden Versen gleicher Aussage:
Sure 10, Vers 99:
"Und wenn Dein Herr gewollt hätte, so würden alle auf der Erde insgesamt
gläubig werden. Willst du etwa die Leute zwingen, gläubig zu werden?"
Sure 12, Vers 103:
"Und die meisten Menschen, wie sehr du es auch begehrst, glauben nicht."
Sure 16, Vers 37:
"Wenn du, o Mohammed, auch ihre Leitung begehrst, siehe, so leitet Allah
doch die, welche Er irreführen will, und sie finden keinen Helfer."
und kommt
zum Schluß:
"Der Passus soll demnach nicht
besagen, daß man niemand zum Glauben zwingen darf (wie nach der üblichen
Deutung), sondern daß man niemand dazu zwingen kann; das heißt, er predigt
nicht Toleranz, sondern weist darauf hin, daß der Bekehrungseifer des
Propheten infolge der menschlichen Verstocktheit weitgehend zur
Erfolglosigkeit verurteilt ist."
(Digitale
Bibliothek: R. Paret, Der Koran, Kommentar zu Sure 2, S. 1212, Verlag W.
Kohlhammer).
So viel zur
Situation in Mekka.
►
Islamische Toleranz
Im oben
zitiertem Vers 15 aus Sure 42 gebietet Allah Seinem Propheten betreffend
den Christen
"gerecht zwischen euch zu richten".
Was
Gerechtigkeit ist, müßte Mohammed ja auf Grund der an ihn ergangenen
Offenbarung wissen. Allein - der koranische Gerechtigkeitsbegriff
unterliegt, entsprechend der Entwicklung der Vita des Propheten, einer
fortwährenden Veränderung. Die von Allah festgelegte und von Seinem
Propheten umgesetzte Gerechtigkeit ist, wie in den oben erwähnten Versen
aus der mekkanischen Periode, eine andere als sie in Medina sein wird.
Es liegt ein
klassisches Beispiel von
►
Abrogation
vor. In Mekka gebietet Allah seinem Propheten noch, mit den Christen nicht
offen zu streiten und behält sich ihre Bestrafung selber vor. In Medina
werden die Christen (und Juden) dann zu Bürgern zweiter Klasse, zu
Schutzbefohlenen (dhimmis) erklärt, die nur überleben können, wenn sie
sich der Tributerpressung
►
giziya
unterwerfen.
Damit wurde eine Dreiklassengesellschaft installiert:
-
Rechtgläubige (Muslime)
-
Schriftbesitzer (Christen, Juden, Zoroastrier)
-
Ungläubige
(Animisten, Buddhisten, Hindus, Taoisten, Atheisten etc.)
►
Der "wirkliche"
Mohammed, islamische Dualität und die absolute Unterwerfung
Islamische
Toleranz divergiert mit dem seit der Aufklärung geltenden und in der
Erklärung der Menschenrechte definierten Toleranzbegriff grundsätzlich. Er
wird auf eine eigene Weise definiert: Schriftbesitzer werden als
Schutzbefohlene innerhalb der islamischen Gemeinde geduldet, solange sie
sich der Schutzgelderpressung unterwerfen, Ungläubige hingegen sollen
liquidiert werden.
Allahs
Offenbarungen gipfeln jetzt in unmißverständlichen Kampfbefehlen sowie in
direkter Verfluchung:
Sure 9, Vers 29:
Kämpfet wider jene von denen, welchen die Schrift gegeben ward, die nicht
glauben an Allah und an den Jüngsten Tag und nicht verwehren, was Allah
und Sein Gesandter verwehrt haben, und nicht bekennen das Bekenntnis der
Wahrheit, bis sie den Tribut aus der Hand gedemütigt entrichten.
Sure 9, Vers 30:
Und es sprechen die Juden: "Uzair (Esra) ist Allahs Sohn" Und es sprechen
die Nazarener: "Der Messias ist Allahs Sohn." Solches ist das Wort ihres
Mundes. Sie führen ähnliche Reden wie die Ungläubigen von zuvor. Allah
schlag sie tot! Wie sind sie verstandeslos!
In diesem
Vers wird den Juden unterstellt, sie würden den Propheten Esra für Gottes
Sohn halten. Das ist inhaltlich falsch, auch wenn diese Behauptung in
einer göttlichen Offenbarung herniederkommt. Im Übrigen wird hier
deutlich, daß nicht nur Offenbarungen Allahs in die Endredaktion des
Korans Eingang gefunden haben sondern auch die Bitte Mohammeds, Allah
solle die Juden und Christen totschlagen.
Epilog
Wir sind
betreffend Fehlerhaftigkeit der christlichen Lehre mit drei verschiedenen
Aussagen konfrontiert, die allerdings nicht in logische Übereinstimmung
zu bringen sind oder sich sogar gegenseitig widersprechen:
-
Die
Christen haben ihre Schriften verfälscht.
-
Was in
ihren Schriften überliefert ist, wird, wo nötig, durch anders lautende
koranische Botschaften berichtigt und außer Kraft gesetzt.
-
Alle
Monotheisten beten Allah an, Christen tun dies aber auf der Basis einer
pervertierten und unvollständigen Lehre.
Im Übrigen ist
es völlig irrelevant, welche Inhalte verfälscht wurden und welche weiteren
Gebote und Anweisungen einfach außer Kraft gesetzt werden müssen. Man
braucht sich nicht weiter damit zu beschäftigen. Denn der letztendlich
gültige göttliche Wille wird ja nun durch Mohammed verkündet worden:
Sure 5, Vers 19: O
Volk der Schrift, gekommen ist nunmehr zu euch Unser Gesandter, euch
aufzuklären über das Ausbleiben der Gesandten, damit ihr nicht sagt: "Zu
uns kommt weder ein Freudenbote noch ein Warner." Und gekommen ist nun zu
euch ein Freudenbote und ein Warner, und Allah hat Macht über alle Dinge.
Gemäß
koranischer Aussage hat das
„Volk der Schrift"
also einen defizitären Glauben, der mit der Ankunft des Islam als überholt
und sinnentleert zu betrachten ist:
Sure 3, Vers 110: Ihr
seid die beste Gemeinde, die für die Menschen entstand. Ihr heißet was
Rechtens ist und ihr verbietet das Unrechte und glaubet an Allah. Und wenn
das Volk der Schrift geglaubt hätte, wahrlich, es wäre gut für sie
gewesen! Unter ihnen sind Gläubige, aber die Mehrzahl von ihnen sind
Frevler.
Der Islam bezieht
einen wesentlichen Teil seiner Selbstdefinition und Rechtfertigung daraus,
andere Religionen für sich in Beschlag zu nehmen, sie umzudeuten und die
Auslöschung oder Unterwerfung ihrer Vertreter zu fordern.
Das Einmalige am
islamischen Dogma ist nicht die Überzeugung, die allein selig machende
Wahrheit zu verkünden. Das hat der Islam mit anderen Religionen gemein.
Das Einmalige am islamischen Dogma ist, daß es sowohl Christentum als auch
Judentum usurpiert, für sich vollständig in Beschlag nimmt, sie gleichsam
aushöhlt und die ihnen innewohnende eigene Botschaft leugnet. Das dazu
verwendete Mittel ist einerseits die Diffamierung dieser Religionen und
andererseits die permanente Taktik, ihre Vertreter als arme oder gar
bösartige, jedenfalls aber renitente und irregeleitete Kreaturen
darzustellen, welche sich der wunderbaren neuen Offenbarung widersetzen.