Auftragsmorde an politischen Gegnern
Auftragsmord – gedungene Mörder
- Liquidierung mißliebiger Gegner - Lynchjustiz - Aufruf zu Genozid -
alles angeordnet und ausgeführt unter der
Oberaufsicht Mohammeds.
Widerspruch,
Unglaube, Zurückweisung
der Einladung zum Islam sowie Kritik am Dogma werden mit Mord beantwortet.
Wie ist das möglich?
Die Antwort ist einfach. Es ist
die Vorbildfunktion des Propheten: seine Rechtleitung ist unhinterfragt
und unhinterfragbar:
“Propheten
sind von Gott auserwählte Menschen, die durch Offenbarung Gottes Vorbild
für eine Familie, einen Stamm oder ein Volk sind und den Menschen ein
Ideal vorleben. Ein Prophet ist dadurch eine gelebte Offenbarung.
Propheten zeichnen sich u.A. dadurch aus, daß sie durch die Gnade Gottes
und Selbstläuterung fehlerfrei sind, obwohl sie wie alle Menschen fehlbar
erschaffen wurden. Ihre vollständige Ergebenheit in Gott bewirkt
allerdings, daß sie keine Fehler begehen...“
(Quelle:
http://www.eslam.de/begriffe/p/prophet.htm)
Die Liquidierung
von ideologischen Gegnern im Islam ist demnach nicht
nur rechtens sondern sie entspricht auch dem Willen Allahs.
► Mohammeds
Handlungen sind von Allah göttlich legitimiert
Die absolute Gleichschaltung
muss erreicht werden, koste es auch beliebig viele
Menschenleben – wobei wir darauf
hinweisen, daß es sich bei Ungläubigen nicht um Menschen, sondern um
subhumane Wesen handelt.
► Das Bild des
Ungläubigen (Kafir) im Islam
►
Video
1 ►
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2
Bevor wir uns den Ereignissen
im Einzelnen zuwenden lohnt sich ein kurzer Ausblick auf die persönliche
Disposition des Propheten zu Gewalt.
Sie zeigt sich
eben nicht in den unten dargestellten Mordaufrufen, denn Mohammed, als
rechtgeleiteter und damit fehlerfreier Prophet, hat sie ja alle
durchwegs im Sinne Allahs angeordnet – gleichsam als dessen Werkzeug.
Vielmehr wird sie zum
Beispiel anlässlich eines Ereignisses sichtbar, von welchem Ibn Ishaq
berichtet. Während der Schlacht am Berge Uhud ist ein Onkel Mohammeds,
Hamza, von den Quraisch getötet worden, worauf
äußerst heftige Racheimpulse vom Propheten Besitz ergriffen:
„Mohammed ging selbst, um Hamza aufzusuchen, und er fand ihn im Inneren
des Tales, die Leber aus dem Leibe geschnitten, er war ganz verstümmelt,
mit abgeschnittenen Ohren und Nase. Als Mohammed dies sah, sagte er
‚Verleiht mir Gott irgendwo Sieg über die Quraisch, werde ich dreißig der
ihrigen verstümmeln.’ Als die Gläubigen Mohammeds Schmerz und Grimm über
die Misshandlung seines Oheims sahen, sagten sie: ‚Wenn uns Gott dereinst
Sieg verleiht, wollen wir sie in einer Weise verstümmeln, wie es noch nie
unter Arabern vorgekommen ist.’ Als Mohammed so vor Hamza stand, sagte er:
‚Bei Gott, es ist mir nie ein ähnliches Unglück widerfahren, ich war nie
in einer schmerzlicheren Lage als diese.’ Dann fuhr er fort: ‚Gabriel ist
zu mir gekommen und hat mir mitgeteilt, Hamza sei unter den Bewohnern der
sieben Himmel, dort stehe geschrieben: Hamza, Sohn des Abd Almuttalib, der
Löwe Gottes und Seines Gesandten.’“
(Weil, 2. Band,
Seite 32)
Mohammed hatte betreffend der arabischen
Usanz der Verstümmelung von getöteten Feinden noch keine Anweisung Allahs
erhalten, weshalb bei diesem Anlass sein Charakter durchbrach. Der
Allmächtige hielt es für angebracht, dem Propheten und den Gläubigen
eine diesbezügliche Belehrung herniederzusenden. Darin verbot Er zwar die
Verstümmelung von getöteten Feinden nicht direkt, sondern riet, in diesem
Zusammenhang von Rache abzusehen. So vervollkommnet Er die Rechtleitung
des Propheten, damit er
„den
Menschen ein Ideal vorleben“
konnte:
Sure
16, Vers 126: Und so ihr
euch rächen wollt, so rächt euch in gleichem Masse, als euch Böses
zugefügt ward Und so ihr duldet, so ist dies besser für die Duldenden.
Tafsir al-Jalalayn 16, 126:
Nachdem Hamza b.’Abd al-Muttalib getötet und seine Leiche verstümmelt
worden war, schaute sich der Prophet das Ganze an und sagte: „Wahrlich,
Ich werde 70 für dich verstümmeln.“ Daraufhin wurde folgendes offenbart:
Falls du dich rächst, so tue dies im selben Maße wie dir Schaden zugefügt
worden ist. Wenn du jedoch ausharrst und von Rache absiehst, wahrlich,
ausharren ist besser für den Geduldigen. Also hielt sich der Prophet vor
Rache zurück und erbrachte Sühne für seinen Schwur, wie von al-Bazzar
berichtet wird.
Die Anwendung
von irdischer Gewalt ist ein Mittel zur Verbreitung und Verteidigung der
islamischen Doktrin.
Lediglich einige
unschöne Exzesse im Kampf gegen die Ungläubigen wie Verstümmelungen
wurden von Allah gerügt. Meuchelmorde werden nicht als solche Exzesse
gewertet, vielmehr fügen sie sich nahtlos ins Gewaltdogma des Allmächtigen
ein.
Im Islam werden
nicht Ideen bekämpft sondern Menschen umgebracht.
1. Die Ermordung von
Kaab Ibn Al-aschraf
Nach erfolgreich geschlagener
Schlacht bei Badr sandte Mohammed zwei Boten nach Medina, um die Stadt vom
Siege zu unterrichten. Kaab Ibn Al-aschraf vom Stamme der Banu Nadir
konnte nicht glauben, daß so viele edle und einflußreiche Mekkaner getötet
worden waren und fragte:
„'Ist es wahr? Soll Mohammed wirklich diese Leute
geschlagen haben, so ist das Innere der Erde besser als ihre Oberfläche.'
Als dieser Feind Allahs sich von der Wahrheit überzeugt hatte, ging er
nach Mekka. Er stachelte die Mekkaner gegen Mohammed auf, und rezitierte
folgende Verse, in welchen er die Quraisch beweinte, welche bei Badr in
den Brunnen geworfen wurden ... Kaab kehrte dann nach Medina zurück,
beleidigte die Muslime und knüpfte Liebesbeziehungen mit ihren Frauen an.
Da sagte Mohammed: 'Wer schafft mir Ruhe vor dem Sohne Al-aschrafs?'
Mohammed Ibn Maslama antwortete: 'Ich, Gesandter Allahs, ich will ihn
erschlagen.' Mohammed erwiderte: 'Tue es, wenn Du kannst!' Maslama brachte
drei Tage zu, ohne mehr zu essen und zu trinken als nötig war, um sein
Leben zu fristen. Als dies Mohammed hörte, ließ er ihn rufen, und fragte
ihn, warum er nicht esse und trinke. Er antwortete: 'Ich habe dir eine
Zusage gemacht, und weiß nicht, ob ich sie ausführen kann.' - 'Du mußt
eben danach streben.' - 'Wir werden durchaus manches Unwahre sagen
müssen'. - 'Sagt, was euch gut dünkt, es ist euch erlaubt.'“
(Weil, 2. Band, Seite 6)
Wenn es der
Verteidigung des Islam dienlich ist, darf auch gelogen werden.
Nach dieser Anweisung Mohammeds gesellten sich noch weitere Muslime zu
Maslama, darunter Abu Naila Silkan, welcher dann vorausgeschickt wurde. Er
unterhielt sich mit Kaab und sagte schließlich:
„'Die Ankunft Mohammeds
war ein Unglück für uns, die Araber feinden uns an, und richten, wie ein
Mann, ihre Bogen gegen uns, die Wege werden uns abgeschnitten, so daß
unsere Familie zugrunde geht und wir selbst Not leiden.' Kaab versetzte
hierauf: 'Ich bin der Sohn Al-aschrafs, bei Gott, ich habe dir schon
früher gesagt, wie diese Sache enden wird.' Silkan fuhr nun fort: 'Ich
wünsche, daß du uns Lebensmittel verkaufst, wir geben dir ein
Unterpfand und schließen einen Vertrag,
und Du erweisest uns dadurch eine Wohltat.' Kaab fragte: 'Wollt ihr mir
eure Kinder als Unterpfand geben?' Silkan antwortete: 'Du willst uns
zuschanden machen, ich habe Gefährten, die meine Ansicht teilen, und die
ich dir bringen werde, verkaufe ihnen
Lebensmittel und sei wohltätig, wir geben dir Panzer als Unterpfand, so
viel die Schuld beträgt.' Da Kaab Waffen nicht verschmähte, sagte er: 'Nun
die Panzer sichern die Heimzahlung.' Silkan benachrichtigte hierauf seine
Gefährten von diesem Gespräche und forderte sie auf, sich mit den Waffen
bei ihm einzufinden, und sie versammelten sich bei Mohammed, welcher sie
ein Stück begleitete und dann sagte: 'Geht im Namen Allahs, Allah stehe
euch bei!' Mohammed kehrte hierauf in seine Wohnung zurück - es war eine
Mondnacht - und die anderen begaben sich nach der Burg von Kaab.“
(Weil, 2. Band,
Seite 7)
Die Muslime lockten Kaab in
eine nahe gelegene Schlucht unter dem Vorwand, sich mit ihm unterhalten zu
wollen. Dann ergriff Maslama Kaab an den Haaren und rief:
„'Erschlagt den Feind
Gottes!' Sie hieben mit ihren Schwertern auf ihn ein, konnten aber nicht
mit ihm fertig werden. Maslama erzählt: als ich dies sah, erinnerte ich
mich eines Dolches, den ich bei meinem Schwerte hatte, ich nahm ihn, und
stieß ihn mit solcher Gewalt in den Unterleib, daß er hinten herauskam.
Der Feind Gottes stieß einen Schrei aus, daß in allen uns umliegenden
Burgen Licht angezündet wurde, und er stürzte nieder.“
(Weil, 2. Band,
Seite 8) Einer der Muslime war leicht verletzt worden und wurde vor
Mohammed getragen
„welcher betete, und grüßten ihn und benachrichtigten ihn vom Tode des
Feindes Gottes. Mohammed spuckte auf die Wunde unseres Gefährten, worauf
wir zu unseren Familien zurückkehrten. Am folgenden Morgen waren die Juden
in Angst wegen dieser Ermordung, und keiner war mehr seines Lebens
sicher.“
(Weil, 2. Band, Seite 8)
Das Ereignis wird auch bei
Bukhari beschrieben:
Bukhari V5 B59 N369
(Quelle:
http://www.usc.edu/dept/MSA/fundamentals/hadithsunnah/bukhari/059.sbt.html)
2. Die Ermordung von Abu
Rafi Sallam
In Khaybar hatten sich einige
Vertreter der
Banu Nadir
niedergelassen, eben die Juden, die von Mohammed zuerst aus
Medina vertrieben worden waren und dann
geholfen hatten, den Grabenkrieg anzustrengen.
Mohammed entledigte sich einiger von ihnen durch Meuchelmord. Folgen wir
der Chronik von Ibn Ishaq so wetteiferten die Aus und Hazrag darum,
Mohammed zu Diensten zu sein. Der Mord an einem Juden eignete sich dafür:
"Als der
Feldzug des Grabens und gegen die Banu Quraiza vorüber war, baten die
Hazrag Mohammed um Erlaubnis, Abu Rafi Sallam, welcher in Khaybar wohnte,
zu ermorden, denn er war unter denjenigen, welche die Scharen gegen
Mohammed aufgewiegelt hatten, und die Aus hatten schon früher Kaab Ibn
Al'aschraf wegen seiner Feindschaft und Aufreizungen gegen Mohammed
getötet. Mohammed erlaubte es ihnen … zu dem, was Allah für Mohammed
getan, gehörte, daß die beiden Stämme Aus und Hazrag wie zwei männliche
Kamele um Mohammeds Haupt miteinander wetteiferten. Sobald die Aus
Mohammed einen Dienst geleistet hatten, sagten die Hazrag: 'Bei Gott, sie
sollen dies nicht vor uns voraus haben bei Mohammed und im Islam', und
ruhten nicht, bis sie eine ähnliche Tat vollbrachten ... Hierauf begaben
sich die fünf Männer nach Khaybar ... Sobald wir eingetreten waren,
schlossen wir die Türe des Zimmers, aus Furcht, es möchten Leute
vorübergehen, die dazwischentreten. Alsbald schrie uns die Frau laut an,
aber wir drangen mit unseren Schwertern zu ihm - er lag auf dem Bette -
und bei der Dunkelheit im Zimmer führte uns nur seine weiße Farbe, denn er
lag da, wie eine ausgebreitete ägyptische Leinwand … Während wir nun mit
unseren Schwertern über ihn herfielen durchbohrte ihm Abd Allah Ibn Uneis
den Leib. … und kehrten zu Mohammed zurück und meldeten ihm den Tod des
Feindes Allahs. Als hierauf jeder von uns ihn getötet haben wollte sagte
Mohammed: 'Gebt mir eure Schwerter!' Er betrachtete sie und sagte, auf das
Schwert Abd Allahs Ibn Uneis hindeutend: 'Dieses hat ihn getötet, denn es
hat noch Spuren von Speisen.'
(Weil, 2.
Band, Seite 125 f)
Das
Ereignis wird auch bei Bukhari beschrieben: Bukhari V5 B59 N 370
(Quelle:
http://www.usc.edu/dept/MSA/fundamentals/hadithsunnah/bukhari/059.sbt.html)
3. Die Ermordung des
Al-Nadr bin Alharith
Die Feindschaft Mohammeds gegen
Al-Nadr bin Alharith begann schon in Mekka. Damals testeten er und andere
führende Häupter der Quraisch die Botschaft Mohammeds in einem
Streitgespräch. Ibn Ishaq erzählt:
„Man beschloß, nach
Mohammed zu schicken und mit ihm zu disputieren, um nachher entschuldigt
zu sein ... Als er sich zu ihnen gesetzt hatte, wiederholten sie ihre
früheren Anklagen und machten ihm dieselben Vorschläge, welche Otba ihm
schon gemacht hatte. Mohammed antwortete: Mein Zustand ist nicht wie ihr
glaubt, auch habe ich euch nichts gebracht, um Geld, Ehre oder Herrschaft
zu erlangen, Allah hat mich als Gesandten geschickt und mir ein Buch
offenbart, und befohlen, euch frohe Botschaft und Drohungen zu bringen,
ich habe die Botschaft meines Herrn zu euch gelangen lassen, und euch
treuen Rat erteilt, nehmet ihr, was ich euch gebracht habe an, so ist es
euer Glück in diesem und in jenem Leben, verwerft ihr es, so gedulde ich
mich, bis Allah zwischen mir und euch entscheiden wird.
Da
sagten sie zu Mohammed: 'Willst du von allem, was wir dir angeboten haben
nichts annehmen, so weißt du, daß wir ein hartes Leben haben, da es uns
mehr als anderen an Wasser fehlt und unser Tal sehr eng ist. Bete daher zu
deinem Herrn, der dich gesandt hat, er soll die Berge, die uns so beengen
entfernen, daß unser Land weiter werde, und soll es von Flüssen
durchschneiden lassen, wie Syrien und Irak. Auch soll er unsere
verstorbenen Väter auferstehen lassen ... wir wollen sie dann fragen, ob
du wahr sprichst oder lügst. Erklären sie dich für wahrhaftig, und tust
du, was wir von dir fordern, so glauben wir dir und erkennen deinen hohen
Rang bei Gott, und sehen dich als Seinen Gesandten an.'
Mohammed antwortete: 'Ich bin nicht damit zu euch gesandt worden, ich habe
euch gebracht, was mir Gott an euch aufgetragen, nehmt ihr es an, so ist
es euer Glück in diesem und in jenem Leben, wenn nicht, werde ich geduldig
warten, bis Gott zwischen uns entscheidet.'
Sie
sagten: 'Wenn du dies nicht tust, so sorge für dich selber! Bete zu Gott,
daß er einen Engel mit dir sende, der dich als wahrhaftig erkläre, und
unseren Widerspruch abwende, bete, daß Er dir Gärten, Paläste und Schätze
von Gold und Silber sende, damit du nicht mehr wie einer von uns auf den
Markt zu gehen brauchst, um Lebensmittel zu holen. Wir werden dann deinen
Vorzug und deinen Rang bei Gott erkennen, wenn du, wie du behauptest
wirklich ein Gottgesandter bist.'“
(Weil, 1. Band, Seite 140 f)
Verschiedene weitere Angebote und Forderungen der Quraisch einerseits und
die abschlägigen Antworten Mohammeds andererseits gingen noch einige Zeit
hin und her, ohne daß eine Annäherung der Standpunkte erreicht worden
wäre.
Schließlich stand Mohammed auf und machte sich mit seinem Begleiter
davon. Dieser sagte:
„'Dein Volk hat dir
Anerbietungen gemacht, die du verworfen hast, sie haben dann Wünsche für
dich geäußert, die du erfüllen solltest, um zu zeigen, wie groß dein
Ansehen bei Gott ist. Sie wollten dich dann für wahrhaftig halten, und dir
folgen, aber du hast es nicht getan. Sie haben dann verlangt, du sollst
für dich Dinge fordern, an denen sie erkennen, daß du bei Allah höher
stehst als sie. Du hast es auch nicht getan. Dann haben sie gefordert, du
solltest einen Teil der Strafe, mit der du sie bedrohst, gleich eintreten
lassen, aber auch das hast du nicht getan. Nun werde ich, bei Gott, nicht
an dich glauben, bis du auf Leitern in den Himmel steigst, und mit einem
Schreiben zurückkommst, in welchem vier Engel für dich Zeugnis ablegen.
Ich glaube jedoch, bei Gott, daß ich selbst dann nicht an dich glauben
werde.' Mit diesen Worten verließ er Mohammed, welcher traurig und
niedergeschlagen nach Hause ging.“
Einer der Quraisch, Abu Djahl,
faßte das Gespräch mit Mohammed folgendermaßen zusammen:
„Ihr seht, daß Mohammed
nichts anderes will, als unsere Väter beschimpfen, uns für töricht
erklären und unsere Götter lästern.“
und er gab noch am selben Abend das Versprechen ab, daß er am folgenden
Morgen Mohammed beim Gebet mit einem Stein erschlagen werde.
„Am folgenden Morgen nahm
Abu Djahl einen schweren Stein, und erwartete Mohammed im Tempel. Dieser
kam des Morgens in den Tempel und betete, wie er es immer in Mekka zu tun
pflegte, mit dem Gesichte nach Syrien gerichtet ... Die Quraisch waren
alle versammelt, um zu sehen, was Abu Djahl tun werde. Als Mohammed
niederfiel ging Abu Djahl mit dem Steine auf ihn zu, als er ihm aber nahe
kam, kehrte er wie ein Flüchtiger um, ganz entstellt und erschrocken,
seine Hände lagen welk auf dem Steine, bis er ihn wegwarf. Die Quraisch
traten zu ihm und fragten, was er habe? Er antwortete: 'Ich wollte
ausführen, was ich euch gestern mitgeteilt hatte, als ich ihm aber näher
kam, sah ich ein Kamel zwischen ihm und mir mit Zähnen, wie ich sie an
einem Kamel noch nie gesehen habe. Es machte Miene, mich aufzufressen.'
Mohammed sagte später dazu: 'Es war Gabriel, der ihn weggerafft hätte,
wenn er näher gekommen wäre.'“
Nach diesem reichlich
stümperhaft angezettelten Mordversuch nahmen die Quraisch vorerst Abstand
von weiteren Anschlägen. Mohammed fuhr mit seinem Bekehrungswerk fort.
Dabei kam ihm aber immer wieder Al-Nadr bin Alharith in die Quere:
„Er war einer der Satane
der Quraisch, einer von denen, welche Mohammed kränkten und verhaßt
machten. Er hatte Al-Hira
(antike Stadt im Irak)
besucht, und dort die Geschichte der
persischen Könige und der Helden Rustem und Isfandiyar gehört. Wenn immer
nun Mohammed predigte und sein Volk ermahnte und vor Allahs Strafe warnte,
dann trat er nach Mohammed auf und sagte: Ich weiß schönere Geschichten
als Mohammed. Er erzählte ihnen dann von den Königen der Perser und von
Rustem und Isfandiyar. Dann sagte er: 'Worin zeichnen sich Mohammeds
Erzählungen von den meinigen aus?' Mir ist
berichtet worden, Ibn Abbas habe gesagt: Auf Al-Nadr beziehen sich acht
Verse des Korans.“
(Weil, 1. Band,
Seite 143)
Wie im Kapitel
► Christen im Koran
ausgeführt wird, hatte
Mohammed schon vor seinem öffentlichen Auftreten zu verschiedenen
Vertretern der Juden und Christen engen Kontakt und ließ sich von ihnen
über die biblischen Geschichten unterrichten. Die Mekkaner konnten
demzufolge keinen Unterschied erkennen zwischen deren Predigten und
Geschichten und den von Mohammed vorgetragenen.
Al-Nadr Bin Alharith ist einer
der Zeugen für diese Situation, und er wird in diesem Zusammenhang nicht
nur an oben zitierter Stelle in der Sirat Rasul Allah erwähnt, sondern
auch noch in mehreren Koranversen. Allah äußerte sich also auch ganz
spezifisch zu diesem Mekkaner:
Sure 6, Vers 25:
Und einige unter ihnen hören auf dich, doch haben Wir auf ihre Herzen
Hüllen gelegt, daß sie ihn
(den Koran)
nicht verstehen, und in ihre Ohren eine Schwere; und obwohl sie jedes
Zeichen sehen, so glauben sie nicht daran, so daß, wenn sie zu dir kommen,
um mit dir zu streiten, die Ungläubigen sprechen: „Siehe, das sind weiter
nichts als Fabeln der Früheren.“
Sure 25, Vers 4:
Und es sprechen die Ungläubigen: "Dies ist nichts als eine Lüge, die er
ersonnen hat, und geholfen hat ihm ein anderes Volk." doch äußern sie
Ungerechtigkeit und Lüge:
Sure 25, Vers 5: Und sie
sprechen: "Die Fabeln der Früheren sind es, die er aufgeschrieben hat, und
sie wurden ihm diktiert am Morgen und am Abend."
Sure 25, Vers 6: Sprich: "Hinabgesandt
hat den Koran der, welcher das Verborgene im Himmel und auf Erden kennt;
siehe, Er ist verzeihend und barmherzig."
Sure 83, Vers 12: Doch leugnen
ihn nur alle Übertreter und Sünder,
Sure 83, Vers 13: Die, wenn
ihnen Unsere Zeichen verlesen werden, sprechen: „Fabeln der Früheren!“
Tafsir al-Jalalayn 83, 13: Wenn
ihm Unsere Zeichen verlesen werden sagt er: „Es sind nur Fabeln der Alten,
die in früherer Zeit niedergeschrieben wurden."
Sure 45, Vers 6:
Dies sind die Zeichen Allahs, die Wir dir in Wahrheit verlesen. Und an
welche Offenbarung wollen sie, wenn nicht an Allah und Seine Zeichen,
glauben?
Sure 45, Vers 7: Wehe jedem
sündigen Lügner,
Sure 45, Vers 8: Der Allahs
Zeichen hört, wie sie ihm verlesen werden, und alsdann in Hoffahrt
verharrt, als ob er sie nicht hörte - darum verkündige ihm schmerzliche
Strafe -.
Sure 73, Vers 10: Und ertrag in
Geduld, was sie sprechen, und flieh von ihnen in geziemender Flucht.
Sure 73, Vers 11: Und laß Mich
und die der Lüge Zeihenden, die in Üppigkeit leben; und verziehe mit ihnen
ein kleines.
Tafsir al-Jalalayn 73, 11: Und
laß nur Mich mit den Lügnern fertig werden, mit den Führern der Quraisch,
die im Überfluß leben und gewähre ihnen etwas Aufschub - denn: nach der
Schlacht von Badr wurden sie umgebracht.
Sure 73, Vers 12:
Siehe, bei Uns sind Fesseln und der Höllenpfuhl,
Sure 73, Vers 13: Und würgende
Speise und schmerzliche Strafe,
Wie uns die Chronik von Ibn
Ishaq berichtet und obiger Tafsir bestätigt, wurde Al-Nadr bin Alharith in
der Schlacht von Badr
►
Schlacht von Badr
gefangen genommen und
kurz darauf erschlagen:
„Mohammed kehrte dann mit den gefangenen
Götzendienern nach Medina zurück darunter war Okba Ibn Abi Mueit und
Al-Nadr bin Alharith. Auch die Beute führte er mit und vertraute sie dem
Abd Alla Ibn Kaab an ... Als Mohammed in Safra, auf halbem Wege nach
Medina war, wurde auf seinen Befehl ... Al-Nadr bin Alharith von Ali
getötet.
(Weil, 1. Band, Seite 342)
Noch einmal nimmt der
Allmächtige zu Al-Nadr bin Alharith und anderen mekkanischen Götzendienern
Stellung, die in den Geschichten Mohammeds keine neue und bessere
Botschaft erkennen konnten und dies auch kundgetan haben:
Sure 8, Vers 31:
Und als ihnen Unsere Zeichen verlesen wurden, sprachen sie: „Wir haben
gehört; wollten wir, so sprächen wir das gleiche; siehe, dies sind nichts
als die Fabeln der Früheren.“
4. Die Ermordung von
Okba bin Abi Mueit
Der Haß Mohammeds
auf den oben erwähnten Al-Nadr Bin Alharith rührt also daher, daß sich
dieser die Freiheit genommen hatte, die Mekkaner mit spannenderen
Geschichten zu unterhalten, als sie Mohammed vortragen konnte und nicht an
dessen Sendung zu glauben. Ein weiterer Grund zu tödlicher Bestrafung
ergab sich aus folgender Begebenheit, in die nicht nur Al-Nadr bin
Alharith, sondern auch Okba bin Abi Mueit
verwickelt war.
Die beiden wurden nach einem
Disput, den die Häupter der Quraisch mit Mohammed ausgefochten hatten zu
den Rabbinern nach Medina entsandt
„um ihnen von Mohammed und seinen Reden und seinen
Eigenschaften Nachricht zu geben, und sie zu fragen, was sie von ihm
halten, weil sie Kenntnisse der alten Bücher hatten, und von den Propheten
mehr wußten als sie selbst. Sie reisten nach Medina und begaben sich zu
den Rabbinern, und redeten sie, entsprechend ihrer Weisung, über Mohammed
an. Die Rabbiner sagten: 'Richtet drei Fragen an ihn, die wir euch
mitteilen wollen, beantwortet er sie, so ist er ein gesandter Prophet,
wenn nicht, so ist er ein Lügner, seht, wie ihr gegen ihn verfahret!
Fraget ihn zuerst über die Männer, die in früheren Zeiten dahingegangen
sind, denn es wird Wunderbares von ihnen berichtet, ferner über den
Wanderer, der bis zum äußersten Osten und Westen der Erde gelangt ist, und
endlich über den Geist, was er ist. Gibt er euch Kunde davon, so folget
ihm, dann ist er ein Prophet, wenn nicht,
so ist er ein Lügner.'“
(Weil, 1. Band, Seite 143 f)
Al-Nadr bin Alharith und Okba
bin Abi Mueit kehrten nach Mekka zurück und unterrichteten die Quraisch.
Die Fragen wurden Mohammed vorgelegt und er sagte mit Bestimmtheit:
„'Ich werde euch morgen
die Antwort geben.' Er blieb aber fünfzehn Tage, ohne daß ihm darüber eine
Offenbarung zukam. Die Mekkaner versammelten sich und sagten: 'Mohammed
hat uns auf den folgenden Tag eine Antwort versprochen, und nun sind
fünfzehn Nächte vorüber, ohne daß er sich über unsere Fragen ausspricht.'
Mohammed selbst war sehr betrübt über das Ausbleiben der Offenbarung, und
über die Reden der Mekkaner gegen ihn. Endlich sandte ihm Allah Gabriel
mit der Sure 18 „Die Höhle“, in welcher er zurechtgewiesen wird über
seinen Kummer, und in der ihm über die dahingegangenen Männer, so wie über
den Wanderer und den Geist Auskunft gegeben wird.“
(Weil, 1. Band,
Seite 144)
Die Quraisch setzten den
berechtigten Wunsch in die Tat um, das von Mohammed für sich beanspruchte
Prophetentum durch eine Befragung zu testen. Das scheint dann für den
Gesandten Allahs Grund genug dafür gewesen zu sein, die beiden Gefangenen,
die mit dieser Aufgabe betraut worden waren nach der Schlacht bei Badr
umzubringen. Einen Tag nach der Ermordung von Al-Nadr bin Alharith
mußte auch
Okba bin Abi Mueit
sein Leben lassen:
„ ... als er den Befehl zu seiner Hinrichtung
vernahm, fragte er:
¢Wer
wird meinen Kindern beistehen, Mohammed?¢
Dieser antwortete:
¢Die
Hölle¢.“
(Weil, 1. Band,
Seite 342)
5. Mohammed und Abd Allah Ibn
Ubei
Die Beziehung zwischen Mohammed
und Abd Allah Ibn Ubei begann in Medina und dauerte bis zu dessen
natürlichen Tod nach der Eroberung Mekkas.
Abd Allah Ibn Ubei war der
Führer der Hazrag. Seine Stellung verschlechterte sich, nachdem Mohammed
nach Medina emigriert war. Ibn Ishaq berichtet:
„ ... war der Herr ihrer Bewohner, so daß
nicht zwei seines Volkes ihm sein Ansehen streitig machten, und bis zur
Zeit des Islams hatten die Aus und die Hazrag sich nie über einen Mann aus
einem dieser beiden Stämme einigen können ... Seine Stammesgenossen hatten
schon die Edelsteine geordnet, um eine Krone für ihn zu verfertigen und
ihn zum König zu erheben, als ihnen Allah Seinen Gesandten zuführte. Als
Abd Allah nun sah, daß sich seine Leute dem Islam zuwendeten, wurde er
böse, und er erkannte, daß Mohammed ihn
der Herrschaft beraubt hatte. Da er jedoch bemerkte, daß seine
Stammesgenossen sich nicht vom Islam abwenden ließen, bekannte auch er
sich notgedrungen dazu, verharrte aber bei seiner Heuchelei und seinem
Groll.“
(Weil, 1. Band, Seite 306)
1.
Der erste schwere Zusammenstoß mit Mohammed ereignete sich anläßlich der
Vertreibung der ►
Banu
Quaynuga im
Jahre 624. Mohammed hatte nach der Schlacht von Badr den gegenseitigen
Schutzvertrag mit diesem jüdischen Stamm einseitig gebrochen:
Aufgrund seines
Sieges bei Badr stärkte sich die gesellschaftliche und politische Position
Mohammeds in Medina umgehend. Deshalb erachtete es Allah als angebracht,
die renitenten Juden mit Offenbarungen nicht nur ein weiteres Mal zu
kritisieren, sondern ihnen jetzt auch zu drohen.
Damit wurde der
mit den Juden bestehende Schutzvertrag von Mohammed einseitig aufgelöst.
Ibn Ishaq berichtet:
„Als Allah die Quraisch am
Schlachttage von Badr heimgesucht hatte, versammelte Mohammed die Juden
auf dem Basar der Banu Quaynuqa, sobald er nach Medina zurückgekehrt war,
und sagte Ihnen: 'O ihr Juden, bekehrt euch zum Islam, ehe euch Allah wie
die Quraisch heimsucht.' Sie aber sagten: 'Laß dich nicht von deiner
Einbildung täuschen! Du hast wohl einige Quraisch getötet, die ohne
Erfahrung und Kenntnis vom Kriege sind, bei Gott, wenn du uns bekriegst,
so wirst du erfahren, daß wir Männer sind, dergleichen du noch nicht
getroffen hast.' Hierauf offenbarte Allah:“
(Weil, 1. Band Seite 283):
Sure
3, Vers 12: Sprich zu den
Ungläubigen: „Ihr sollt übermocht und zu Dschahannam versammelt werden;
und schlimm ist der Pfühl!“
Sure 3, Vers 13:
Es ward euch ein Zeichen in zwei Haufen, die aufeinander stießen. Ein
Haufen kämpft in Allahs Weg, und der andere war ungläubig. Sie sahen sie
als zweimal soviel als sie selber mit sehendem Auge. Und Allah stärkt mit
seiner Hilfe, wen Er will. Siehe hierin ist wahrlich eine Lehre für die
Verständigen.
Einige Zeit später erschlug auf
dem Markt von Medina ein Muslim wegen einer Lappalie einen Juden.
Damit war der gegenseitige Schutzvertrage
durch die Muslime zum zweiten Mal gebrochen worden. Es kam es zum
Krieg, den die Juden verloren. Abd Allah wollte nicht, daß Mohammed seine
jüdischen Verbündeten (sie waren die Verbündeten der Hazrag) allesamt
umbringen ließ: „Mohammed
scheint die Absicht gehabt zu haben, die verhaßten Feinde sämtlich
niederzumachen aber Abd Allah Ibn Ubei, der wenigstens jetzt für seine
alten Bundesgenossen auftrat, erlangte durch seine ungestüme Forderung,
daß ihnen der freie Abzug gestattet wurde."
(Nöldeke, Seite
86 f)
Dazu Ibn Ishaq:
"Abd Allah Ibn Ubei
bat Mohammed, seine Schutzgenossen, denn die Quaynuqa waren Schutzgenossen
der Hazrag, zu schonen. Mohammed wendete sich ab. Da faßte Abd Allah Ibn
Ubei den oberen Teil des Panzers Mohammeds. Dieser sagte: 'Laß mich los!'
und geriet dermaßen in Zorn, daß sein Gesicht ganz dunkel wurde. Abd Allah
schwur aber: 'Ich werde dich nicht loslassen, bis du dich gütig gegen
meine Schutzgenossen zeigst, es sind 700 Krieger, darunter 300 Gepanzerte,
die mich gegen die Roten und die Schwarzen beschützen, die darfst du nicht
an einem Morgen wegmähen, denn bei Gott, ich fürchte den Wechsel des
Schicksals.' Da sagte Mohammed: 'Nun, ich schenke sie dir'"
(Weil, 2. Band, Seite 3)
Der Einsatz von Abd Allah Ibn
Ubei war nicht ganz selbstlos. Er war der Führer der medinensischen
Ungläubigen und befürchtete daher nicht zu Unrecht, daß die kommende
Entwicklung der muslimischen Gemeinschaft sich zu Ungunsten dieser immer
noch sehr zahlreichen Gruppe entwickeln könnte. Beim einem zukünftigen
möglichen Ausscheiden des nächsten jüdischen Stammes, der Banu Nadir
stünden für ihn und seine Getreuen keine Bundesgenossen mehr zur
Verfügung. Auf diese Situation beziehen sich folgende Verse:
Sure 5, Vers 51:
O ihr, die ihr glaubt, nehmt euch nicht die Juden und Christen zu
Freunden, sie sind untereinander Freunde, und wer von euch sie zu Freunden
nimmt, siehe, der ist von ihnen. Siehe, Allah leitet nicht die ungerechten
Leute.
Sure 5, Vers 52: Und so
schaust du die, deren Herz krank ist, zu ihnen um die Wette laufen und
sprechen: „Wir fürchten, es möge uns ein
Glückswechsel befallen." Aber vielleicht, daß Allah den Sieg bringt oder
eine Sache von Sich, so daß sie bereuen, was sie in ihren Herzen geheim
hielten.
Sure 5, Vers 53: Und die
Gläubigen werden sprechen: "Sind dies etwa die, welche bei Allah ihren
heiligsten Eid schwuren, daß sie zu euch stehen?" Eitel sind ihre Werke,
und sie werden verloren sein.
Sure 5, Vers 54: O ihr, die
ihr glaubt, wenn sich einer von euch von seinem Glauben abkehrt, wahrlich,
dann erhebt Allah ein Volk, das er liebt und das ihn liebt, demütig vor
den Gläubigen, stolz wider die Ungläubigen, streitend in Allahs Weg und
nicht fürchtend den Tadel des Tadelnden. Das ist Allahs Huld, Er gibt sie,
wem Er will, und Allah ist weltumfassend und wissend.
Sure 5, Vers 55: Siehe, euer
Beschützer ist Allah und Sein Gesandter und die Gläubigen, die das Gebet
verrichten und die Armenspende zahlen und sich vor ihm beugen.
Die Banu Quaynuqa
wurden, wenn auch widerwillig, begnadigt, sie mußten sich aber
verpflichten, unter Zurücklassung all ihrer Habseligkeiten und Ländereien
Medina zu verlassen: „Die
Beute war nicht unbedeutend, als die geschicktesten Goldschmiede hatten
die Quaynuqa sich viel Vermögen erworben. Auf Mohammeds Teil fielen allein
an Waffen 3 Bogen, 2 Panzer, 3 Schwerter und 3 Lanzen."
(Nöldeke, Seite 87)
2.
Der nächste Konfrontation mit Abd Allah ereignete sich anläßlich der
►
Schlacht am Berge Uhud.
Angesichts der für die ganze
Stadt gefährlichen Ausgangslage (die Quraisch waren mit einem starken
Heere im Anzug) fand sich Abd Allah Ibn Ubei bereit, Mohammed mit seinem
Stamm, den Hazrag bei der Verteidigung zu unterstützen. Unglücklicherweise
ließ sich Mohammed von seinen kampfgierigen Mujahidun dazu hinreißen, dem
Feinde entgenzuziehen. Damit verschlechterte sich des Propheten
strategische Stellung erheblich, weshalb Abd Allah seine Unterstützung
zurücknahm und sich mit weiteren 300 Medinensern von der Kampffront
abmeldete. Allah geißelte diesen Rückzug der Heuchler mit folgenden
Offenbarungen:
Sure 3, Vers 166:
Und was euch betraf am Tage des Zusammenstosses der beiden Haufen, das
geschah mit Allahs Erlaubnis, und damit Er die Gläubigen erkenne und auch
erkennte die Heuchler. Und gesprochen ward zu ihnen: "Heran! Kämpft in
Allahs Weg!" oder "Wehrt ab!" Sie aber sprachen: "Wenn wir wüßten zu
kämpfen, wahrlich, wir wären euch gefolgt!" Einige von ihnen waren an
jenem Tage dem Unglauben näher als dem Glauben.
Sure 3, Vers 167: Sie sprachen
mit ihrem Munde, was nicht in ihrem Herzen war; und Allah weiß sehr wohl,
was sie verbergen;
Sure 3, Vers 168: Sie, die da
von ihren Brüdern sprachen, während sie daheim geblieben: "Hätten sie uns
gehorcht, wären sie nicht erschlagen." Sprich: "So wehret von euch den Tod
ab, so ihr wahrhaft seid."
3.
Die nächste Begebenheit trug sich anläßlich der
►
Vertreibung der Banu Nadir
zu. Auch dieser Stamm war mit
den Hazrag seit langem verbündet. Mohammed eröffnete den Krieg und Abd
Allah Ibn Ubei sagte den bedrohten Juden die Unterstützung seines Stammes
zu. Aber Allah warf Schrecken in die Herzen der Hazrag:
Sure 59, Vers 2:
Er ist es, welcher die Ungläubigen vom Volk der Schrift aus ihren
Wohnungen zu der ersten Auswanderung trieb. Ihr glaubtet es nicht, daß sie
hinausziehen würden, und sie glaubten, daß ihre Burgen sie vor Allah
schützen würden. Da aber kam Allah zu ihnen, von wannen sie es nicht
vermuteten, und warf Schrecken in ihre Herzen. Sie verwüsteten ihre Häuser
mit ihren eigenen Händen und den Händen der Gläubigen. Darum nehmt es zum
Exempel, ihr Leute von Einsicht!
weshalb dann die Hilfestellung
an die bedrohten Juden unterblieb.
► Anhang 10
4.
Eine weitere Reiberei zwischen Mohammed und Abd Allah Ibn Ubei fand im
Jahre 628 statt, anlässlich eines Präventivschlages Mohammeds gegen den
Beduinenstamm der Mostaliq.
„Mohammed zog ihnen entgegen bis zu einer ihrer Quellen …
Hier fand der Zusammenstoß statt und Allah trieb die Banu Mostaliq in die
Flucht … und ließ Mohammed ihre Kinder, Frauen und Güter erbeuten."
Auf dem
aufgeschlagenen Rastplatz kam es anschließend innerhalb des muslimischen
Lagers zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen den Ausgewanderten "Muhagirun“
und den Hilfsgenossen "Ansar".
"Abd Allah Ibn Ubei geriet in Zorn, und er sagte zu den
Seinigen (den Ansar) die bei ihm waren: 'Haben sie dies getan? Sie
wetteifern mit uns an Zahl und Ruhm in unserem Lande, bei Gott, ich
betrachte uns und diese niedrigen Quraisch, wie ein Alter sagte: 'Mäste
deinen Hund, so wird er dich auffressen' aber bei Gott, wenn wir nach
Medina zurückkehren, soll der Starke den Niedrigen austreiben.' Er wendete
sich dann zu denen von seinem Geschlechte, die bei ihm standen und fuhr
fort: 'Das habt ihr euch selber angetan, ihr habt sie in euer Land kommen
lassen und habt euer Gut mit ihnen geteilt, bei Gott, hättet ihr ihnen
versagt, was ihr besitzet, so wären sie in ein anderes Land gezogen.' Als
Zeid Ibn Arkam dies hörte, berichtete er es Mohammed. Omar Ibn Alchattab,
der zugegen war, sagte: 'Befiehl, ihn umzubringen!' Mohammed erwiderte:
'Wie soll ich dies tun, Omar? Sollen die Leute sagen: 'Mohammed tötet
seine Gefährten?' Er erteilte den Befehl um Aufbruch - Abd Allah Ibn Ubei
ging, als er hörte, daß Zeid Ibn Arkam seine Worte dem Propheten
hinterbracht hatte zu diesem und schwur bei Gott, er habe dies nicht
gesagt. Da Abd Allah Ibn Ubei bei seinem Volke hoch geehrt und angesehen
war, sagte einer seiner Hilfsgenossen zu Mohammed: 'Vielleicht hat sich
der Junge geirrt und nicht recht behalten, was er gesagt hat.'
Zurück in Medina vernahm
der Sohn von Abd Allah Ibn Unei von dem Vorfall. Er eilte zu Mohammed und
sagte: 'O
Gesandter Gottes! Ich habe gehört, Du wolltest meinen Vater töten lassen
wegen dessen, was du von ihm gehört hast, ist dem so, so erteile mir den
Befehl, ich bringe dir sein Haupt' … Mohammed erwiderte: 'Nicht so, wir
wollen gnädig gegen ihn sein und ihn als unseren Gefährten gut behandeln,
so lang er unter uns weilt.' Nach diesem Vorfall wurde Abd Allah Ibn Ubei,
so oft er ein Unrecht beging von seinen Stammesgenossen getadelt und
zurechtgewiesen, und als Mohammed dies sah, sagte er zu Omar: 'Was meinst
du Omar? Wenn ich ihn am Tage, als du es wolltest, erschlagen hätte, so
wären die Leute deshalb in Aufruhr geraten, die ihn heute selber töten
würden, wenn ich es haben wollte.'
(Weil, 2. Band, Seite
135 f)
5.
Die fünfte Konfrontation zwischen dem Gesandten Allahs und Abd Allah Ibn
Ubei trug sich gerade anschließend an diese Begebenheit, anlässlich der
Verleumdung Aischas wegen Unzucht zu. Die Episode ist beschrieben im
Kapitel ►
D Das Beweisprozedere zum Nachweis von Unzucht
Der unten stehende Beleg von
Bukhari stellt die Begebenheit noch ausführlicher aber mehr oder weniger
identisch dar; von Interesse ist deshalb nur der Teil des Berichtes, der
in dieser Hadith-Stelle anders überbracht wird. Hier ist es Mohammed, der
zur Ermordung Abd Allah Ibn Ubeis aufruft:
Bukhari V5 B 59 N 462,
berichtet von Aischa: Urwa sagte: “Die Leute
haben Verleumdungen verbreitet und haben sich in Abd Allah Ibn Ubeis
Anwesenheit darüber unterhalten. Er hörte es sich an, bestätigte ihre
Aussagen und verlangte, daß sie weiter verbreitet würden.“ Urwa erzählte
weiter: “Ich habe keine Kenntnis der Mitglieder dieser verleumderischen
Gruppe außer daß Abd Allah Ibn Ubei, Hassan Ibn Thabit, Mistah Ibn Uthathe
und Hammnah dabei gewesen sind. Es war aber, bei Allah, eine ganze Gruppe
zusammen. Es wird gemunkelt, daß derjenige, welcher am lautesten über die
Verleumdung redete, Abd Allah Ibn Ubei war.“ ...
Also begab sich der Prophet Allahs an jenem Tag auf seine
Kanzel und beklagte sich bei seinen Gefährten über Abd Allah Ibn Ubei. Er
sagte: “Wer unter euch wird sich für mich des Mannes entledigen, welcher
meine Familie mit übler Nachrede verletzt hat? Bei Allah, ich weiß nichts
als Gutes über meine Familie zu berichten. Die Verleumder haben einen Mann
angeklagt, über welchen ich auch nur Gutes zu berichten habe. Er pflegte
niemals in mein Haus zu treten ohne daß ich dabei gewesen wäre.“
Sad bin Mu’adh erhob sich und sagte: “Oh Gesandter Allahs,
ich werde ihn für dich ermorden. Falls er vom Stamme der Aus ist, werde
ich ihn köpfen; wenn er jedoch einer meiner Stammesbrüder aus dem Stamme
der Hazrag ist, dann musst du mir erst den Befehl erteilen ihn
umzubringen, und wir werden dies für dich erledigen.“
Nun erhob sich ein Oberhaupt aus dem Stamme der Hazrag,
Sad bin Ubada. Bis anhin war er stets ein frommer Mann gewesen. Doch jetzt
trieb ihn die Liebe zu seinem Stamm dazu, Sad bin Mu’adh folgendes zu
sagen: “Bei Allah, du hast gelogen. Du kannst und wirst ihn nicht töten.
Wenn er nämlich deinem Stamm angehört, würdest du es nicht wünschen, daß
er getötet wird.“
Nun stand Usaid bin Hudair auf und sagte zu Sad bin Ubada:
“Bei Allah, du bist der Lügner! Sicherlich werden wir ihn umbringen, du
bist ein Heuchler der im Namen der anderen Heuchler spricht.“ Darauf
wurden die Mitglieder der beiden Stämme dermaßen wütend, daß sie einander
beinahe in die Haare gerieten während der Gesandte Allahs auf seiner
Kanzel stand. Er bemühte sich sie zu beruhigen, bis sie endlich schwiegen
und auch er verstummen konnte.
In der Sirat wird der
Mordaufruf anders dargestellt. Der wichtigste Unterschied ist, wie erwähnt
der, daß hier nicht Mohammed zu Lynchjustiz an Abd Allah Ibn Ubei aufruft,
sondern daß sich ein Gläubiger hervortut und dem Gesandten Allahs nicht
nur die Eliminierung Abd Allah Ibn Ubeis anbietet, sondern nichts weniger
als die Enthauptung aller an der üblen Verleumdung Beteiligten: "Als
Mohammed so gesprochen hatte sagte Useid Ibn Hudeir:
"'O Gesandter Allahs!
Gehören die Leute zu den Aus, so wollen wir dir Ruhe vor ihnen schaffen,
gehören sie zu den Hazrag, unseren Brüdern so erteile uns deinen Befehl,
denn bei Gott, sie verdienen, enthauptet zu werden.'"
(Weil, 2. Band,
Seite 141)
Angenommen, der Bukhari-Beleg
stellt die Begebenheit korrekt dar, und nicht der Bericht von Ibn Ishaq,
dann hat Mohammed bei der Verleumdung Aischas
wegen Unzucht zu einem weiteren Akt von Lynchjustiz aufgerufen. Abd
Allah Ibn Ubei hat nur deshalb überlebt, weil beim vor Mohammed
ausgetragenen Wettbewerb der Aus und Hazrag um das Privileg der Ausführung
der Mordtat ein weiteres Mal die alte Feindschaft dieser beiden Stämme
aufgebrochen war. Darob geriet das von Mohammed angepeilte eigentliche
Ziel der Aktion aus dem Visier.
6.
Im Zusammenhang mit dem Eroberungsfeldzug gegen "die Römer" in Jahre 630
►
Zug gegen die Byzantiner bei Tubuk
hatte Mohammed in verstärktem
Masse gegen Unwillige und Drückeberger in den eigenen Reihen zu kämpfen
►
Die Heuchler.
Trotz bevorstehender widriger
Umstände der langen und beschwerlichen Reise hatte sich Abd Allah Ibn Ubei
mit Vertretern seines Stammes, den Hazrag, dem Raubzug in den Norden
angeschlossen. Allerdings änderte er auf halbem Wege die Meinung und
kehrte mit seiner Abteilung wieder nach Medina zurück:
"Abd Allah Ibn Ubei schlug
bei Dsubab sein Lager auf, unterhalb dem Mohammeds, und wie man glaubt,
bildete sein Heer nicht die geringere Abteilung. Als Mohammed weiter zog,
blieb Abd Allah Ibn Ubei mit den Heuchlern und Zweiflern zurück."
(Weil, 2. Band,
Seite 260) Eine solch schwerwiegende Befehlsverweigerung musste den Zorn
Mohammeds in hohem Maße hervorgerufen haben,
weshalb es erstaunlich ist, daß diese dreiste Aktion Abd Alla Ibn
Ubeis ohne Folgen blieb.
7.
Abd Allah Ibn Ubei, dieser wichtigste Widersacher Mohammeds in Medina,
starb schließlich, nach der Eroberung Mekkas, eines natürlichen Todes.
Dazu Ibn Ishaq: "Ich
habe gehört, wie Omar erzählt hat: Als Abd Allah Ibn Ubei starb, wurde
Mohammed gerufen, um für ihn zu beten. Er stellte sich vor ihn und wollte
beten, ich wendete mich aber um, bis ich vor seiner Brust stand und sagte:
'Willst du über Abd Allah Ibn Ubei, den Feind Gottes beten, der an dem und
dem Tage dies und an einem anderen jenes gesagt hat?' Mohammed lächelte
bis ich viel gesprochen hatte, dann sagte er: 'Weiche zurück von mir, mir
ist die Wahl gelassen worden, und ich habe gewählt, mir ist gesagt worden:
Flehe Allahs Gnade für sie an oder unterlasse es, tust du es auch siebzig
mal, so wird ihnen Gott doch nicht vergeben, wüsste ich jedoch, daß wenn
ich mehr als siebzig mal für ihn bete, ihm vergeben würde, so würde ich es
tun' …"
(Weil, 2. Band, Seite 283 f)
6. Mohammed und
Umaiya bin Khalaf Abi Safwan
Die folgende Mordtat ist in der
Sirat nicht beschrieben, weshalb der entsprechende Beleg aus den Ahadith
zitiert wird:
Bukhari V4 B65 N826,
berichtet von Abdullah bin Masdu: Sad bin Muadh
kam nach Mekka für eine Wallfahrt (’Umra). Er war im Hause von Umaiya bin
Khalaf Abi Safwan zu Gast, weil letzterer stets bei ihm zuhause in Medina
auf dem Weg nach Sham übernachtete.
Umaiya fragte Sad: „Willst du bist zum Mittag warten, wenn
die Leute zuhause sind, um deine Umkreisung (Tawaf) der Kaaba zu
absolvieren?“ So geschah es auch. Während Sad um die Kaaba herum ging, kam
Abu Jahl herbei und fragte: „Wer bist du, der du diese Umkreisung machst?“
Sad antwortete: „Ich bin Sad.“ Da sagte Abu Jahl: „Du umschreitest die
Kaaba dich in Sicherheit wähnend obwohl du Mohammed und seinen Gefährten
Unterschlupf gewährt hast?“ Sad bestätigte dies und sie begannen zu
streiten. Umaiya sagte zu Sad: „Schreie bitte den Abu Jahl nicht an, denn
er ist das Oberhaupt vom mekkanischen Tal.“ Sad sagte nun zu Abu Jahl:
„Bei Allah, falls du meine Umschreitung der Kaaba zu verhindern versuchst,
werde ich deine Handelsgeschäfte mit Sham verderben.“ Umaiya hingegen
packte ihn und wiederholte: „Bitte erhebe deine Stimme nicht.“ Dies machte
Sad wütend und er äußerte sich folgendermaßen:
„Laß mich los denn ich habe von Mohammed gehört, daß er
dich umbringen will.“ Umaiya fragte: „Wird er mich wirklich umbringen?“
„Jawohl!“ erwiderte darauf Sad. „Bei Allah, wenn Mohammed etwas sagt, dann
meint er dies auch wirklich“, sagte nun Umaiya und ging umgehend nach
Hause. Dort fragte er seine Frau: „Weißt du, was mir mein Bruder von
Medina erzählt hat?“ „Nein, was denn?“ „Er behauptet, er hätte von
Mohammed vernommen, daß dieser mich umbringen will.“ Darauf antwortete
sie: „Bei Allah, Mohammed lügt nie.“
Als sich dann die Ungläubigen nach Badr begaben und den
Muslimen den Krieg erklärten, sagte Umaiyas Ehefrau zu ihm: „Kannst du
dich nicht mehr erinnern, was dir dein medinensischer Bruder gesagt hat?“
Umaiya entschied sich nicht (in den Krieg) zu ziehen. Abu Jahl jedoch
versuchte ihn folgendermaßen zu überzeugen: „Du gehörst zu den Vornehmen
von Mekka, du solltest uns für ein oder zwei Tage begleiten.“ Also ging er
mit ihnen und Allah sah zu, daß er getötet wurde.
Woher nahm Mohammed seinen mörderischen Haß
gegen Umaiya bin Khalaf Abi Safwan? Die Erklärung finden wir bei
Ibn Ishaq: "Als
Mohammed einst die Kaaba umkreiste, traten ihm Alaswad Ibn Almuttalib,
Weid Ibn Almughira und Umaiya Ibn Khalaf, welche alle angesehene Männer
unter ihrem Stamme waren, in den Weg, und sagten ihm:
'Wohlan, Mohammed,
wir wollen deinen Gott anbeten, bete du unsere Götter an, so daß wir alle
gemeinsam beten, ist das, was du anbetest besser, so haben wir unseren
Anteil davon, ist das, was wir anbeten besser, so erhältst du deinen
Anteil davon'."
(Weil, 1. Band, Seite
178) Da offenbarte Allah
die 109. Sure:
Sure 109, Vers 1:
Sprich: "O ihr Ungläubigen,
Vers 2: Ich diene nicht dem,
dem ihr dienet,
Vers 3: Und ihr seid nicht die
Diener dessen, dem ich diene.
Vers 4: Und ich bin nicht
Diener dessen, dem ihr dienet,
Vers 5: Und ihr seid nicht
Diener dessen, dem ich diene.
Vers 6: Euch euer Glaube
und mir mein Glaube."
Einmal mehr bildet die Tatsache, daß ein Quraisch den Glauben Mohammeds
nicht unbesehen übernehmen will den Grund für dessen Liquidierung. Allah
musste dann bei der Schlacht von Badr nur noch etwas nachhelfen.
7. Mohammed und Ibn Suneina:
Der generalisierte Befehl zur Ermordung aller Juden
Der Hintergrundbericht zur
Aufforderung Mohammeds, jeden Juden
unbesehen umzubringen findet sich in
► 624
Meuchelmorde.
Hier wird
nichts weniger gefordert als der Genozid an den Juden insgesamt.
Diesem Aufruf zu Völkermord war ja schon die einseitige Aufkündigung des
Schutzvertrages mit dem jüdischen Stamme der Quaynuqa vorangegangen. Die
diesem Befehl folgende Vertreibung und Vernichtung der zwei noch
verbliebenen jüdischen Stämme in Medina war die logische Konsequenz des
Judenhasses von Mohammed. Auch die Ahadith zeugen vom Willen Allahs zum
Genozid an den Juden:
Bukhari V4 B52 N177,
berichtet von Abu Huraira: Der Prophet Allahs
sagte: "Das jüngste Gericht wird nicht stattfinden, bis ihr mit den Juden
gekämpft habt, und jeder Stein, hinter welchem sich ein Jude verbirgt,
wird sagen: "Oh Muslim! Es verbirgt sich ein Jude hinter mir, also töte
ihn."
►
Alle Juden sind Affen
8. Mohammed und Amr Ibn
Djahasch
Vor der Vertreibung der Banu
Nadir stattete Mohammed deren Stammesführern
einen Besuch ab, um sie zu verpflichten, sich an einer (von seinen
Mujahidun verursachten) kostspieligen Lösegeldzahlung zu beteiligen. Die
Begebenheit ist dargestellt in:
► 625
Mission bei den Beduinen
Nach Mohammeds
Rückkehr nach Medina berichtete er seinen Mujahidun von dieser
Begebenheit:
"Er erzählte ihnen, wie ihn die Juden
haben verraten wollen, und gab den Befehl, sich zum Kriegszuge gegen sie
auszurüsten. Er brach dann auf und schlug sein Lager in ihrer Nähe auf"
(Weil, 2. Band, Seite
81) ►
Die Vertreibung der Banu Nadir
Nach erfolgreicher Eliminierung
dieses jüdischen Stammes aus Medina (besagter Amr Ibn Djahasch zog mit den
Seinen ebenfalls fort) verblieben in Medina nur zwei Juden, die sich
durch ihre Bekehrung zum Islam nicht nur das
Bleiberecht erkauften sondern auch ihre Güter vor der Beraubung retten
konnten: "Jamin
Ibn Omeir, ein Vetter des Amr Ibn Djahasch und Abu Saad Ibn Wahab, die
dadurch ihre Habe retteten. Mohammed soll zu Jamin Ibn Omeir gesagt haben:
'Hast du nicht gesehen, was mir dein Vetter angetan und was er mit mir
vorhatte?' Jamin setzte dann jemandem einen Lohn aus, der ihn töten
sollte, was, wie man glaubt auch geschah."
(Weil, 2. Band,
Seite 82)
Dieser Jude wurde also deshalb
umgebracht, weil Mohammed von Allah durch Eingebung von dessen geplantem
Anschlag gewarnt worden war: ohne Verhaftung, ohne Befragung, ohne Prozeß,
ohne Gerichtsurteil. Eine solche Willkür war in jener geschichtlichen
Epoche zwar nicht islamspezifisch, heute allerdings, mindestens in
westlichen Demokratien, schon.
Dieses Ereignis wird die
Rachegelüste der beutegierigen Mujahidun noch weiter aufgeladen haben, so
daß der Gesandte Allahs die Stunde nutzte, gerade den ganzen mißliebigen
Stamm der Nadir loszuwerden.
9. Mohammed und ein
ungläubiger Spion
Der gleichen Logik folgend
wurde mit einem ungläubigen Besucher verfahren, von welchem Mohammed
ebenfalls entweder durch Eingebung oder Bericht
wußte, daß es sich um einen Spion handelt:
Bukhari V4 B52 N286,
berichtet von Salama bin Al-Akwa: Ein Spion der
Ungläubigen gesellte sich zu Mohammed, als dieser unterwegs war. Er saß
für eine Weile mit ihm und den Gefährten zusammen und sie unterhielten
sich. Als er wieder weg ging, sagte Mohammed zu seine Getreuen: "Verfolgt
und tötet ihn." Also wurde er ermordet. Der Prophet gab dem Mörder dann
die Habseligkeiten des getöteten Spions.
10. Mohammed und Abu Afak
Ein weiterer Fall
von Lynchjustiz, angeordnet vom Gesandten Allahs, wird in der Sirat
erwähnt: "Salim
Ibn Omeir … wurde ausgesandt, um Abu Afak, einen der Banu Obeida zu töten,
denn seine Heuchelei trat hervor, als Mohammed Alharith Ibn Suweid Ibn
Assamit tötete."
Diese Ermordung
ist in der Sirat andernorts nicht erwähnt; sie soll sich in den Anfängen
des Propheten Zeit in Medina zugetragen und die Missbilligung des Dichters
Abu Afak hervorgerufen haben. Er verfasste ein diesbezügliches Gedicht
worin er seinen Stamm beschuldigte, die von Mohammed eingeführte neue
Herrschaftsordnung zu wenig geprüft und unbedacht angenommen zu haben.
"Mohammed sagte: 'Wer befreit mich
von diesem Bösewicht?' Salim Ibn Omeir … zog aus und erschlug ihn"
(Weil, 2. Band, Seite
337)
11. Mohammed und Assma Bat
Merwan
Die Dichterin Assma
"die Tochter Merwans …war
von den Banu Omejja, und war die Gattin eines Mannes der Banu Chatmeh. Sie
zeigte sich als Heuchlerin, nach der Ermordung Abu Afaks."
Der Meuchelmord an Abu Afak hatte den Widerspruch und Protest dieser Frau
bewirkt und sie veranlaßt, folgendes Gedicht vorzutragen
"und schmähte den Islam
und seine Bekenner mit folgenden Versen:
Ihr gehorchet den niedrigen Banu Aus und Hazrag und
erwartet von Fremden Geschenke … nach der Ermordung der Häupter, wie man
den Saft reifender Früchte erwartet. Gleicht ihr nicht dem der eine kranke
Nase hat und ein schönes Gesicht wünscht, und Hoffnung hegt, die nie
erfüllt wird?
Als
Mohammed dies hörte, sagte er: 'Befreit mich Niemand von der Tochter
Merwans? Als Omeir Ibn Alchtami, der bei ihm war dies hörte, ging er noch
in derselben Nacht zu ihr und tötete sie. Am folgenden Morgen begab er
sich zu Mohammed und sagte ihm, er habe sie getötet. Mohammed sagte: 'Du
bist Gott und seinem Gesandten beigestanden.' Da fragte er, ob er nun
ihretwillen etwas zu befürchten habe. Mohammed antwortete: ,Es werden sich
um ihretwillen nicht zwei Böcke stoßen' Omeir begab sich hierauf zu den
Seinigen zurück. Die Banu Chatmeh waren in grosser Erregung wegen der
Tochter Merwans, denn sie hatte fünf erwachsene Söhne. Als Omeir zu den
Banu Chatmeh kam sagte er: 'Ich habe die Tochter Merwans erschlagen,
bekämpft mich insgesamt, dann braucht ihr nicht lange zu überlegen.'
Dieser Tag war der erste, an welchem die Wohnung der Banu Chatmeh durch
den Islam verherrlicht wurde … Als am Tage der Ermordung der Tochter
Merwans die Banu Chatmeh die Stärke des Islam sahen, bekehrten sich noch
andere von ihnen."
(Weil, 2. Band, Seite 337 f)
14. Epilog
Verherrlicht wird
der Islam also auch durch Meuchelmorde. Wenn sie vom Gesandten Allahs
angeordnet werden, hebelt dies offenbar auch die von Ihm selbst
verordneten Gesetze der Blutrache aus. Gewaltanwendung ist im Islam nicht
nur im Rahmen großer Aktionen wie dem "Heiligen Krieg" ein schlagender
Beweis für seine Stärke und Überlegenheit; vielmehr vermag die Ausübung
von Gewalt auch bei kleineren Aktionen zu überzeugen.