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Islamisches Kriegsrecht

Tuesday, July 12, 2005

GLOBAL JIHAD
Muslim scholar: Killing civilians OK
Head of Islamic center in London responds to attack

Posted: July 12, 2005
1:00 a.m. Eastern

Hani Al-Siba'i

© 2005 WorldNetDaily.com

Responding to questions about the terrorist attack on London, a Muslim scholar in the British capital asserted Islam makes no distinction between civilians and military targets.

"The term 'civilians' does not exist in Islamic religious law," said Hani Al-Siba'i, head of the Al-Maqreze Centre for Historical Studies in London.

Al-Siba'i, in an interview with the Arab news channel al-Jazeera, elaborated, "There is no such term as 'civilians' in the modern Western sense. People are either of Dar Al-Harb or not."

Dar Al-Harb refers to the Muslim concept of the world being divided into two "houses," the House of Islam and the remaining territories, the House of War, or Dar Al-Harb.

Al-Siba'i speculated that a Western nation could have been responsible for the attack, but he acknowledged it could have been carried out by Osama bin Laden's terrorist organization, according to a transcript provided by the Middle East Media Research Institute, or MEMRI.

"If al-Qaida indeed carried out this act, it is a great victory for it," he said. "It rubbed the noses of the world's eight most powerful countries in the mud."

But al-Siba'i said British Prime Minister Tony Blair "made a grave error when he spoke before the investigation and claimed that the perpetrators of these acts were acting in the name of Islam."

The Muslim leader said "the possibility that it was done by the intelligence agency of another Western country hostile to Britain" should not be ruled out.

He also conjectured it could have been done by "some Zionist Americans who wanted to overshadow the G-8 summit."

Al-Siba'i finally said al-Qaida could not be ruled out as the perpetrator.

He asserted the terrorist organization controls the "war agenda" in Iraq and "imposes its policies" on the Middle East.

As an example, he pointed out that al-Qaida's beheading of an Egyptian envoy prompted Cairo to lower its level of representation in Baghdad.

On the subject of targeting civilians, the al-Jazeera host asked Al-Siba'i: "You, as a Muslim and as the director of a center for Islamic history. ... Is targeting wretched civilians considered brave or manly?"

Al-Siba'i replied that after the Madrid bombing, bin Laden called on the people of Western nations to pressure their governments.

"He told them: We did not attack you. You have been attacking us for more than two centuries, and your campaign continues. He said to them simply: Withdraw your soldiers from the Arabian Peninsula, withdraw from Afghanistan and Palestine. …"

Asked whether he considered bin Laden a religious scholar who issues fatwas or the head of al-Qaida, Siba'i said, "First of all, he is one of this (Islamic) nation. ... We have no clergy or a pope, or anything like this. Anyone can carry out his religious duty, even if he is by himself."

The host argued that the religious law assembly in Mecca at the end of last month issued a fatwa forbidding the killing of civilians.

"Should we follow it or Osama bin Laden?" the host asked.

Al-Siba'i said, "These assemblies resemble the assemblies of the church. These assemblies forbid young people from going to Iraq to fight the jihad. … The Higher Religious Authority (in Saudi Arabia) are the ones who allowed the presence of Crusader forces in the Land of the Two Holy Places (Saudi Arabia)."

Quelle: http://www.wnd.com/news/printer-friendly.asp?ARTICLE_ID=45221

 

 

Islamischer Gelehrter:
Zivilisten dürfen getötet werden

Das Oberhaupt des islamischen Zentrums in London reagiert auf die islamischen Anschläge.

Fragen zu den Terroranschlägen in London beantwortend, betonte ein islamischer Gelehrter in der britischen Hauptstadt, dass im Islam kein Unterschied gemacht werde zwischen zivilen und militärischen Zielen.

"Der Ausdruck "Zivilist" existiert nicht in der islamischen Gesetzgebung" meint Hani Al Siba'i, das Oberhaupt des Al-Maqreze Center für Geschichtsstudien in London.

In einem Interview mit der arabischen Nachrichtenagentur al-Jazeera führte er weiter aus: "Es gibt den Begriff des Zivilisten in einem modernen westlichen Sinn nicht. Menschen gehören entweder zu Dar al-Harb oder nicht."

Dar al-Harb bezieht sich auf das islamische Konzept, das die Welt in zwei Häuser aufteilt, nämlich das des Islam und das der übrigen Territorien, das Haus des Krieges, oder eben Dar al- Harb.

Al Siba'i spekulierte weiter, dass auch eine westliche Nation für die Angriffe hätte verantwortlich sein können. Er gab jedoch zu, dass sie auch von Osama bin Ladens Terroristenorgnisation ausgeführt hätten werden können, laut einer Übersetzung von MEMRI.

"Wenn es wirklich al-Quaida gewesen ist, welche diese Tat hat vollbringen sollen, dann war es ein grosser Sieg für sie. So wurden die Nasen der acht mächtigsten Länder der Welt im Dreck herumgerieben.

Al Siba'i sagte aber, dass der britische Premierminister Tony Blair "einen groben Fehler begangen hat, als er in einer Rede vor der Untersuchungskommission behauptete, dass die Täter diese Anschläge im Namen des Islam gehandelt hätten."

Der islamische Führer sagte weiter, "dass die Möglichkeit nicht ausgeschlossen werden, dass die Verantwortung für die Anschläge beim Geheimdienst eines anderen westlichen Landes liegen könnte, welches England feindlich gesinnt sei."

Er stellte auch die Vermutung an, dass die Anschläge von "einigen zionistischen Amerikanern, welche das G8 Gipfeltreffen überschatten wollten gemacht wurden."

Schliesslich sagte Al Siba'i, dass es nicht auszuschliessen sei, dass Al Quaida der Täter sei.

Er bestätigte, dass diese terroristische Organisation das "Kriegsprogramm" im Irak kontrolliert und "seine Politik" dem mittleren Osten aufzwinge.

Als Beispiel wies er darauf hin, dass die Köpfung eines ägyptischen Botschafters durch Al Quaida Kairo gezwungen hätte, die Anzahl der Botschafter in Bagdad zu verringern.

Zum Thema der Angriffe auf Zivilisten fragte der Journalist von al Jazeera: "Ich frage sie, als Muslim und Direktor für islamische Geschichte, finden Sie, dass es als mutig oder männlich angesehen werden kann, erbarmungswürdige Zivilisten anzugreifen?"

Al Siba'i antwortete, dass Bin Laden nach den Bombenanschlägen von Madrid die Bevölkerung der westlichen Nationen aufgerufen hätte, ihre Regierungen unter Druck zu setzen. "Er sagte ihnen: "Wir haben euch nicht angegriffen. Ihr habt uns während mehr als zwei Jahrhunderten angegriffen; und eure Kampagne geht weiter." Er sagte ihnen ganz einfach: "Zieht eure Soldaten von der arabischen Halbinsel zurück, zieht sie zurück von Afganistan und Palästina."

Al Siba'i wurde gefragt, ob er denke, dass Bin Laden ein religiöser Schriftgelehrter sei, welcher Fatwas herausgibt, oder ob er der Führer von al Quaida sei. Er sagte: "Zuallererst ist er ein Mitglied dieser arabischen Nation ... wir haben weder Geistliche noch einen Papst noch irgend etwas ähnliches. Jeder kann seine religiöse Pflicht ausführen, sogar wenn er allein handelt."

Der Journalist legte nun dar, dass eine Zusammenkunft von religiösen Rechtsge-lehrten in Mekka Ende des letzten Monats eine Fatwa herausgegeben hätte, welche das Töten von Zivilisten verbietet. Er fragte: "Sollen wir dieser folgen oder Bin Laden?"

Al Siba'i antwortete: "Diese Zusammenkünfte gleichen denen der westlichen Kirchen. Sie verbieten, dass junge Leute in den Irak gehen, um für Jihad zu kämpfen ... Die höhere religiöse Autorität (in Saudi-Arabien) ist diejenige, welche die Anwesenheit von Kreuzritterheeren im Lande der zwei heiligen Orte (Saudi-Arabien) erlaubt hat."

 

© Arbeitskreis Religion und Menschenrechte