Der Abgang eines Muslims aus dem Islam
von
Jamie Glazov
FrontPageMagazine.com
(3. März 2008)
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die Übersetzer
Der heutige Gast bei
Frontpage ist Hossain Salahuddin, ein Poet, Schriftsteller und Ex –Muslim.
Er ist Autor verschiedener Bücher und der Herausgeber des Maverick
Magazins, welches Literatur, freies Denken und rationales Denken fördert.
FP:
(FrontPageMagazine): Erzählen Sie uns bitte von Ihrer Kindheit und Ihrer
Erziehung innerhalb des Islam.
HS:
(Hossain Salahuddin): Ich wurde 1984 in
eine muslimische Familie in Bangladesh geboren. Sie waren ziemlich
orthodox und vergewisserten sich, daß ich den Koran gelehrt bekam, noch
bevor ich in die Schule kam. Mein Hauslehrer war ein Mullah. Er lehrte
mich, den Koran auf Arabisch zu rezitieren und es zeigte sich, daß ich
eine wirkliche Begabung dafür hatte. Ich kann mich daran erinnern, daß ich
den gesamten Koran dreimal rezitierte noch bevor ich 12 Jahre alt war. Und
verstand dabei kein Wort. Wenn ich versuche, mich an diese Zeit zu
erinnern, dann kommt dieses erstickende Gefühl hoch mit all den „das mußt
du tun“ und „das darfst du nicht tun“ Ermahnungen. Ich wurde dauernd
gestupst: „Du bist ein Muslim, also benimm Dich entsprechend.“
OK, meine Kindheit
ist nichts worauf ich wirklich stolz sein kann. Es gab allerlei religiöse
Einschränkungen, welche man mir um den Nacken band und dies beeinflußte
natürlich die Beziehung zu meinen Familienmitgliedern. Ich muß allerdings
zugeben, daß ich zu der Zeit noch gläubig war, obwohl mir jedoch nicht so
ganz wohl war bei der praktizierenden Form des Islam. Ich gebe zu, daß ich
eine eher bedrückende Kindheit hatte, aber damals noch nicht unmittelbar
zum Rebellen wurde.
FP:
Was hat Sie am Islam zweifeln lassen um
ihm dann letztendlich den Rücken zu kehren?
HS:
Als ich ungefähr 13 oder 14 war,
entwickelte ich ein großes Interesse für kreatives Schreiben, vor allem
für Poesie und ich begann, viel Zeit ins Lesen und Dichten zu investieren.
Ich kann mich erinnern, daß ich bis zu zehn Bücher aufs Mal aus der
Bibliothek holte um sie dann eins nach dem andern zu verschlingen.
Geschichte, Wissenschaft, Philosophie, Religion und Literatur, um nur
einige Themen zu nennen. Es war eine faszinierende Phase, das können Sie
mir glauben! Ich nehme an, daß ich geistig etwas frühreif war und ich gebe
dieser Zeitspanne einen hohen Wert - als meine Periode der Erleuchtung.
Ich glaube, daß
diese Bücher mich lehrten, mit Vernunft zu denken und zu urteilen und der
Welt der Vorurteile und der irrationalen Glaubenssätze zu entfliehen.
Bücher waren meine echten Befreier; sie waren die besten Gefährten, die
ich je hatte. Es war aber nicht immer lustig. Meine Familie und Lehrer
nahmen es nicht auf die leichte Schulter, als sie merkten, daß ich mich
veränderte. Letztere plagten mich sehr. Die meisten von ihnen waren
unglücklicherweise orthodoxe Muslime und sie mochten nicht, was ich
schrieb. Sie verboten mir, in der Schulzeitung zu publizieren obwohl ich
wahrscheinlich der einzige Student war, der kreativ schreiben konnte. Und
sie erinnerten mich unaufhörlich daran, daß der Islam weder Poesie, Musik,
Malerei, noch das Assoziieren mit Nicht-Muslimen oder das Lesen der Texte
anderer Religionen billigt. Die alles verwirrte mich sehr.
Es gab nur einen Weg
aus diesem Dilemma: ich mußte den Koran und die Ahadith in meiner
Muttersprache lesen. Ich las dann den Koran mehrere Male und konnte nicht
glauben was da stand. Ich begann, die fragwürdigen Verse zu markieren und
schrieb Kommentare daneben. Ich fragte mich, ob diese haßerfüllten Verse
tagtäglich an jeder Ecke meiner Stadt verbreitet und gepredigt würden. Ich
war vollkommen sprachlos. Am Anfang nahm ich an, daß es an den
Übersetzungen liegen müsse. Ich sammelte jedoch viele verschiedene
Koranübersetzungen von denen manche von berühmten Schriftgelehrten
erstellt worden waren. Man kann wirklich sagen, daß ich schockiert war und
ich verbrachte fast 2 Jahre – als ich 15, 16 war – damit, Antworten auf
meine Fragen zu finden.
Als ich 16 war,
wurde mein erster Gedichtband publiziert und mit 17 gewann ich dann die
Überzeugung, daß der Islam selbst eine sehr gewalttätige Religion ist.
Wenn man den Koran oder irgendeinen anderen islamischen Text in seiner
Muttersprache liest, kann das zwei Reaktionen auslösen. Man entwickelt
sich entweder zu einem gewalttätigen, hirntoten Muslim der bereit ist,
alles was sich ihm entgegenstellt, zu eliminieren. Oder man kann den Islam
ganz und gar verlassen und ein freier Mann werden. Ich habe letzteren Pfad
schon früh gewählt.
FP:
Sind Sie bedroht worden, als Sie sich vom
Islam abgewandt haben? Sind Sie heute noch immer gefährdet?
HS:
Nun gut, den Islam zu verlassen war für
mich nicht eine plötzliche Entscheidung; es war eher ein stufenweiser
Prozeß. Ich glaube, daß ich ungefähr 18 Jahre alt werden mußte bis ich dem
Islam schlußendlich ganz den Rücken gekehrt hatte. Manche meiner engsten
Freunde wußten um meine Einstellung gegenüber dem Islam. Ich denke, daß
einige sehr schockiert waren. Am Anfang war mein Abgang vom Islam
Privatsache; damals habe ich mich nicht vielen Menschen mitgeteilt.
Offensichtlich war
da die Angst, eine Mehrheit der Muslime in Rage zu bringen. Ich fing an,
meine Botschaft zu verbreiten indem ich viele Fragen stellte. Ich habe
dies von Sokrates gelernt; es kann ein sehr wirksames Werkzeug sein. Ich
begann in meinen Aufsätzen, islamische Glaubenssätze und Traditionen in
Frage zu stellen. Dies bereitete mir Schwierigkeiten. Obwohl ich einige
Gesinnungsfreunde hatte - wir nannten uns Freidenker – habe ich
auch unangenehme Feinde gemacht. Es war mir bewußt, daß sie jeden meiner
Schritte beobachteten. Aber wissen Sie, ich war jung und sorglos – so
machte ich halt weiter.
Einmal war dann die
Wartezeit vorüber und ich wurde eines Nachts physisch angegriffen. Ich
hatte Glück, daß ich mit wenigen Schrammen und Prellungen davon kam. Nach
diesem Vorfall verlangsamte ich mein Tempo etwas, blieb zuhause und
versuchte, mich aufs Schreiben zu konzentrieren. Ich glaube es war im
Jahre 2002, als eine islamistische Organisation ein Buch veröffentlichte,
in dem sie mich einen Nastik-Murtad, einen ungläubigen Apostaten
nannten. Ich mußte mich also nicht wirklich öffentlich als Apostat „outen“,
sie taten mir diese Ehre an.
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Apostasie
Nun entschied ich
mich, Bangladesh zu verlassen und kam 2003 als Student nach Australien.
Und falls Sie mich fragen würden, ob ich heute noch immer gefährdet sei,
ist alles was ich sagen kann: unterschätze niemals ihre Reichweite. Dies
betrifft nicht nur mich, sondern jeden Nicht-Muslim oder geborenen Muslim,
der nicht viel von seiner Religion hält. Jeder der anders als sie ist,
ist heute in Gefahr; dies ist die traurige Realität.
FP:
Was sind Ihre Gedanken zum arabischen
Imperialismus und zur islamischen Kolonialisierung? Wie tickt ein
nicht-arabischer (muslimischer) Konvertit bezüglich dieses Themas?
HS:
Was mir stets am meisten auffiel, ist,
daß der Islam eine verkleidete Form von arabischem Kolonialismus
darstellt. In Südostasien trifft man auf Leute, die dauernd über den
britischen Kolonialismus jammern und erklären, daß sie noch immer ein
Opfer desselben sind. Niemand redet jedoch über den arabischen
Kolonialismus der in jedem einzelnen nicht-arabischen Land sehr aktiv war
und ist. Islam ist ursprünglich eine arabische Religion. Er ist nicht eine
Religion des Gewissens, des persönlichen Glauben oder der Spiritualität;
vielmehr ist der Islam politisch und imperialistisch. Die Wallfahrtsorte
sind auf arabischem Boden, seine heilige Sprache ist arabisch und
sämtliche historischen Protagonisten sind arabische Eingeborene. Was also
in einem nicht-arabischen Konvertitenhirn passiert, ist äußerst
interessant.
Ein (nicht
arabischer) Bekehrter beginnt, seine eigene Kultur als nicht-islamisch zu
verachten. Er wird vom arabischen Einfluß angezogen und wünscht sich ein
Teil der arabischen Geschichte (story) zu sein. Ironischerweise beginnt er
den arabischen Krieger zu verehren, welcher sein Land erobert hat. Er
bringt dies fertig, indem er sich zuerst einmal von seiner eigenen
ethnischen Identität abwendet und dann in einer fundamentalistischen
Phantasiewelt lebt, in welcher er sich von seiner nicht-islamischen
Kulturprägung zu entgiften versucht.
Man kann diese
neurotische und nihilistische Gesinnung in den Bekehrten beobachten und
sie als unheilbare Geisteskrankheit bezeichnen, welche den Betroffen schon
seit vielen Jahrhunderten anhaftet und ihre Gesellschaft durcheinander
gebracht hat. Der arabische Kolonialismus ist sowohl politisch als auch
kulturell, und er ist meines Erachtens die älteste überlebende Form des
Kolonialismus. Es ist momentan Mode, Europa und ganz allgemein den Westen
sowie Israel des Kolonialismus und des Imperialismus zu bezichtigen und
für alles Üble auf dem Planeten verantwortlich zu machen. Die Muslime
schämen sich nicht, bei diesem Anschuldigungsspiel mitzumachen. Wenn es
aber um arabischen Imperialismus und islamischen Kolonialismus geht, sind
die Muslime voll Stolz und sie bewundern die Krieger die einstmals aus der
arabischen Welt kamen und das Land ihrer Vorväter eroberten.
Auf diese Weise
eroberten der islamische Kolonialismus und der arabische Imperialismus
vereint viele fortgeschrittene Zivilisationen des Altertums und brachten
diesen bezwungenen Kulturen katastrophale Veränderungen. Man könnte sagen,
daß die Araber die erfolgreichsten Imperialisten aller Zeiten sind, weil
es die gläubigen Konvertiten lieben, daß sie von den „heiligen Kriegern“
aus dem „heiligen Land“ erobert wurden. Es ist eine Art Erlösung für
sie.
FP:
Wie lautet Ihre Interpretation vom
„Heiligen Krieg“ des Islam?
HS:
Der Islam hatte schon immer mit
politischer Expansion zu tun. Dies ist, was Jihad oder „Heiliger Krieg“
ins Spiel bringt. Im Koran und den Ahadith steht häufig, daß nichts größer
und moralisch wertvoller sei als Jihad im Namen Allahs. Irgendwelche
Apologeten wollen uns jedoch weismachen, daß der Islam eine Religion des
Friedens sei, daß man Jihad sinnbildlich zu verstehen habe und
damit nicht Gewalt gemeint sei. Die blutige Geschichte des Islam
erzählt uns jedoch etwas ganz anderes: der Koran ist wörtlich zu
nehmen. Mohammed selber sagte wiederholt, daß der Koran nicht
poetisch oder allegorisch zu verstehen sei, daß er die deutliche Stimme
Allahs sei, welche jedermann verstehen und ernst nehmen könne. Es ist
außerdem Blasphemie, auch nur im Stillen zu denken, daß der Koran eine
Allegorie sein könnte.
In den Ahadith – der
Sammlungen der Traditionen – verlangt Mohammed des Öfteren von seinen
Getreuen, daß sie jegliche unislamische Machenschaften sofort mit Gewalt
zu stoppen hätten. Der Islam hat als Religion eine lange Tradition von
tief verwurzeltem Hass gegen die Ungläubigen. Im Koran befielt Allah den
Muslimen wiederholt, daß sie sich für den heiligen Krieg zu engagieren
hätten und versprach ihnen unbegrenzte Belohnung im Paradies dafür, daß
sie Märtyrer würden für den „Heiligen Krieg“ und den Ruhm Allahs.
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Die Gewißheit,
ins Paradies einzugehen
Wenn man einen der
türkischen Sufi Derwische – welche diese wunderschönen Wirbeltänze
praktizieren – fragt, bekommt man nicht eine wortwörtliche Interpretation
des Islam zur Antwort sondern eine angenehme humanitäre Sicht der
mystischen Sufi Philosophie. Unglücklicherweise jedoch betrachtet der
gängige Islam die Sufis als Häretiker und letztere sind von den orthodoxen
Muslimen durch die ganze Geschichte hindurch regelmäßig verfolgt worden.
Will man die wahre
Bedeutung von Jihad herausfinden so muß man das Leben Mohammeds, seiner
Getreuen und der späteren islamischen Herrscher und Denker anschauen. Dies
ergibt ein äußerst gewalttätiges Bild. Sogar Mohammeds unmittelbare
Nachfolger benutzten den Begriff Jihad wenn sie von der Eroberung neuer
Territorien sprachen. Der Radius für Mißverständnisse ist also sehr eng.
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Gesamteinsatz zur
Erlangung des Heils
Egal was auch immer
die Apologeten versuchen, dir als Bedeutung von Jihad unterzujubeln; die
meisten Muslime verstehen darunter ganz einfach die Expansion von Allahs
Königreich unter dem Kommando von Allah „Himself“. Wenn sie für Seine
Sache sterben, so sind sie Sahid oder Märtyrer; nur ihnen
garantiert Er, direkt und ohne Umweg über das Jüngste Gericht ins Paradies
zu gelangen.
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Die
Gewissheit, im Paradies eine bevorzugte Stellung zu erhalten
Islamische
Schriftgelehrte wie z.B. Taqi al din ibn Taymiyyah, Mohammad ibn Abdul
Wahhab, Sayyid Qutb, Abdullah Mawdudi und Hasan al Turabi tragen in diesem
Zusammenhang die Verantwortung. Sie werden von den modernen Jihadisten oft
als deren Inspirationsquelle zitiert. Erstere vertraten, daß die Muslime
sich in einem kosmischen Kampf mit den Mächten des Bösen befänden. Diese
dürfen auf keinen Fall toleriert, sondern müssen von den Muslimen bekämpft
werden, obwohl natürlich Allah letztendlich für deren Vernichtung
verantwortlich ist. Daher kommt es, daß heute keine berühmten muslimischen
Geistlichen oder islamische Politiker den Terrorismus verurteilen.
Verstehen Sie, die meisten Inhalte westlicher Lebensgestaltung stehen im
Widerspruch zum islamischen Glauben. So wird der Westen automatisch zur
Zielscheibe. Die islamischen Schriftgelehrten teilen darum die Welt in
zwei Hälften: die islamische Welt oder das Gebiet des Friedens und die
nicht-islamische Welt oder das Gebiet des Krieges.
►
Ziel des
„Heiligen Krieges“
FP:
Demnach interpretieren also die
islamischen Terroristen den Islam nicht falsch?
HS:
Nein, die Terroristen interpretieren den
Islam nicht falsch. Im Gegenteil, sie interpretieren ihn vollkommen
richtig. Theologisch gesprochen ist es solange die heilige Pflicht eines
Muslims zu kämpfen, bis sich die ganze Welt dem einen Allah zugewandt hat.
Es kann keinen anderen Gott geben. Allah ist unter den Göttern ziemlich
autokratisch, Er mag es nicht, mit irgendeiner anderen Gottheit den Himmel
zu teilen. Es tönt lustig, obwohl es jedoch eine Tatsache ist. Wie viele
muslimische Länder praktizieren die Demokratie? Liberalismus, individuelle
Privatsphäre und Freiheit, Rede - und Glaubensfreiheit – all dies und
etwelche andere Kriterien der Moderne, welche Ihnen in den Sinn kommen
könnten – widersprechen direkt dem islamischen Glauben.
Egal was auch immer
die Apologeten behaupten: „Islam“ und „Freiheit“ sind zwei gegensätzliche
Wörter mit gegensätzlichen Bedeutungen. Sehen Sie, im Gegensatz zum
Christentum oder zum Buddhismus ist der Islam keine persönliche Religion.
Islam ist sehr praktisch, sozial, im höchsten Maß politisch und
unspirituell. Sein Ziel ist die Weltherrschaft. Der Islam durchdringt
sogar die intimsten Bereiche menschlichen Lebens und macht Vorschriften.
Die Sharia Gesetzgebung wird als Gott gegeben betrachtet und sie diktiert
jedes einzelne Detail, von der Benützung des Zahnstochers bis hin zu
Regeln zum Geschlechtsverkehr; vom Schlachten der Tiere bis hin zu
Direktiven, welcher Vers rezitiert werden muß, wenn man auf der Toilette
sitzt. Zu allem und jedem gibt es genaue Vorschriften.
FP:
Was ist Ihre Meinung zu Mohammed und
seinen Verehrern?
HS:
Nach meinem Dafürhalten ist er
zweifelsohne einer der einflußreichsten Gestalten der Geschichte und zwar
in dem Sinne, daß noch immer Milliarden von Muslimen bereit sind, für ihn
zu sterben. Dies ist einzigartig, gerade wenn man seinen Einflußradius
betrachtet. Einer seiner wenigen sympathischen Charakterzüge ist jedoch,
daß er selber nie behauptet hat, perfekt zu sein; obwohl dies natürlich
heutzutage Milliarden von Muslimen glauben.
Ich nehme an, daß
sich Mohammed immer im Klaren über seine menschlichen Unzulänglichkeiten
war und alles tat um zu verhindern, daß er anstelle von Gott verehrt
würde. Für die Muslime jedoch ist er sündenlos, der perfekteste und
großartigste Mensch der je auf diesem Planeten gelebt hat. Und: er ist
sogar der größte aller Propheten. Ob bewußt oder unbewußt, jeder Muslim
verehrt Mohammed. So reagiert er mit unvorhergesehener Gewalt wenn
Mohammed von einem Cartoonisten, einem Schriftsteller oder irgend jemand
anderem verunglimpft wird.
►
Mohammeds
Handlungen sind von Allah göttlich legitimiert
Wenn man hingegen
Mohammeds berühmte Biographen wie Bukhari, Ibn Ishaq und Al Tabari liest,
so stellt man fest, daß er alles andere als ein sündenloser perfekter
Mensch gewesen ist. Seine Grausamkeit gegenüber den Juden, den heidnischen
Mekkanern und seinen Rivalen ist bestens belegt. Er vertrieb zwei jüdische
Stämme, die Banu Qaynuqa
►
Belagerung und Vertreibung der Banu Quaynuqa die Banu Nadir
►
Vertreibung der Banu Nadir und
massakrierte den dritten bis auf den letzten Mann: die Banu Quraiaza.
►
Vernichtung der Banu Quraiza Er brachte den Prinzen der Khaybar um
und machte dessen Frau zu seiner Sexsklavin.
►
Unterwerfung von Khaybar Es gibt zahllose Beispiele, man braucht
nur in seiner Biographie zu lesen, in welcher Übersetzung auch immer.
Apologeten des Islam
versuchen dies mit folgender hohler Logik zu rechtfertigen: Wenn einer ein
Prophet ist, so führt er einen moralisch höher stehenden Lebenswandel.
Mohammed heiratete jedoch 12 oder 13 Mal; dies widerspricht sogar seiner
eigenen Predigt, die vier Ehefrauen erlaubt. Was mich am meisten
beunruhigt ist jedoch, daß er die 6 jährige Tochter Aischa seines nächsten
Freundes Abu Baker heiratete. Wenn dies jemand in der modernen
zivilisierten Welt tut, gilt es als pädophil und muß den Rest seines
Lebens im Gefängnis verbringen.
Ein anderer
beunruhigender Vorfall begab sich, als sich Mohammed zu Zaynab, der
Ehefrau seines Adoptivsohnes hinzugezogen fühlte und er diese später sogar
heiratete. Zudem verpaßte er es als Stammesoberhaupt, einen Nachfolger zu
bestimmen. Dies führte zu der blutigen Shia - Sunni Spaltung im Islam. Der
zweite, dritte und vierte Kalif wurden alle aufgrund dieses Machtkampfes
umgebracht. Dies sind nur einige Vorkommnisse in einem sehr
ereignisreichen Leben eines sehr einflußreichen Mannes. Aber, was mich
angeht, war Mohammed kein Heiliger. Obwohl er zweifelsohne sehr
einflußreich war, sehe ich keinen perfekten, sündenlosen Mann in ihm. Im
Gegensatz dazu stehen die Muslime, welche versuchen, es ihm gleichzutun.
FP:
Sprechen wir noch etwas ausführlicher
über den Islam als totalitäres Glaubenssystem.
HS:
Wie ich schon oben antönte, befindet sich
der Islam in einem Kampf kosmischen Ausmaßes gegen die nicht islamische
Welt. Ich denke, daß außer der mystischen Sufi Sekte, welche von den
meisten Muslimen als häretisch verschrien ist, der Rest der islamischen
Welt inklusive seines Glaubenssystems zweifelsohne totalitärer Natur ist.
Sehen Sie, keine
Gläubigen anderer Religionen versuchen, internationale Verbindungen von
Staaten welche auf Religion basieren ins Leben zu rufen. Nur die Muslime
machen so was und nennen es Umma oder Nachfolger Mohammeds. Somit
kann man sie mit sozialistischen oder kommunistischen Revolutionären
vergleichen.
Auf der persönlichen
Ebene durchdringt der Islam jede Lebensphase; der einzige Zweck der Sharia
Gesetzgebung ist es, das religiöse, soziale und politische Leben eines
jeden Menschen in all seinen Aspekten zu kontrollieren. Jihad und Sharia
sind die letztendlichen Werkzeuge dieses islamischen Kontrollmechanismus.
Das Leben Mohammeds spiegelt die ureigenste Natur eines totalitären
Systems wieder. Es gibt keine Trennung von Kirche und Staat; Mohammed
bekleidete das Amt des Propheten, Staatsmannes, Gesetzgebers, Richters und
Anführers seiner Gemeinde etc.
Man kann also sehen,
daß bereits die Anfänge totalitär waren. Die Muslime werden angehalten,
dem Koran, den Ahadith (den Taten und Worten Mohammeds)
►
Sunnah und Hadith
oder dem Urteil der islamischen Schriftgelehrten (Ulema) zu folgen, falls
eine Antwort in den Schriften nicht gefunden werden kann. Während sich
interessanterweise das von Menschenhand geschaffenes Gesetz dauernd
ändert, ist die Scharia
►
Scharia göttlich
und unabänderbar. Menschliche Intelligenz kann sie nicht kritisieren, sie
muß ohne Zweifel und Hinterfragung akzeptiert werden.
So schauen wir auf
eine streng kontrollierte Gesellschaft ohne jegliche Hoffnung auf
individuelle Freiheit. Die Scharia enthält allerlei verrückte Prinzipien
wie z.B. die Intoleranz gegenüber Heiden und Juden, die Ungleichheit
zwischen Mann und Frau, religiöse, soziale und finanzielle Einschränkungen
für nicht muslimische Mitbürger
►
Dhimmitude und
Schutzgelderpressung, das Sanktionieren von Sklaverei
►
Sklaven im Koran
und Polygamie, barbarische Bestrafungsmethoden wie wechselseitiges
Abhacken von Hand und Fuß, Augen ausstechen und köpfen etc.
Diese Gesetzgebung
wurde vor über tausend Jahren erstellt und hat sich seither nicht
verändert. Es ist offensichtlich, daß die Scharia nicht im Einklang mit
der Moderne und nicht kompatibel mit dem 21. Jahrhundert ist. In den
letzten tausend Jahren haben wir uns sehr entwickelt aber das islamische
Gesetz und sein Blickwinkel ist in der mittelalterlichen Wüste stecken
geblieben. Während vieler Generationen sind die Muslime nun an diese
Gesetzgebung angekettet geblieben, sie müssen erlöst werden. Es ist somit
weiter nicht überraschend, daß es kaum intellektuellen Fortschritt in der
islamischen Gesellschaft gibt. Wie kann es Fortschritt geben, wenn die
Muslime den Koran als ewige Wahrheit betrachten und die letztendliche
Lösung für all ihre Probleme? Fortschritt benötigt Veränderung, Islam ist
unveränderbar. Darum ist der Islam nicht nur eine Religion sondern ein
totalitäres Glaubenssystem und die Muslime sind dessen erstes Opfer.
Leider verstehen das nur sehr wenige der betroffenen Gläubigen.
FP:
Wie verhält es sich denn mit denjenigen
muslimischen Reformern, welche versuchen, den Islam in die moderne
demokratische Welt zu bringen? Gibt es Hoffnung aufgrund ihrer Bemühungen?
Falls man Sie um Rat fragte, wie würden Sie antworten?
HS:
Schauen Sie, ich glaube nicht, daß man
zugleich Muslim und Reformer sein kann. Es ist ein Widerspruch und ein
Paradox. Islam verbietet Reformation. Die Muslime sind stolz darauf, daß
der Koran im Gegensatz zur Bibel nicht verschiedene Ausgaben und Versionen
durchlaufen hat. Der Koran ist rein, heilig und unberührt.
Mohammed bestand
während seiner ganzen Prophetenkarriere darauf, daß der Koran das
buchstabengetreue Wort Allahs sei, DIE Wahrheit, für immer und ewig, Punkt
fertig. Wie kann man also Reform veranlassen und gleichzeitig ein wahrer
Muslim bleiben? Meines Erachtens ist dies ist ein verwirrender und
irreführender Widerspruch. Diese so genannten Reformer sagen uns immer
wieder, daß der wahre Islam eine Religion des Friedens sei und die Taktik
der Taliban nicht sanktioniere, daß der wahre Islam nichts mit den
Jihadisten zu tun habe etc. Irgendwann mag man das nicht mehr hören.
Dieses Ableugnen ist eine erbärmliche Angelegenheit. Man braucht ja nicht
lange nachzuforschen um herauszufinden, ob der wahre Islam etwas mit
diesen barbarischen Machenschaften zu tun hat oder nicht. Man braucht nur
den Koran, die Ahadith, die Sharia Gesetzgebung oder irgendeinen anderen
islamischen Text zu lesen; sie sind überall erhältlich. Darum ist es so
wichtig, daß eine weltweite Auseinandersetzung mit und Kritik am Islam
erlaubt wird. Ehrliches und pointiertes intellektuelles Engagement ist
absolut entscheidend um demokratische und moderne Gesellschaften zu
formen.
FP:
Was für Ratschläge würden Sie denen
erteilen, welche die westliche Zivilisation retten wollen? Wie können wir
in diesem Gesamtkrieg unserem Feind am besten begegnen?
HS:
London, New York, Sydney – all diese
Grosstädte haben etwas gemeinsam: die meisten Muslime ziehen dorthin, um
ihre eigene ökonomische Situation zu verbessern. Grosstädte sind wie
Schönheitsköniginnen, von allen benützt, von keinem geliebt.
Die meisten Muslime
haben sich bereits klar ausgedrückt: sie beabsichtigen nicht, sich im
Gastland zu assimilieren. Im Gegenteil: ob nun in Kanada, England oder
Australien, sie fordern wiederholt, daß die Sharia eingeführt wird, als ob
sich das Gastland ihnen anzupassen habe!
In einem
muslimischen Hirn ist der Islam als universelles Religionsprogramm
eingeprägt und er hofft, daß die gesamte Menschheit den Islam eines Tages
übernehmen wird. Es ist diese Eroberermentalität in ihm, denn der Islam
beschränkt sich nicht auf Heim und Herd. Der Islam bietet den Muslimen
einen kompletten Lebenskodex und die islamische Gesellschaft muß sich
daran halten. Sie können also sehen, daß das islamische Weltbild ein
totalitäres ist welches nicht nur militärisch, sondern auch intellektuell
bekämpft werden muß. Wir dürfen nicht vergessen, daß dies auch ein Krieg
von Ideologien ist.
Unglücklicherweise
ist man in manchen westlichen Ländern immer noch blind gegenüber der
Gewalt, welche von Muslimen an Muslimen verübt wird. Man nehme zum
Beispiel die Fälle von Migrationseltern, welche ihre Teenager zwingen
wollen, nach dem islamischen Kodex zu leben. Manche westlichen
Gesellschaften sind politisch zu korrekt und handeln nicht wenn ein
Freidenker für seinen Unglauben attackiert wird. Sie befürchten,
muslimische Stimmen im Wahlkampf oder generell politische Unterstützung zu
verlieren. Ich bin der Meinung, daß der Westen konsequent zu seinen
säkularen Prinzipien stehen und sofort handeln muß, wenn z.B. Gewalt gegen
Frauen verübt oder jemand gezwungen wird, dem islamischen Kodex zu folgen.
Dies würde den Islamisten und potentiellen Jihadisten eine glasklare
Botschaft senden. In den westlichen Ländern gibt es eine immer größer
werdende Anzahl von Islam Schulen. Dies ist ein weiterer Weg, Menschen
schon im zarten Kindesalter einer Gehirnwäsche zu unterziehen und sie von
der populären Gesellschaft zu isolieren. Man gibt zu verstehen: „Wir
sind Muslime, ihr seid Christen. Wir sind anders. Ihr eßt Schweinefleisch,
wir nicht. Wir sind anders. Wir zwingen die Mädchen, einen Hijab zu
tragen. Damit senden wir eine klare Botschaft: unsere Mädchen sind keusch,
eure sind es nicht, sie sind wie Huren.“
Es ist also äußerst
gefährlich, sich von solchen Vorkommnissen im Namen des Multikulturalismus
abzuwenden. Respekt für andere Kulturen und andere Wertsysteme ist wichtig
und ist ein fester Bestandteil von säkularen und demokratischen
Gesellschaften. Wenn es jedoch andere Wertsysteme gibt, welche unsere
eigene moderne Zivilisation zerstören wollen dann müssen wir sie aufs
heftigste bekämpfen. Um die Werte unserer Zivilisation zu schützen, müssen
wir Vernunft, stichhaltige Argumente, Kritik und gesetzliche sowie
militärische Mittel einsetzen.
Es ist in Ordnung,
einen religiösen Glauben zu haben. Praktiken jedoch, welche gegenüber
religiösen Schriften und Institutionen wortwörtliche Unterwerfung fordern,
sollten nicht toleriert werden. Ich postuliere, daß ein Muslim die
absolute Freiheit haben soll, seine persönliche Religion zu praktizieren.
Wenn er jedoch aufspringt und die Todesstrafe für einen Schriftsteller
fordert oder in seiner Gemeinde Haßpredigten zum Besten gibt, dann sollte
er gemäß (westlichem) Gesetz bestraft werden.
Wie ich schon zuvor
betonte: der Westen muß zu seinen säkularen Prinzipien stehen und seine
demokratischen Rechte und Freiheiten auf Gedeih und Verderb verteidigen.
Die Politiker sollen aufhören, politisch derart korrekt zu sein und sie
sollen sich nicht entschuldigen, wenn sie die ureigensten Werte ihrer
Zivilisation verteidigen müssen.
Wir sollten uns
jedoch stets daran erinnern, daß dies nicht unbedingt ein Kampf zwischen
dem Westen und dem Islam ist, auch wenn manche dies so darstellen, weil es
ihnen in den Kram paßt. Wie ich schon oben erwähnte, teilen die Jihadisten
die Welt in zwei Gebiete – in die islamische und die unislamische. Ich
hingegen mache dies nicht. Ich nehme vielmehr an, daß die letztendliche
Schlacht stattfindet zwischen den Menschen, welche die Werte von Freiheit,
Frieden und Humanismus schätzen und den anderen, die dies nicht tun. Wir
müssen unbedingt siegen – um unserer eigenen Existenz willen.
Quelle:
www.frontpagemag.com/Articles/Read.aspx?GUID=E93CD8A1-6AB7-4D87-9F3F-873D6E275867