Das Versagen westlicher Universitäten
von Fjordman
Kari Vogt, Historikerin für
Religionsgeschichte an der Universität Oslo, hat behauptet, Ibn Warraqs
Buch
"Warum
ich kein Moslem bin"
sei für das Studium des Islam gleichermaßen
uninteressant wie die Protokolle der Weisen von Zion für das Studium des
Judentums. Sie wird allgemein als eine der führenden Islamexperten des
Landes betrachtet und wird häufig in landesweiten Medien zu
Angelegenheiten, die den Islam und die Einwanderung von Muslimen
betreffen, zitiert. Menschen, die ihre Informationen überwiegend aus den
Mainstream-Medien beziehen, was für die Mehrheit der Bevölkerung zutrifft,
werden so von unseren Universitäten systematisch mit gefärbter Information
und Halbwahrheiten über den Islam gefüttert und diese Institutionen
versagen dabei weitgehend, das Ideal freier Meinungsbildung hoch zu
halten. Leider ist diese Situation überall im Westen an Universitäten und
Hochschulen sehr ähnlich.
Die Londoner
School of Oriental and African Studies
(SOAS),
Schauplatz einer steigenden Zahl antisemitischer Vorfälle auf einem
zunehmend pro-islamisch werdenden Campus, drohte einem ihrer jüdischen
Studenten Konsequenzen an für den Fall, daß er seine Proteste gegen
Antisemitismus an der Universität nicht
einstelle. Der Amerikaner Gavin Gross führte eine Kampagne gegen die
Verschlechterung der Studienbedingungen für jüdische Studenten an der SOAS,
die zu der Universität London gehört, durch. SOAS hatte eine Eskalation
antijüdischer Aktivitäten erlebt, und zwar sowohl was die Schwere als auch
was die Häufigkeit anging. Anfang des Jahres untersuchte die Islamic
Society ein Video, in dem das Judentum mit Satanismus verglichen
wurde.
Zwischenzeitlich spendete
Saudi-Arabien „zur Förderung eines besseren Verständnisses zwischen dem
Islam und dem Westen“ ca. 13 Millionen Saudi-Riyal (ca. 2,7 Mio. Euros) an
ein
führendes britisches Museum. Offizielle
Sprecher ließen verlauten, daß das Geld
von Prinz Sultan für eine neue saudische und islamische Galerie verwendet
werden würde, welche dazu beitragen werde, die
islamische Kultur und Zivilisation in der richtigen Perspektive
darzustellen. Es würde ebenfalls für Stipendien an saudische Studenten an
der Oxford Universität verwendet werden.
Die Saudis und andere
arabische Ölmagnaten kaufen sich eifrig Einfluss darauf, was Westler über
den Islam zu hören bekommen. Prinz Al-Waleed bin Talal bin Abdul Aziz
Al-Saud, Mitglied der saudischen Königsfamilie und internationaler
Investor, wird zurzeit unter den 10 reichsten Personen der
Welt aufgelistet. Er wurde dafür bekannt, daß er
dem New Yorker Bürgermeister Rudolph W. Giuliani im Oktober 2001 einen 10
Millionen Dollar Scheck für den Twin Tower Fond anbot.
Bürgermeister Giuliani lehnte das Geschenk ab, als er erfuhr, daß der
Prinz die USA dazu aufgerufen hatte, „ihre Nahost-Politik einer
Überprüfung zu unterziehen und eine ausgewogenere Haltung gegenüber der
palästinensischen Sache einzunehmen.“
Prinz Talal baut auch einen Fernsehkanal
auf -
Al-Resalah - um amerikanische Muslime
anzusprechen. Er sendet bereits in Saudi-Arabien. 2005 erwarb Bin Talal
5.46% der stimmberechtigten Aktien von News Corp, der
Muttergesellschaft von Fox News. Im Dezember 2005 prahlte er
gegenüber Middle East Online, er hätte die Möglichkeit, Einfluss
darauf zu nehmen, was die Zuschauer von
Fox News
zu sehen bekommen. In der Berichterstattung über die Unruhen in
Frankreich im vorangegangen Herbst lief bei
Fox News ein Newsticker mit der Aufschrift ‚muslimische Krawalle’. Bin
Talal war davon nicht begeistert. „Ich nahm den Telefonhörer in die Hand
und rief Murdoch an.... (und sagte ihm) das sind keine muslimischen
Krawalle sondern ‚Armutsunruhen’ und innerhalb von 30 Minuten wurde der
Titel von ‚muslimischen Krawallen’ in ‚Bürgerunruhen’ geändert.“
Eine von der
Universität Cornell (USA) durchgeführte Umfrage ergab, daß rund die
Hälfte der Amerikaner eine
negative Sichtweise des Islam haben. Auf einer Pressekonferenz
im Hauptsitz der World Assembly of Muslim
Youth (WAMY), sagte Paul Findley, ein ehemaliges US-Kongressmitglied,
daß das Krebsgeschwür antimuslimischer und antiislamischer Ressentiments
sich in der amerikanischen Gesellschaft ausbreite und daß korrigierende
Maßnahmen nötig seien, um diese Tendenzen auszumerzen. Es wurde
angekündigt, daß der Council on American-Islamic Relations (CAIR)
via Fernsehen, Radio und Zeitungen eine massive, 50 Millionen Dollar
schwere Medienkampagne starten werde. „Wir planen, Prinz Alwaleed ibn
Talal um seine finanzielle Unterstützung für unser Projekt zu bitten. In
der Vergangenheit hat er sich sehr großzügig gezeigt.“
Die World Assembly of
Muslim Youth, die von einem Neffen Osama Bin Ladens in den USA
gegründet wurde, teilt sich die Büroräume mit der Islamic Society of
North America und dem Islamic Centre of Canada.
WAMY Canada organisiert eine Reihe
von islamischen Jugendlagern und veranstaltet Pilgerreisen für
Jugendliche. Der US Special Agent Kane zitierte aus einer von WAMY
ausgearbeiteten Publikation: „Heil! Heil! Oh ihr aufopferungswilligen
Krieger! Zu uns! Zu uns! Auf daß wir die Flagge an diesem Tag des Jihad
verteidigen mögen, wollt ihr mit Eurem Blut geizen?! Ist das Leben Euch
lieber geworden? Das Zurückbleiben süßer?“ Gemäß seiner Aussage sind 14-
bis 18-Jährige die Zielgruppe für diese Schriften.
Die Universitäten Harvard
und Georgetown erhielten von Prinz bin Talal
Spenden in Höhe von 20 Mio. Dollar,
um islamische Studien zu finanzieren. „Für eine Universität mit globalem
Anspruch wie Harvard ist es von äußerster
Wichtigkeit, ein starkes Programm über den Islam zu haben, das weltweite
und interdisziplinäre Bandbreite hat.“ sagte Steven E. Hyman, der Dekan
von Harvard. Die Verantwortlichen von Georgetown sagten, sie
beabsichtigten, das Geschenk - das zweitgrößte, das sie jemals erhalten
hatten – dahingehend zu nutzen, ihr Zentrum für islamisch-christliche
Verständigung weiter auszubauen. Martin Kramer, der Autor von Ivory
Towers on Sand: The Failure of Middle Eastern Studies in America
sagte: „Prinz Alwaleed weiß, daß er sich an Eliteuniversitäten wie Harvard
oder Georgetown wenden muss, wenn er eine Veränderung bewirken will.“
Professor John Esposito von
der Universität Georgetown, Gründungsdirektor des Zentrums für
islamisch-christliche Verständigung, hat vermutlich mehr als jeder andere
Akademiker dazu beigetragen, die Bedrohung des Westens durch den
Jihad herunter zu spielen.
Kramer stellt fest, daß Esposito
seine These als junger Mann in den 70ern unter seinem muslimischen Mentor
Ismail R. Faruqi, einem palästinensischen Pan-Islamisten und Theoretiker
der „Islamisierung des Wissens“ ausgearbeitet hat. Während des ersten
Teils seiner Karriere hat John Esposito nie an einem der größeren
Nahost-Zentren studiert oder gelehrt. In den 80ern veröffentlichte er
jedoch Bücher wie Islam: The Straight Path (Islam: der gerade Weg),
das erste einer Serie von schmeichelhaften Büchern über den Islam. 1993
kam John Esposito an die Universität Georgetown und nahm dann später den
Status in Anspruch, eine „Autorität“ auf diesem Gebiet zu sein.
Im Jahr 2003 anerkannte die
Islamic Society of North America (ISNA) Professor Esposito nicht
nur in Nordamerika sondern weltweit als
den zeitgenössischen
"Abu
Taleb des Islam"
und der Gemeinschaft der Muslime. In Anerkennung seiner "zahllosen
Bemühungen, Mythen über islamische Gesellschaften und Kulturen zu
zerstreuen" verglich Dr. Sayyid Syeed,
Generalsekretär der ISNA, die Rolle Espositos mit der von Abu Taleb,
Mohammeds nicht-islamischem Onkel, der die Gemeinschaft der Muslime in
Mekka zu einer Zeit, als diese noch schwach und verletzlich war,
vorbehaltlos unterstützte.
Der Aufstieg Espositos zur
Berühmtheit symbolisiert das Scheitern kritischer Studien zum Islam –
manche mögen sagen das Scheitern kritischer Studien zu überhaupt allem
Nicht-Westlichen – an westlichen Universitäten in den 80er und 90er
Jahren. Der Franzose Olivier Roy veröffentlichte bereits 1994 ein Buch mit
dem Titel The Failure of Political Islam (Das Scheitern des politischen
Islam). Er schrieb u.a. folgendes: „Der Nahe Osten ist nun in eine
Phase des Post-Islamismus eingetreten.“ Wie es Martin Kramer auf den Punkt
bringt, „waren die Akademiker so
intensiv mit ‚islamischen Martin Luthers' beschäftigt, daß es ihnen nicht
gelang, auch nur eine einzige seriöse Analyse über Bin Laden und seine
Anschuldigungen gegenüber Amerika zu erstellen. Bin Ladens Aktionen,
Äußerungen und Videos stellten eine Peinlichkeit
für die Akademiker dar, die den Amerikanern versichert hatten, daß sich
der ‚politische Islam’ auf dem Rückzug von der Offensive befinde.“
Wenigstens wird Bin Laden heute von
amerikanischen Universitäten zur Kenntnis genommen. Es ist nur die Frage
wie.
Bruce Lawrence, Professor für Religion an
der Universität Duke, hat ein Buch über
Osama bin Ladens Reden und Schriften veröffentlicht. „Wenn man ihn in
seinen eigenen Worten liest, klingt er wie jemand, der als hochgeschätzte
und willkommene Stimme in der Weltpolitik begrüßt
werden könnte“, sagte Lawrence. Er behauptete
auch, Jihad bedeute, ein „besserer Student, ein besserer Kollege,
ein besserer Geschäftspartner zu sein; vor allem aber, seine Wut zu
kontrollieren.“
Andere glauben, daß wir zuviel Aufhebens
um diese ganze Jihad - Geschichte machen.
John Mueller, Professor für
Politikwissenschaften an der staatlichen Universität von Ohio, wurde in
der Zeitschrift Foreign Affairs, Ausgabe September 2006, gefragt,
ob die Terrorbedrohung gegen die USA erfunden sei. Er antwortete:
„Eine vollkommen glaubwürdige Erklärung der Tatsache, daß die USA nach
9/11 keine weiteren Terroranschläge zu erleiden hatte, ist die, daß die
Bedrohung durch einheimische oder importierte
Terroristen massiv übertrieben wurde – wie die Bedrohung, die während des
2. Weltkriegs angeblich von japanisch-stämmigen Amerikanern und danach von
amerikanischen Kommunisten ausging – ... Der umfangreiche und teure
Apparat der Homeland Security, der nach 9/11 aufgebaut wurde, mag
manche verfolgen, viele bespitzeln, die meisten belästigen und alle
besteuern, um die Vereinigten Staaten vor einem Feind zu schützen, der
wohl gar nicht existiert.“
Lee Kaplan, der an einer
Konferenz der Middle East Studies Association
(MESA) in San Francisco teilnahm, berichtet: „Kostenlose Exemplare eines
Hochglanz-Nachrichtenmagazins mit dem Namen The Washington Report on
Middle East Affairs wurden an die teilnehmenden Akademiker verteilt.
Die meisten Leute würden angesichts dieser Aufmachung denken, sie hätten
etwas wie Newsweek oder Time Magazine vor sich. ... Was sie
jedoch nicht wissen, ist, daß das Washington Report on Middle East
Affairs Magazine und die gleichnamige Website – in der Tat die
ganze dahinter stehende Organisation – von Saudi-Arabien finanziert
werden, einem despotischen Regime, das sich in aller Ruhe den Weg in jeden
Campus von Amerika erkauft hat, insbesondere durch
die Zentren für Nahoststudien in den USA.“
„Ich traf dort Nabil Al-Tikriti, einen
Professor von der Universität Chicago und
sagte zu ihm: „Ich würde jene Nahost-Gelehrten
einladen, die wirklich Amerikas Kriegsbemühungen in Übersee und die
Sicherheitspolitik die wir hier zu Hause brauchen unterstützen. Menschen
wie Daniel Pipes oder Martin Kramer. Warum sind
sie nicht hier an dieser MESA-Konferenz?“ – „Sie würden niedergebrüllt
werden', antwortete Al-Tikriti.“
Hugh Fitzgerald, der Vizepräsident von
Jihad Watch, teilt Lee Kaplans
Besorgnis über MESA: „Als Organisation ist MESA während der
vergangenen zwei Jahrzehnte langsam aber sicher von Islamapologeten
übernommen worden. ... Die Apologetik besteht darin, daß so
gut wie nie über Jihad oder Dhimmitude
gesprochen wird oder daß die Studenten auch nur in den Koran, die Ahadith
und die Sira eingeführt werden. ... Bücher auf dem Niveau von Karen
Armstrong und John Esposito sind Pflichtlektüre sowie Wohlfühlunsinn wie
Maria Rosa Menocal’s Buch: The Ornament of the
World. ...“
„Kein MESA-MItglied hat so viel dazu
beigetragen, einer breiten Öffentlichkeit wichtige neue Arbeiten über
Mohammed, die Ursprünge des Koran und die Geschichte des frühen Islam nahe
zu bringen wie der „einsame Wolf“ Ibn Warraq. Niemand hat vergleichbare
Arbeit über die Institution der Dhimmitude geleistet wie die „einsame
Wölfin“ Bat Ye'Or. Es ist eine bizarre Situation, daß der Großteil
dieser wichtigen Arbeit nicht an Universitäten
gemacht wird.“
Hugh Fitzgerald hat Recht.
The Legacy of Jihad ist eines der
wichtigsten Werke zum Jihad, das in den vergangenen Jahren erschienen ist.
Es wurde von dem Arzt Andrew Bostom geschrieben, der angesichts des
meisten Materials, das nach den Terroranschlägen von 2001 zum Thema
erhältlich war frustriert zur Feder griff. Bat Ye’or, vielleicht die
führende Expertin zur islamischen Institution der Dhimmitude, ist
Autodidaktin. Und Ibn Warraq hat mehrere hervorragende Bücher wie z.B.
Ursprünge des Koran
außerhalb des
etablierten Universitätssystems geschrieben. Das alles ist ein großes Plus
für diese Menschen persönlich, aber es ist kein Plus, was den
Zustand westlicher Universitäten angeht.
Es ist schwer zu verstehen, warum
amerikanische oder westliche Autoritäten immer noch zulassen, daß die
Saudis das, was der zukünftigen westlichen Führungselite über den Islam
gelehrt wird, finanzieren - Jahre nachdem mehrere
saudische Staatsbürger den schlimmsten
Terroranschlag in der westlichen Geschichte ausführten. Die Vereinigten
Staaten ließen nicht zu, daß sich Nazideutschland Einfluss auf
US-Universitäten erkaufte. Und obwohl die sowjetischen Kommunisten ihre
Apologeten im Westen in Gestalt von bezahlten Agenten hatten, ließen die
USA niemals zu, daß die Sowjetunion offen führende amerikanische
Hochschulen sponserte. Warum also lassen sie zu, daß Saudi-Arabien und
andere islamische Nationen es tun? Die Saudis sind unsere Feinde und sie
sollten daran gehindert werden, direkten Einfluss auf unsere Universitäten
und Massenmedien zu nehmen. Das ist eine Angelegenheit nationaler
Sicherheit.
Obwohl Schmiergelder und
saudische Petrodollars ein ernst zu nehmendes Hindernis für kritische
westliche Studien zum Islam darstellen, sind diese allerdings keinesfalls
alleine für alle Probleme verantwortlich. Einige Akademiker sind derart
von antiwestlicher Ideologie durchdrungen, daß sie sich auch ohne
Bezahlung glücklich schätzen, den Westen schlecht zu machen und dem Islam
zu applaudieren.
Nur wenige Werke haben mehr
dazu beigetragen, die kritische Debatte über den Islam an den westlichen
höheren Bildungsinstituten während der letzten Generation zu korrumpieren
als das 1979 erschienene Buch Orientalism von Edward Said. Es
brachte eine wahre Armee von „Saidisten“ und, wie Ibn Warraq dies
bezeichnet, auch den
Intellektuellen Drittewelt-Terrorismus hervor.
Gemäß
Ibn Warraq „lehrte letzteres Werk (Orientalism)
eine ganze Generation von Arabern die Kunst des Selbstmitleids
– ‚wenn nur die niederträchtigen
Imperialisten, Rassisten und Zionisten nicht wären, dann fänden wir
wieder zu alter Größe zurück’,
ermutigte die islamisch-fundamentalistische Generation der 80er Jahre und
brachte jegliche Kritik am Islam zum Schweigen.“
„Der aggressive Ton in Orientalism
ist das, was ich ‚intellektuellen Terrorismus’ nenne.
Er versucht nicht, mit Argumenten
oder historischen Analysen zu überzeugen, sondern dadurch, daß er Anklagen
des Rassismus, Imperialismus und Eurozentrismus
gegenüber jedem versprüht, der widersprechen könnte. Einer seiner
bevorzugten Taktiken ist es, den Orient als
Daueropfer des westlichen Imperialismus, der westlichen Vorherrschaft und
Aggression darzustellen. Der Orient wird niemals als aktiver Teilnehmer
gesehen, niemals als Handelnder mit freiem Willen, eigenen Plänen oder
Ideen.“
Ibn Warraq kritisiert Said auch dafür,
daß er die Tradition kritischen Denkens im Westen nicht anerkennt. Wäre er
ein bisschen tiefer in die griechische Zivilisation und Geschichte
eingetaucht, hätte er sich die Mühe gemacht, Herodots große
Geschichtsschreibung zu lesen, dann hätte Said „eine Eigenheit erkannt,
die auch zutiefst charakteristisch für die
westliche Zivilisation ist und welche er sich bemüht zu verbergen, und
sich weigert sie anzuerkennen: Das Streben nach Wissen um seiner
selbst Willen. Das lateinische Wort historia,
aus dem sich unser Begriff „historisch“ ableitet, bedeutet „Forschung“
oder „Recherche“ und Herodot glaubte, daß sein Werk das Ergebnis von
Forschung war: Was er gesehen, gehört und gelesen sowie durch Recherche
ergänzt und verifiziert hatte."
Intellektuelle Neugier ist
eines der Markenzeichen westlicher Zivilisation. J.M. Roberts brachte es
auf den Punkt: „Die massive Gleichgültigkeit mancher Zivilisationen und
ihr Mangel an Neugier auf andere Welten ist ein riesiges Thema. Warum
haben bis vor kurzem islamische Gelehrte keinerlei Absicht gezeigt,
lateinische oder andere westeuropäische Texte
ins Arabische zu übersetzen? Warum konnte der englische Dichter Dryden ein
Stück schreiben, das sich mit der Nachfolge des Mogul-Kaisers Aurungzebe
nach dessen Tod in Delhi befasst und
warum kann man hingegen darauf wetten, daß kein
indischer Autor jemals daran dachte, ein Stück über die gleichermaßen
dramatischen politischen Ereignisse am englischen Hof des 17. Jahrhunderts
zu schreiben? Es wird klar, daß eine Erklärung für die europäische
Wissbegierde und Abenteuerlust tiefer gehen muss als sich nur auf
ökonomische Gründe zu beschränken, so bedeutsam diese auch sein mögen.“
Martin Kramer weist auf die Ironie hin,
die dahinterliegt, daß Salman Rushdie Saids Mut
lobte: „Professor Said erhält regelmäßig Drohungen von der Jewish
Defense League in Amerika,“ sagte Rushdie 1986, „und ich denke, daß
wir anerkennen sollten, daß es nicht das leichteste Schicksal ist, ein
Palästinenser in New York zu sein - oder in vielerlei Hinsicht überhaupt
ein Palästinenser zu sein.“ Offensichtlich ist aber Saids Schicksal dem
von Rushdie eindeutig vorzuziehen, da ja Khomeini 1989 zur Tötung Rushdies
aufgerufen hatte. Die Ironie liegt darin, daß Rushdie, ein postkolonialer
literarischer Löwe mit untadeligen Referenzen von Seiten der Linken, von
einigen Muslimen zur personifizierten orientalischen Feindseligkeit
gegenüber dem Islam gemacht wurde.“
In seinem Essay The Intellectuals and
Socialism, führte F.A. Hayek bereits Jahrzehnte zuvor aus, daß „der
Sozialismus niemals und nirgendwo von Anfang an eine Arbeiterbewegung war.
Er ist ein Konstrukt von Theoretikern und Intellektuellen,
den „Gebrauchtwarenhändlern“ von Ideen. Der typische Intellektuelle muss
über kein Wissen in irgendeinem speziellen Fachgebiet verfügen und er muss
auch nicht besonders intelligent sein, um seiner Rolle als Mittelsmann bei
der Verbreitung von Ideen gerecht zu werden. Diese Klasse besteht nicht
nur aus Journalisten, Lehrern, Geistlichen, Dozenten, Publizisten,
Radiokommentatoren, Romanautoren, Karikaturisten und Künstlern. Sie
umfasst auch Wissenschaftler und Ärzte.“
„Diese Intellektuellen sind
die Sprachrohre, welche die moderne Gesellschaft entwickelt hat, um Wissen
und Ideen zu verbreiten, und es sind die Überzeugungen und Meinungen
dieser Personen, die als Sieb fungieren, durch das alle neuen Konzepte
hindurch müssen, bevor sie die Massen erreichen können.“
„Mit größter
Wahrscheinlichkeit sind heute die brillantesten und erfolgreichsten Lehrer
Sozialisten.“ Nach Hayek liegt das nicht daran, daß Sozialisten
intelligenter sind, sondern daran, daß sich „unter den klügsten Geistern
ein viel höherer Prozentsatz an Sozialisten jenen intellektuellen Vorhaben
widmet, durch die sie einen entscheidenden Einfluss auf die öffentliche
Meinung nehmen können. Sozialistisches Gedankengut verdankt den Reiz, den
es auf junge Menschen hat, vor allem seinem visionären Charakter. ... Der
Intellektuelle ist von seiner ganzen Natur her nicht an technischen
Details und mühseliger praktischer Arbeit interessiert. Was ihn reizt,
sind großartige Visionen.“
Er warnt: „Es kann sein,
daß das, was wir als freie Gesellschaft kennen, die Kräfte zur eigenen
Zerstörung bereits in sich trägt. Es kann sein, daß die Freiheit, wenn sie
erst einmal errungen wurde, als selbstverständlich hingenommen und nicht
mehr geschätzt wird, und daß die freie Entfaltungsmöglichkeit für Ideen,
die für eine freiheitliche Gesellschaft essentiell ist, schließlich die
Grundlagen, von denen sie abhängt, zerstören wird. Bedeutet das, daß
Freiheit nur dann geschätzt wird, wenn sie verloren geht und daß
die Welt überall durch eine dunkle Zeit sozialistischen Totalitarismus
hindurch muss, bevor die Mächte der Freiheit neue Kraft sammeln können?
... Wenn wir so eine Entwicklung vermeiden wollen, müssen wir es schaffen,
ein neues liberales Programm anzubieten, das die Fantasie anspricht. Wir
müssen aus der Schaffung einer freien Gesellschaft wieder ein
intellektuelles Abenteuer, eine Heldentat machen.“
In seinem
Buch
Modern Culture erklärt Roger Scruton die andauernde
Attraktivität linksgerichteter Ideologie
folgendermaßen:
„Die marxistische Theorie
ist eine Art von ökonomischem Determinismus, die sich durch den Glauben
auszeichnet, daß fundamentale Änderungen in ökonomischen Beziehungen
ausnahmslos revolutionär sind, und einen gewaltsamen Umsturz der alten
Ordnung und einen Kollaps der politischen „Suprastruktur“, auf der die
alte Ordnung basiert beinhalten. Diese Theorie ist mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit falsch, dennoch hat das marxistische
Weltbild etwas an sich, das im aufgeklärten Menschen den Wunsch
hervorruft, daran zu glauben. Dadurch, daß es Kultur als ein Nebenprodukt
von materiellen Kräften erklärt, bestätigt Marx die Sicht der Aufklärung,
daß materielle Kräfte die einzigen existierenden Kräfte sind. Die alte
Kultur mit ihren Göttern, Traditionen und Autoritäten wird als Netz von
Illusionen umgedeutet – das Opium des Volkes – welches das Volk in seiner
Not beruhigt.“
So entstand also, gemäß
Scruton, in der Folge der Aufklärung „nicht nur die Gegenströmung, die von
Burke und Herder verkörpert und von den Romantikern ausgeschmückt wurde,
sondern auch ein sich widersetzender Zynismus gegen die Vorstellung von
Kultur an sich. Es wurde üblich, Kultur von außen zu betrachten, und zwar
nicht als ein Gedankenmodell, welches unser moralisches Vermächtnis
definiert hat, sondern als eine ausgeklügelte Maskerade, durch welche
künstliche Mächte als natürliche Rechte daherkommen. Dank Marx wurden
kulturentlarvende Theorien zu einem Teil der Kultur. Und diese Theorien
haben Strukturen, die Marx entwickelt hat: Sie kennzeichnen Macht als die
Realität und Kultur als die Maske; sie beinhalten auch die Weissagung
einer zukünftigen 'Befreiung' von den Lügen, die unsere Unterdrücker
erfunden haben.“
Erstaunlicherweise ist das
genau dasselbe Thema von Dan Browns internationalem Bestseller Der Da
Vinci Code aus dem Jahr 2003, der sich ja unter den zehn
meistverkauften Bücher aller Zeiten befinden soll. Davon abgesehen, daß er
eindeutig ein Thriller ist, wird in dem Roman die ganze moderne Geschichte
des Christentums als eine Verschwörung der Kirche dargestellt, um die
Wahrheit über Jesus und seine Ehe mit Maria Magdalena zu verbergen.
Der australische Autor
Keith Windschuttle, ein ehemaliger Marxist, hat die
antiwestliche Einstellung, welche die
akademische Welt durchdringt satt: "Während den vergangenen drei
Jahrzehnten, oder noch länger, haben viele der Meinungsführer an unseren
Universitäten, in den Medien und der Kunst die westliche Kultur als etwas
betrachtet, für das man sich bestenfalls schämen und dem man sich
eigentlich feindlich gegenüber stellen muss. Die wissenschaftlichen
Erkenntnisse, die der Westen hervorgebracht hat, gelten einfach nur als
einer der vielen „Wege zum Wissen“.
„Kultureller Relativismus
behauptet, daß es keinen absoluten Standard gibt, anhand dessen man die
menschliche Kultur beurteilen kann.
Also sollten alle Kulturen trotz ihrer
Verschiedenartigkeit als gleichwertig angesehen werden. ... Der Appell
nach Akzeptanz und Offenheit geht aber nicht so weit, daß er auch für die
westliche Kultur selbst gelten würde, deren Geschichte als kaum mehr als
ein Verbrechen gegen den Rest der Menschheit betrachtet wird. Der Westen
kann andere Kulturen nicht beurteilen und seine eigene muss er verdammen."
Keith Windschuttle mahnt
uns, uns in Erinnerung zu rufen, wie einzigartig manche Elemente unserer
Kultur sind: "Das Konzept von Forschungs- und Redefreiheit und das Recht,
alteingesessene Glaubensüberzeugungen zu kritisieren sind Dinge, die wir
als so selbstverständlich hinnehmen wie die Luft, die wir atmen. Wir
müssen sie aber als speziell westliche Phänomene anerkennen. Sie konnten
niemals in der konfuzianischen oder hinduistischen Kultur entwickelt
werden. ... Aber ohne dieses Konzept wäre die Welt nicht, was sie heute
ist. Es hätte keinen Kopernikus, Galileo, Newton oder Darwin gegeben."
Die Neuschreibung der
westlichen Geschichte ist derart widerlich geworden, daß sogar William
Shakespeare zum verkappten Muslim gemacht wird. „Shakespeare wäre vom
Sufismus entzückt gewesen,“ sagte der islamische Gelehrte Martin Lings,
der selber ein Sufi ist. Laut Guardian räsonierte Lings bei der
International Shakespeare Globe Fellowship Lesung in Shakespeares
eigenem Globe Theatre in London darüber, daß der Inhalt von
Shakespeares "Werk den Lehren der islamischen Sufi-Sekte gleicht". Lings
sprach während der Islam Awareness Week (Islamische
Bewusstseinswoche).
„Shakespeare hätte
unmöglich ein Muslim sein können,“ sagt David N. Beauregard, ein
Shakespeareexperte und der Mitherausgeber von Shakespeare and the
Culture of Christianity in Early Modern England. (Shakespeare und die
christliche Kultur im England der frühen Moderne). Shakespeare
„vertrat in den wichtigen Unterschieden der Doktrin römisch-katholische
Glaubensinhalte“ hält Beauregard fest: „das heißt nicht, daß Shakespeare
sich mit dem Schreiben religiöser Theaterstücke befasste, sondern nur, daß
sein Werk von einer spezifisch religiösen Tradition beeinflusst wurde.“
Gemäß
Robert Spencer
ist „Shakespeare nur das neuste Beispiel für
eine Gestalt der westlich-christlichen Kultur, die auf islamfreundliche
Weise umgestaltet wird.“ Vor einiger Zeit beteuerte das US State
Department ohne die Spur eines Nachweises dafür erbringen zu können,
daß Christoph Columbus (der in Wirklichkeit Ferdinand und Isabella dafür
über den Klee lobte, daß sie 1492 – im selben Jahr, in dem er zum ersten
Mal amerikanischen Boden betrat - die Muslime aus Spanien vertrieben
hatten) auf seinen Reisen Assistenz von einem muslimischen Navigator
erhalten habe. „Das amerikanische Bildungswesen befindet sich in einem so
desolaten Zustand, daß selbst Lehrer nicht das Rüstzeug haben, solchen
historischen Fantasien entgegen treten zu können.“
Der
Blog Gates of Vienna
hat einen Bericht von The American Council of Trustees and Alumni (ACTA)
über die amerikanischen Universitäten zitiert.
Ihre Umfrage
ergab „eine auffallende Gleichschaltung in der politischen Haltung und
pädagogischen Vorgehensweise. Quer durch die Geistes- und
Sozialwissenschaften tauchen ungeachtet der Fachrichtung stets immer
wieder die gleichen Themen auf. In Kursen zu Literatur, Philosophie und
Geschichte, Soziologie, Anthropologie und Religion sowie in Frauenstudien,
Amerikastudien etc. stehen immer Themen aus einer festgelegten Liste auf
dem Programm: Rasse, Klasse, Geschlecht, Sexualität und die „soziale
Identitätsbildung“; Globalisierung, Kapitalismus und die „US-Hegemonie“,
die allgegenwärtige Unterdrückung und die Umweltzerstörung.“
„Lehrgang um Lehrgang wird
die gleiche grundlegende Botschaft vermittelt, und zwar in einer Weise,
die einem außenstehenden Akademiker so gut wie unverständlich erscheint.
... Kurz gesagt ist die Botschaft, daß der Status quo, der
patriarchalisch, rassistisch, hegemonial und kapitalistisch ist,
‚hinterfragt’ und ‚kritisiert’ werden müsse, um so die gesellschaftliche
Veränderung, deren Notwendigkeit und Wert absolut gegeben sind,
theoretisch zu formulieren und zu erleichtern. Unterschiede zwischen den
Fachbereichen beginnen zu verschwimmen. Kurse in scheinbar
unterschiedlichen Fachgebieten wie
zum Beispiel Literatur, Soziologie und Frauenstudien sind jeweils zu
gegenseitigen Spiegelbildern geworden.“
Die Autorin
Charlotte Allen beschrieb, wie Lawrence Summers, der Präsident
der Universität Harvard, einen Sturm der Entrüstung auslöste, weil er in
einer Rede darüber spekulierte, daß angeborene Verschiedenheiten zwischen
den Geschlechtern etwas damit zu tun haben könnten, daß verhältnismäßig
weniger Frauen als Männer Spitzenpositionen in
der Wissenschaft einnehmen. Im Sommer 2006 gab Summers seine Absicht
bekannt, am Ende des Schuljahres zurückzutreten, teilweise aufgrund des
Druckes, der durch seine Rede entstanden war. "Auch wenn man nicht mit der
wissenschaftlichen Forschung dazu vertraut ist – ein Studie, aus der
Summers zitierte, hatte ergeben, daß Frauen zwar ganz allgemein gleich
intelligent wie Männer sind, dass jedoch signifikant weniger Frauen als
Männer in der Klasse der allerhöchsten Intelligenzquotienten zu finden
sind, die wissenschaftliche Genies ausmachen – sagt einem doch der gesunde
Menschenverstand, daß Mr. Summers Recht haben müsse. Kürzlich erließ die
Fakultät für Kunst und Wissenschaft an der Universität Harvard ein
Misstrauensvotum gegen Herr Summers. Wäre es nicht vorzuziehen, offen über
die Stärken und Schwächen der beiden Geschlechter zu sprechen?"
Ja, Frau Allen, das wäre
es. Kann sein, daß Herr Summers falsch lag, aber es ist gefährlich, wenn
wir uns auf einen Weg begeben, auf dem wichtige Themen überhaupt nicht
erst diskutiert werden. Eines der Markenzeichen der westlichen
Zivilisation ist Wissensdurst, was auch heißt, alles zu hinterfragen.
Daher ist politische Korrektheit sowohl in ihrer Form als auch in
ihrer Absicht antiwestlich. Man sollte in diesem Zusammenhang auch
festhalten, daß Feministinnen die Vorhut der Political Correctnes-Ideologie
waren, die unsere Universitäten gegenüber der islamischen Bedrohung blind
gemacht hat.
Sogar noch schlimmer wird
es, wenn wir uns vor Augen halten, daß andere Feministinnen im
akademischen Bereich feststellen, der Schleier oder sogar die Burka würden
"einen alternativen Feminismus" repräsentieren. "Dr. Wairimu Njambi ist
Assistenz Professorin für "Frauenstudien" an der Atlantic
Universität in Florida. Ein Großteil ihrer Lehrtätigkeit befasst sich
damit, die Vorstellung voranzutreiben, dass die grausame Praxis der
weiblichen Genitalbeschneidung (FGM) in Wirklichkeit ein Triumph für den
Feminismus sei und daß andere Ansichten dazu einfach nur von Hass geprägt
wären. Nach Frau Njambi "verewigt die Anti-FGM Diskussion eine
kolonialistische Geisteshaltung, weil sie spezifisch westliche
Vorstellungen von einem 'normalen'
Körper und 'normaler' Sexualität universalisiert."
Noch gibt es aber Inseln des Widerstands.
Professor Sigurd Skirbekk von der
Universität Oslo stellt viele der Annahmen in Frage, die der westlichen
Einwanderungspolitik zugrunde liegen. Eine davon ist die, daß reiche
Länder die Pflicht hätten, alle leidenden Menschen – sei es aufgrund von
Naturkatastrophen, politischen Repressalien oder Überbevölkerung aus
anderen Nationen aufnehmen zu müssen. Seiner Ansicht nach ist es nicht als
moralisch wertvoll zu erachten, wenn die kulturellen, politischen und
religiösen Eliten dieser Länder ihre Bevölkerung unkontrolliert wachsen
lassen und dann den Bevölkerungsüberschuss in andere Länder abdrängen.
Skirbekk führt aus, daß die
Länder Europas die Deutschen zurückgewiesen haben, als diese das Argument
"Lebensraum" als Motivation für ihre Außenpolitik benutzten. Wir sollten
heute dasselbe tun, wenn andere Länder das Argument aufführen, sie hätten
keinen Platz für ihre Bevölkerung. Gemäß seinen Aussagen ist jede Menge
Literatur über die ökologischen Herausforderungen verfügbar, mit denen
sich die Welt in diesem Jahrhundert konfrontiert sehen wird. Eine zu
liberale Einwanderungspolitik verbunden mit der Weigerung, sich solchen
moralisch unangenehmen Themen zu stellen, ist keine Alternative, die sich
auf lange Sicht aufrechterhalten lassen wird. Wir werden dadurch
zukünftigen Generationen nur schwierige Dilemmas auferlegen.
In Dänemark ist die
Linguistin Tina Magaard zu dem Schluss gekommen, daß
islamische Texte Terror und Kampf zu einem weit
höheren Ausmaß begünstigen als die Originaltexte anderer Religionen. Sie
hat einen Doktortitel in Textanalyse und Interkultureller Kommunikation
von der Sorbonne in Paris und war drei Jahre lang mit einem Projekt über
vergleichende Forschung von zehn Religionen befasst. "Die Texte des Islam
unterscheiden sich von den Texten anderer Religionen dadurch, daß sie
Gewalt und Aggression gegenüber Andersgläubigen zu einem größeren Ausmaß
ermutigen. Es gibt auch direkte Aufrufe zu Terror. Das ist lange ein Tabu
in der Islamforschung gewesen, aber es ist eine Tatsache, mit der wir uns
befassen müssen."
Darüber hinaus gibt es im
Koran Hunderte von Aufrufen, Andersgläubige zu bekämpfen. „Wenn es stimmt,
daß viele Muslime den Koran als das buchstabengetreue Wort Gottes ansehen,
das nicht interpretiert oder umformuliert werden darf, dann haben wir ein
Problem. Es ist unbestreitbar, daß die Texte zu Terror und Gewalt
ermutigen. Folglich ist es vernünftig, wenn man Muslime selber fragt, wie
sie sich zu dem Text stellen, wenn sie ihn wörtlich nehmen.“ sagt Frau
Magaard.
Skirbekk, Magaard und andere sind
Beispiele, die Mut machen, aber sie sind nicht
zahlreich genug, um die allgemein übliche Sichtweise westlicher Akademiker
zu verändern, die weitgehend durch politische Korrektheit und
antiwestliche Ansichten gelähmt ist.
Der Autor Mark Steyn beschreibt wie
„draußen in der wirklichen Welt in den 90er Jahren die wahre
„Erfolgsgeschichte“ der Globalisierung die ist, daß eine Ideologie aus
einer relativ unbedeutenden Weltgegend ins Herz jeder westlichen Stadt
exportiert wurde.“ ... Robert D. Kaplan vom Atlantic Monthly's
bezeichnete, als er über den Kollaps von Nationen wie zum Beispiel Somalia
schrieb, die "Bürger" solcher "Staaten" als "re-primitivisierte Menschen."
"Wenn Menschen, die ihr ganzes Leben in
Toronto verbracht haben, scharf darauf sind, andere zu enthaupten; wenn
Menschen aus Yorkshire, die in einer Welt aus Fish 'n' Chips und Kricket
und lausiger englischer Popmusik geboren und darin aufgewachsen sind sich
in der Londoner U-Bahn in die Luft sprengen, dann sieht es so aus, als ob
das Phänomen des "re-primitivisierten Menschen" erfolgreich rund um den
ganzen Planeten exportiert wurde. Es ist umgekehrte Globalisierung: Die
Pathologien der rückständigsten hinterwäldlerischen Gegenden haben heute
Filialen in jeder westlichen Stadt."
Es ist möglich, hier einen
Zusammenhang zu erkennen. Während der Multikulturalismus ideologischen
tribalism in unseren Universitäten verbreitet, verbreitet sich der
wirkliche tribalism in unseren Großstädten. Da alle Kulturen
gleichwertig sind, besteht ja keine Notwendigkeit, die westliche
Zivilisation zu bewahren und unsere Gesetze aufrecht zu erhalten.
Es stimmt wohl, daß wir möglicherweise
niemals in der Lage sein werden, das Ideal objektiver Wahrheit zu
erreichen, weil wir alle mehr oder weniger in unserer Erkenntnisfähigkeit
durch unsere persönlichen Erfahrungen und unsere Vorurteile eingeschränkt
sind. Das heißt aber nicht, daß wir dieses Ideal aufgeben sollten.
Genau das ist aber während der vergangenen
Jahrzehnte geschehen. Unsere Hochschulen versuchen noch nicht einmal, die
Wahrheit zu finden: sie haben beschlossen, daß es etwas wie "Wahrheit" gar
nicht gibt, sondern lediglich verschiedene Meinungen und Kulturen die alle
gleichermaßen Gültigkeit besitzen. Mit der Ausnahme der westlichen Kultur,
die in sich böse ist und niedergerissen oder "dekonstruiert" werden muss.
Westliche Universitäten haben sich vom Zeitalter der Vernunft in
das Zeitalter der Dekonstruktion bewegt.
Während chinesische, indische,
koreanische und andere asiatische Universitäten jedes Jahr Millionen
motivierter Ingenieure und Wissenschaftler hervorbringen, entwickelten
sich westliche Universitäten zu kleinen Hippiefabriken zurück, in denen
die Schlechtigkeit des Westens und die Segnungen der Barbarei gelehrt
werden. Das stellt auf lange Sicht eine ernsthafte Herausforderung für die
wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit westlicher Nationen dar. Das ist
schlimm, aber es ist die kleinste unserer Sorgen. Viel schlimmer als ein
Versagen im Wettbewerb mit nicht-muslimischen Asiaten ist das Versagen,
die Bedrohung zu erkennen, die von islamischen Nationen ausgeht, die uns
unterwerfen und unsere gesamte Zivilisation auslöschen wollen. Das ist ein
Versagen, mit dem wir schlicht und einfach nicht leben können. Und wir
werden vermutlich auch nicht überleben, wenn es uns nicht gelingt, uns
damit zu befassen.
Quelle:
http://acht-der-schwerter.freehostia.com/2006/11/15/das-versagen-westlicher-universitaten/