Zusammenstellung
der Verse zum "Heiligen Krieg" im Koran:
H.P. Raddatz subsumiert die
Einmaligkeit des islamischen Gewaltdogmas folgendermaßen:
"In keiner
anderen Kultur, geschweige denn Religion findet sich die Kodifizierung von
Mord, Raub, Versklavung und Tributabpressung als religiöse Pflicht. In
keiner anderen Religion findet sich die geheiligte Legitimation von Gewalt
als Wille Gottes gegenüber Andersgläubigen, wie sie der Islam als
integralen Bestandteil seiner Ideologie im Koran kodifiziert und in der
historischen Praxis bestätigt hat. Nicht zuletzt findet sich kein
Religionsstifter, dessen Vorbildwirkung sich wie bei Muhammad nicht nur
auf die Kriegsführung, sondern auch auf die Liquidierung von Gegnern durch
Auftragsmord erstreckte."
(Hans Peter Raddatz: Von Allah zum Terror?, Herbig, München, 2002, Seite
71)
Wie herausgearbeitet wurde, umfasst die
"Anstrengung für den Glauben" wesentlich mehr Konzepte
►
Jihad
als nur gerade dasjenige zur direkten Gewaltanwendung. Wir beschränken uns
hier auf die Aufzählung von Versen, die in
direktem Zusammenhang mit dem "Heiligen Krieg" und seiner Legitimation
stehen. Zusätzlich zur Übersetzung
von Max Henning finden Sie jeden Vers noch von Rudi Paret übersetzt.
(Digitale Bibliothek: Der Koran, übersetzt von Rudi Paret, Verlag W.
Kohlhammer)
Ferner ist jedem Vers die Interpretation
aus einem exegetischen Werk beigegeben. Solche Bücher heißen in der
islamischen Theologie ► "Tafsir".
Exegetische Erklärungen sind für das
Verständnis vieler koranischer Offenbarungen oft unerlässlich. Ohne daß
gewisse Verse in ihrem historischen Bezug erläutert werden, sind sie
schlicht nicht verstehbar. Die hier verwendete Sammlung ist:
Tafsir al-Jalalayn
|
Das Werk „Tafsir al-Jalalayn“
ist eines der wichtigsten Interpretationen (tafsirs)
für das Studium des Korans. Es wurde von den beiden
„Jalals“– von
Jalal al-Din
al-Mahalli († AD 1459) und
seinem Schüler Jalal al- Din
al-Suyuti († AD 1505) verfertigt. Das Werk wird im Allgemeinen als
eines der am leichtesten zugänglichen Koranexegesen betrachtet weil es
stilistisch einfach gehalten und in einem Band
gesammelt ist. |
Quelle: Tafsir
al-Jalalayn,
Dar Ibn Katheer, Damascus, 1999
Um die Bedeutung wichtiger Verse vertieft herauszuarbeiten wurden bei Bedarf auch noch Kommentare von R. Paret und A. Th. Khoury sowie eine Erläuterung aus dem exegetischen Werk
von Ibn Abbas angefügt.
In der ►
Zusammenfassung
wurde dargestellt, daß die meisten Verse zu Gewaltanwendung schon von
ihrem Wortlaut her als überzeitlich gültige und absolut zu befolgende
Gebote zu verstehen sind. Auch die Klassifizierung der Taten und Sprüche
Mohammeds in den Sahih (Hadith-Sammlungen) ►
Sunnah und Hadith
beweisen, daß in der islamischen Dogmaentwicklung Gewalt zur
Glaubensverbreitung einen zentralen Platz einnimmt.
Sure 2: „Die Kuh“ offenbart in Medina
Sure 2, Vers 190: Und
bekämpft in Allahs Pfad, wer euch
bekämpft; doch übertretet nicht, indem ihr zuerst den Kampf beginnt;
siehe, Allah liebt nicht die Übertreter.
Sure 2, Vers 190:
Und kämpft
um Gottes willen gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen! Aber
begeht keine Übertretung (indem ihr den Kampf auf unrechtmäßige Weise
führt)! Gott liebt die nicht, die Übertretungen
begehen.
Tafsir al-Jalalayn 2, 190:
Nachdem es dem Propheten im Jahre der
Schlacht von Hudaybiya verunmöglicht wurde, eine Pilgerfahrt zur Kaaba zu
unternehmen, schloss er einen Vertrag mit den Ungläubigen. In diesem wurde
verfügt, daß sie ihm erlaubten, im folgenden Jahr zurückzukehren, während
sie Mekka für 3 Tage freigeben würden. Als nun Mohammed und seine Getreuen
(im darauf folgenden Jahr) mit den Vorbereitungen für die Umkreisung der
Kaaba (umra) fertig waren, kam jedoch die Sorge auf, daß die Quraisch (Mekkaner)
sich nicht an diesen Vertrag halten und sie angreifen könnten. Es war den
Muslimen zuwider, sich allenfalls in ein Scharmützel verwickeln zu müssen,
während sie sich im Immunitätsbereich der Pilger (des heiligen Bezirkes „al-haram“)
befinden; zumal sich dies ja während der heiligen Monate abspielte. In der
Folge wurde dieser Vers offenbart:
„Und kämpft um Gottes willen gegen diejenigen,
die gegen euch kämpfen! Aber begeht keine Übertretung (indem ihr den Kampf
auf unrechtmäßige Weise führt)! Gott liebt die nicht, die Übertretungen
begehen.“ Diese Auflage
wurde durch den Koranvers 9,1 über die Immunität (bara’a)
abrogiert:
„Schuldlosigkeit sei von Allah und Seinem
Gesandten denjenigen von den Götzendienern, mit denen ihr einen Vertrag
geschlossen habt.“, oder auch
durch die untenstehende Aussage des Propheten:
Sure 2, Vers 191: Und
erschlagt die Ungläubigen, wo immer
ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn
Verführung zum Unglauben ist schlimmer als Totschlag.
Bekämpft sie jedoch nicht bei der
heiligen Moschee, es sei denn, sie bekämpfen
euch in ihr. Greifen sie euch jedoch an, dann
schlagt sie tot. Also ist der Lohn
der Ungläubigen.
Sure 2, Vers
191: Und tötet sie (d.h. die
heidnischen Gegner), wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt
sie, von wo sie euch vertrieben haben! Der Versuch (Gläubige zum Abfall
vom Islam) zu verführen ist schlimmer als Töten. Jedoch
kämpft nicht bei der heiligen
Kultstätte (von Mekka) gegen sie, solange sie nicht (ihrerseits) dort
gegen euch kämpfen! Aber wenn sie
(dort) gegen euch kämpfen, dann
tötet sie! Derart
ist der Lohn der Ungläubigen.
Tafsir al-Jalalayn 2, 191:
Dieser Vers wurde nach der Eroberung von
Mekka offenbart: Und schlagt sie tot wo immer ihr sie findet und vertreibt
sie von wo (Mekka) sie euch vertrieben haben. Bekämpft sie aber nicht in
der Nähe der heiligen Moschee, beziehungsweise innerhalb des heiligen
Bezirks außer wenn sie euch dort angreifen sollten. Dies ist es, wovor ihr
euch so sehr gefürchtet habt: Wenn sie euch also dort angreifen, schlagt
sie tot. Ihre Aufmüpfigkeit und ihre Götzenanbetung sind schlimmer und
ernster als wenn sie von euch erschlagen werden, selbst wenn sie sich im
heiligen Bezirk befinden oder die Immunität des Pilgerstatus innehaben.
Solches Töten und Vertreiben ist die Vergeltung für die Ungläubigen.
Sure 2, Vers 192: So sie jedoch
ablassen, siehe, so ist Allah verzeihend und barmherzig.
Sure 2, Vers
192: Wenn sie jedoch (mit ihrem gottlosen Treiben) aufhören (und sich
bekehren), so ist Gott barmherzig und bereit zu vergeben.
Tafsir al-Jalalayn 2, 192:
Wenn sie jedoch von ihrem
Unglauben Abstand nehmen und Muslime werden, wird Allah wahrhaftig
verzeihend und barmherzig zu ihnen sein.
Sure 2, Vers 193: Und
bekämpfet sie, bis die Verführung zum
Unglauben aufgehört hat, und der Glaube an Allah da ist.
Sure 2, Vers
193: Und
kämpft gegen sie, bis niemand (mehr)
versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch
Gott verehrt wird! Wenn sie jedoch (mit ihrem gottlosen Treiben) aufhören
(und sich bekehren), darf es keine Übertretung geben (d.h. dann sind alle
weiteren Übergriffe untersagt), es sei denn gegen die Frevler.
Tafsir al-Jalalayn 2, 193:
Bekämpft
sie bis es keinen Aufstand und kein Götzendienen mehr gibt, bis die
Religion und jeglicher Gottesdienst für Allah allein existieren und keine
anderen (Götter) neben Ihm angebetet werden. Wenn sie danach von ihrem
Unglauben absehen, greift sie nicht an – worauf wird mit folgenden Worten
hingewiesen wird: Es soll keine Feindschaft, keine Bekämpfungstaktiken wie
Totschlag etc. außer gegen die Frevler geben. Diejenigen welche sich
zurückhalten sind keine Bösewichte und ihnen sollte dementsprechend auch
keine Feindschaft entgegengehalten werden.
Sure 2, Vers 194: Der heilige Monat –
für den heiligen Monat und für die heiligen Stätten
Vergeltung! Wenn sich einer wider euch
erhebt, erhebt euch wider ihn, so wie
er sich wider euch erhob, und fürchtet Allah und wisset, daß Allah mit den
Gottesfürchtigen ist.
Sure 2, Vers 194: Der heilige Monat
(diene zur Vergeltung) für den
heiligen Monat! Auch die heiligen Stätten fallen unter (das Gesetz der)
Wiedervergeltung. Wenn nun einer gegen
euch Übergriffe begeht (indem er den Landfrieden bricht?), dann
zahlt ihm mit gleicher Münze heim! Und
fürchtet Gott! Ihr müßt wissen, daß er mit denen ist, die (ihn) fürchten.
Tafsir al-Jalalayn 2, 194:
Der heilige Monat (diene zur
Vergeltung) für den heiligen Monat. Genauso wie sie euch währenddessen
bekämpfen tötet sie im heiligen Monat. – Eine Antwort auf die Erwägung
der Muslime bezüglich des folgenschweren Charakters dieser Sache: Heilige
oder sakrosankte Angelegenheiten verlangen nach gleichgewichtiger
Vergeltung. Wenn gegen sie verstoßen wird, wenn also irgend einer euch
angreift, entweder im heiligen Bezirk, während eines Reinigungsrituals
oder generell während der heiligen Monate dann könnt ihr sie auf dieselbe
Art und Weise angreifen. (Die Reaktion der Muslime wird als „Angreifen“
bezeichnet weil sie ihrer Form nach einer Aggression gleicht.) Fürchtet
Allah, wenn ihr euch rächt und auch wenn ihr der Aggression widersteht und
wisset, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist, ihnen hilft und sie
unterstützt.
Sure 2, Vers 195: Und spendet in
Allahs Weg und stürzt euch nicht mit eigener Hand ins Verderben; und tut
Gutes, denn siehe, Allah liebt die Gutes Tuenden.
Sure 2, Vers 195: Und spendet (für den
Krieg) um Gottes willen! Und stürzt euch nicht ins Verderben!
Und seid rechtschaffen! Gott liebt die Rechtschaffenen.
Tafsir al-Jalalayn 2, 195:
Und spendet in Allahs Weg
indem ihr Ihm Mittels heiligem Kampf oder ähnlichen Handlungen gehorcht.
Legt weder eure Hände in den Schoss noch werft euch in euer eignes
Verderben indem ihr Spenden für Jihad zurückhält oder ihn (den heiligen
Kampf) ein für alle Mal aufgebt. Denn dies bietet eurem Feind einen
Vorteil über euch. Seid tugendhaft im Spenden etc.; denn Allah liebt die
Tugendhaften indem Er sie belohnt.
Sure 2, Vers 216: Vorgeschrieben ist
euch der Kampf, doch ist er euch ein
Abscheu. Aber vielleicht verabscheut ihr ein Ding, das gut für euch ist,
und vielleicht liebt ihr ein Ding, das schlecht für euch ist; und Allah
weiß, ihr aber wisset nicht.
Sure 2, Vers
216: Euch ist vorgeschrieben, (gegen die Ungläubigen) zu
kämpfen, obwohl es euch zuwider ist.
Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist, und
vielleicht liebt ihr etwas, während es schlecht für euch ist.
Gott weiß Bescheid, ihr aber nicht.
Tafsir al-Jalalayn 2, 216:
Obwohl es euch zuwider ist, weil es mit
Anstrengung verbunden ist, wird euch trotzdem verpflichtend
vorgeschrieben, daß ihr die Ungläubigen zu bekämpfen habt. Es könnte ja
sein, daß euch eine Sache zuwider ist, welche eigentlich gut für euch ist
oder daß ihr etwas liebt, das schlecht für euch ist. Denn die Seele neigt
zu Bedürfnissen, welche ihre Vernichtung verursachen können und sie weist
religiöse Verpflichtungen, welche ihr Glück bringen würden, ab. Obwohl ihr
vielleicht abgeneigt seid zu kämpfen, könntet ihr trotzdem viel Gutes wie
z.B. Sieg, Kriegsbeute, Martyrium oder sonstige Belohnung darin finden.
Wenn ihr jedoch den Kampf zurückweist obwohl ihr es (das Kämpfen)
eigentlich gerne tun würdet, wird euch viel Übles erwarten. Vielleicht
werdet ihr dann unterjocht oder arm werden und die Belohnung wird euch
verweigert. Allah weiß, was gut für euch ist aber ihr wisst es nicht. Also
bemüht euch das zu tun was Er euch gebietet.
Sure 2, Vers 217: Sie werden dich
befragen nach dem Kampf im heiligen
Monat. Sprich: “Kämpfen in ihm ist
schlimm; aber Abwendigmachen von Allahs Weg und Ihn und die heilige
Moschee verleugnen und sein Volk daraus vertreiben, ist schlimmer bei
Allah; und Verführung ist schlimmer als Totschlag.“ Und sie werden nicht
eher aufhören, euch zu bekämpfen, als
bis sie euch von eurem Glauben abtrünnig machten, so sie dies vermögen.
Wer sich aber von euch von seinem Glauben abtrünnig machen lässt und als
Ungläubiger stirbt, deren Werke sind verderblich hienieden und im
Jenseits, und des Feuers Gefährten sind sie und verweilen ewig darinnen.
Sure 2, Vers
217: Man fragt dich nach dem heiligen Monat, (nämlich) danach, (ob es
erlaubt ist) in ihm zu
kämpfen. Sag: In ihm Kämpfen ist ein
schweres Vergehen (w. wiegt schwer). Aber (seine Mitmenschen) vom Weg
Gottes Abhalten - und nicht an ihn Glauben -, und (Gläubige) von der
heiligen Kultstätte (Abhalten), und deren Anwohner daraus Vertreiben, (all
das) wiegt bei Gott schwerer. Und der Versuch, (Gläubige zum Abfall vom
Islam) zu verführen, wiegt schwerer als Töten. Und sie (d.h. die
Ungläubigen) werden nicht aufhören, gegen euch zu
kämpfen, bis sie euch von eurer
Religion abbringen - wenn sie (es) können. Und diejenigen von euch, die
sich (etwa) von ihrer Religion abbringen lassen und (ohne sich wieder
bekehrt zu haben) als Ungläubige sterben, deren Werke sind im Diesseits
und im Jenseits hinfällig. Sie werden Insassen des Höllenfeuers sein und
(ewig) darin weilen.
Tafsir al-Jalalayn 2, 217:
Also sandte der Prophet Truppen auf den ersten Beutezug und zwar unter dem
Kommando von Abd Allah bin Jahsh.
Sie kämpften gegen die Götzendiener und töteten Ibn al-Hadrami im heiligen
Monat Rajab in der Annahme, daß sie am letzten Tag des Vormonats Jumada
al-thani gehandelt hätten. Nun verspotteten die Ungläubigen sie weil sie
das Kämpfen im heiligen Monat als rechtsgültig erklärt hatten. Also ließ
Allah folgendes verlauten: Sie fragen euch wegen des Kampfverbots während
des heiligen Monats und weshalb ihr es aufgehoben habt. Sagt ihnen, daß
das Kämpfen im heiligen Monat eine ernste Sache ist und eine schreckliche
Sünde. Aber Menschen vom Weg Allahs, von Seiner Religion abzuhalten, nicht
an Ihn zu glauben und die Gläubigen von der heiligen Moschee in Mekka
fernzuhalten und sie sowie ihren Propheten davonzujagen, ist bei weitem
ernster und schrecklicher. Aus Allahs Sicht ist eure Aufmüpfigkeit und
euer Götzendienen schlimmer als das Morden während des heiligen Monats. Oh
ihr Gläubigen, die Götzendiener werden nicht aufhören euch zu bekämpfen
bis ihr euch von eurer Religion abwendet, falls ihnen dies (je) gelingen
wird. Aber wer auch immer von eurer Religion abfällt und im Unglauben
stirbt, dem werden seine guten Taten im Diesseits und im Jenseits
annulliert. Sie werden nichts wert sein und keine Belohnung erbringen. Die
Abtrünnigen werden – außer sie finden wieder zum rechten Glauben zurück* –
ewiglich im Höllenfeuer verweilen müssen.
* In diesem Falle werden laut
al-Shafi’i die ursprünglichen guten Taten wie z.B. die Pilgerfahrt
nach Mekka nicht annulliert, müssen demzufolge also nicht wiederholt
werden und es wird ihnen Belohnung dafür verheißen.
Sure 2, Vers 218: Siehe sie, die da
glauben und auswandern und streiten in Allahs
Weg, sie mögen hoffen auf Allahs Barmherzigkeit, denn Allah ist
verzeihend und barmherzig.
Sure 2, Vers
218: Diejenigen (aber), die glauben, und diejenigen, die ausgewandert
sind und um Gottes willen Krieg
geführt (w. sich abgemüht) haben, dürfen auf die Barmherzigkeit Gottes
hoffen. Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben.
Tafsir al-Jalalayn 2, 218:
Die Kämpfer, die auf dem Beutezug von Abd
Allah bin Jahsh teilgenommen hatten nahmen an, daß sie zwar von der Sünde
des Mordens während des heiligen Monates befreit worden seien, daß sie
jedoch (später) keine Belohnung dafür bekommen würden. Deshalb wurde
folgendes offenbart: Wahrlich, diejenigen welche glauben und die welche
ihr Heimatland verlassen und eifern in Allahs Weg um Seine Religion zu
verherrlichen, sie dürfen mit Allahs Mitgefühl, Seiner Belohnung,
Seiner
Vergebung und Seiner Gnade rechnen.
Sure 2, Vers 244: Und
kämpfet in Allahs Weg und wisset, daß
Allah hörend und wissend ist.
Sure 2, Vers
244: Und kämpft
um Gottes willen! Ihr müßt wissen, daß Gott (alles) hört und weiß.
Tafsir al-Jalalayn 2, 244:
Also kämpft in Allahs Weg um Seine
Religion zu verherrlichen und wisset, daß Er eure Reden hört, um eure
Machenschaften weiß und Er es euch entsprechend vergelten wird.
Sure 2, Vers 245: Wer ist's, der Allah
ein schönes Darlehen leiht? Er wird's ihm verdoppeln um viele Male. Und
Allah schließt und öffnet die Hand, und zu ihm müsst ihr zurück.
Sure 2, Vers
245: Wer will Gott ein gutes Darlehen geben (indem er gute Werke tut),
damit er es ihm (bei der Abrechnung am jüngsten Tag) vervielfache? Gott
teilt (je nachdem) knapp und reichlich zu (ganz wie er will).
Und zu Ihm werdet ihr (dereinst) zurückgebracht.
Tafsir al-Jalalayn 2, 245:
Wer will Allah reinen Herzens ein
namhaftes Darlehen geben und sein Hab und Gut für die Sache des mächtigen
und majestätischen Allahs einsetzen damit Er es auf ein vielfaches
vermehre? Wie wir gleich sehen werden, kann dieses Darlehen zehn bis
siebenhundert Mal (oder mehr) verdoppelt werden. Allah kann
Seine
Unterstützung für jemanden knapp halten um ihn herauszufordern oder Er
kann jemand mit Großzügigkeit überschütten um ihn zu prüfen. Zu Ihm werdet
ihr nach eurer Auferstehung ins Jenseits zurückkehren, dort wird Er eure
Taten vergelten.
Sure 2, Vers 272:
Und nicht liegt dir ihre Leitung ob, doch Allah leitet, wen Er will. Und
was ihr an Gut spendet, das ist für eure Seelen. Und nicht spendet, es sei
denn im Trachten nach Allahs Angesicht; und was ihr spendet an Gut, soll
euch wieder gegeben werden und nicht soll euch Unrecht geschehen.
Sure 2, Vers 272: Es ist
nicht deine Aufgabe, sie (d.h. die Ungläubigen) (zum Glauben)
rechtzuleiten. Vielmehr leitet Gott recht, wen er will. Wenn ihr etwas
Gutes spendet, kommt es euch selber zugute. Ihr habt aber, wenn ihr
Spenden gebt, immer nur Gott vor Augen. Wenn ihr etwas Gutes spendet, wird
es euch (bei der Abrechnung im Jenseits) voll heimgezahlt. Und euch wird
(dabei) nicht Unrecht getan.
Tafsir al-Jalalayn 2, 272:
Als dem Prophet verboten wurde, den Götzendienern freiwillige Almosen als
Anreiz, den Islam anzunehmen zu geben, wurde folgendes offenbart: Du bist
nicht verantwortlich dafür, daß du Menschen dahingehend anleitest, daß sie
den Islam annehmen, sondern nur dafür, ihnen die Nachricht zu überbringen.
Denn Allah leitet mit Seiner Führung wen immer er will, daß dieser den
Islam annehme. Was du an Gütern und Besitztum investierst machst du für
dich selber, denn die Belohnung ist für dich bestimmt. Wenn du also
solcherart spendest, wünschest du dir nur Allahs Gesicht (zu sehen), d.h.
Seine Belohnung und nicht ein vergängliches Ding dieser Welt. Was du also
an Gütern ausgibst wird dir in seiner Ganzheit wieder vergolten werden.
Dir wird niemals Unrecht angetan werden noch wirst du unter dem
Wertverlust deiner Investitionen zu leiden haben.
Sure 3, Vers 13: Es ward euch ein
Zeichen in zwei Haufen, die aufeinander stießen. Ein Haufen
kämpft in Allahs Weg, und der andere
war ungläubig. Sie sahen sie als zweimal soviel als sie selber mit
sehendem Auge. Und Allah stärkt mit seiner Hilfe, wen Er will. Siehe
hierin ist wahrlich eine Lehre für die Verständigen.
Sure 3, Vers 13: Ihr hattet ein
Zeichen an zwei Scharen, die (im Kampf) aufeinandertrafen: eine Schar, die
um Gottes willen kämpfte, und eine
andere, ungläubige, die sie (d.h. die Gläubigen) nach dem Augenschein für
zweimal so viel ansahen wie sie (selber waren, während sie in Wirklichkeit
zahlenmäßig noch stärker waren). Gott stärkt mit seiner Hilfe, wen er
will. Das ist ein Grund zum Nachdenken für diejenigen, die Einsicht haben.
Tafsir al-Jalalayn 3, 13:
Es gab bereits ein Zeichen, ein Beispiel
für euch; zwei Haufen, zwei Truppen stießen aufeinander am Tage der
Schlacht zu Badr. Eine Seite – nämlich der Prophet uns seine Gefährten –
kämpfte in Allahs Weg und gehorchte Ihm; sie zählten 313 Mann und die
meisten von ihnen waren Fußsoldaten. Sie besaßen lediglich zwei Pferde,
sechs Rüstungen und acht Schwerter. Auf der anderen Seite waren die
Ungläubigen und obwohl fast 1000 an der Zahl, wurden sie getäuscht und
bezeugten, die Menge der Muslime wäre fast doppelt so groß wie die ihre
gewesen. Allah gewährte den Muslimen den Sieg obwohl sie viel weniger
Krieger zählten; denn Allah bestärkt, Er unterstützt und verhilft zum Sieg
wem immer Er will. Wahrlich, dieser Bericht ist eine Lektion für Menschen,
welche über eine Vision und Besonnenheit verfügen. Warum lasst ihr euch
davon also nicht mahnen und werdet gläubig?
Sure 3, Vers 142: Oder wähnt ihr,
einzugehen in das Paradies, ohne daß Allah die
Glaubensstreiter unter euch und die
Standhaften erkannte?
Sure 3, Vers
142: Oder meint ihr, ihr würdet (dereinst) ins Paradies eingehen, ohne
daß Gott vorher diejenigen von euch, die (um
seinetwillen) Krieg geführt (w. sich abgemüht) haben, (als solche)
in Erfahrung gebracht hat, und (ohne daß er) diejenigen in Erfahrung
gebracht hat, die geduldig sind?
Tafsir al-Jalalayn 3, 142:
Glaubt ihr wirklich (obwohl dem natürlich
nicht so ist!), ihr könntet einfach so ins Paradies eintreten ohne
daß Allah wirklich und wahrhaftig in Erfahrung bringt, wer von euch (in
Allahs Weg) geeifert und gekämpft, und wer in schwierigen Zeiten Geduld an
den Tag gelegt hat?
Sure 3, Vers 151:
Wahrlich, Wir werden in die Herzen der Ungläubigen
Schrecken werfen, darum daß sie neben
Allah Götter setzten, wozu Er keine Ermächtnis niedersandte; und ihre
Wohnstätte wird sein das Feuer, und schlimm ist die Herberge der
Ungerechten.
Sure 3, Vers
151: Wir werden denen, die ungläubig sind,
Schrecken einjagen (zur Strafe) dafür,
daß sie (dem einen) Gott (andere Götter) beigesellt haben, wozu er keine
Vollmacht herabgesandt hat. Das Höllenfeuer wird sie (dereinst) aufnehmen
- ein schlimmes Quartier für die Frevler!
Tafsir al-Jalalayn 3, 151:
Die Ungläubigen wollten, nach ihrem Sieg bei Uhud und nachdem sie schon
auf dem Weg nach Mekka waren wieder zurückkommen und die Muslime
vernichten und auslöschen Aber Allah hat dies verhindert, indem Er in ihre
Herzen Schrecken warf. Wegen ihrer Beigesellung, weil sie Allah andere
Götzen zur Seite gestellt haben, wofür Er keinen Ermächtigung gegeben hat
und keinerlei Unterstützung für ihren Götzendienst – deshalb wird die
Heimstätte der Ungläubigen das Feuer sein und der Rastplatz für Frevler
und Götzenanbeter.
Sure 3, Vers 157: Und wahrlich, so
ihr im Wege Allahs erschlagen werdet
und sterbet, wahrlich, Verzeihung von Allah und Barmherzigkeit ist besser,
als was ihr zusammenscharrt.
Sure 3, Vers
157: Und wenn ihr um Gottes willen
getötet werdet oder sterbet, so ist (jedenfalls) Vergebung und
Barmherzigkeit von Gott (wie sie dereinst den Gläubigen gewährt wird)
besser als (all) das, was man (im Diesseits an Geld und Gut)
zusammenbringt.
Tafsir al-Jalalayn 3, 157:
Und wenn ihr in Allahs Weg erschlagen
werdet oder wenn ihr sterbet während ihr euch für die heilige Sache
anstrengt, sind Allahs Vergebung für eure Sünden und seine Gnade besser
als das, was ihr in dieser Welt zusammenrafft.
Sure 3, Vers 158: Und wahrlich, wenn
ihr sterbet oder erschlagen werdet,
werdet ihr zu Allah versammelt.
Sure 3, Vers
158: Und wenn ihr sterbet oder getötet
werdet, so werdet ihr (jedenfalls dereinst) zu Gott versammelt
werden.
Tafsir al-Jalalayn 3, 158:
Und wenn ihr also sterbet oder erschlagen
werdet, ob nun beim heiligen Eifern oder bei einer andere ehrbaren
Aktivitäten, werdet ihr bei Allah und keinem anderen außer Ihm versammelt
werden und Er wird’s euch vergelten.
Sure 3, Vers 166: Und was euch betraf
am Tage des Zusammenstosses der beiden Haufen, das geschah mit Allahs
Erlaubnis, und damit Er die Gläubigen erkenne und auch erkennte die
Heuchler. Und gesprochen ward zu ihnen: „Heran!
Kämpfet in Allahs Weg!“ oder „Wehrt
ab!“ Sie aber sprachen: „Wenn wir wüssten zu
kämpfen, wahrlich, wir wären euch gefolgt!“ Einige von ihnen waren
an jenem Tage dem Unglauben näher als dem Glauben.
Sure 3, Vers 166: Und was euch am Tag,
da die beiden Haufen aufeinander stießen, (als Unglück) traf, geschah mit
Gottes Erlaubnis. Auch wollte er (auf diese Weise) die Gläubigen (als
solche) erkennen.
Sure 3, Vers
167: Und er wollte (auf diese Weise) diejenigen erkennen, die
heucheln. Man sagte zu ihnen: 'Kommt her und
kämpft um Gottes willen oder wehrt (wenigstens die Feinde) ab!' Sie
sagten: 'Wenn wir wüssten, daß es zu (einem regelrechten)
Kampf kommen wird, würden wir euch
folgen.' An jenem Tag waren sie dem Unglauben näher als dem Glauben. Ihre
Äußerungen widersprechen (eben) dem, was sie im Herzen haben. Aber Gott
weiß sehr wohl, was sie (in sich) verborgen halten.
Tafsir al-Jalalayn 3, 166:
Und was euch bei Uhud am Tage, als die
zwei Haufen aufeinander stießen geschah, wurde auf Wunsch Allahs
willentlich veranlasst, damit Er die wahren Gläubigen an ihrem Verhalten
erkennen könne. Er wollte auch die Heuchler auf frischer Tat ertappen und
denjenigen welchen – als sie dem Kampfe entflohen – gesagt wurde: “Kommt
jetzt und kämpft in Allahs Weg oder verteidigt uns gegen den Feind indem
ihr wenigstens die Zahl unserer Mitstreiter vergrößert, wenn ihr schon
nicht kämpfen wollt.“ Sie aber antworteten: “Wenn wir gewusst hätten wie
auf geschickte Art und Weise zu kämpfen, so wären wir euch gefolgt.“ Allah
stellte sie jedoch als Lügner bloß und sprach: “An jenem Tage waren diese
indem sie die Gläubigen im Stich ließen dem Unglauben näher als dem
Glauben. Davor waren sie – zumindest äußerlich betrachtet – dem Glauben
näher; sie sprachen jedoch mit ihrem Mund, was nicht in ihrem Herzen war.
Auch wenn sie gewusst hätten wie zu kämpfen, wären sie euch doch nicht
gefolgt.“ Allah weiß am besten, was an Heuchelei sie verbergen.
Sure 3, Vers 195: Und es antwortet
ihnen der Herr: "Siehe, Ich lasse nicht verloren gehen das Werk des
Wirkenden unter euch, sei es Mann oder Weib; die einen von euch sind von
den andern. Und diejenigen, die da auswanderten und aus ihren Häusern
vertrieben wurden und in Meinem Wege litten und
kämpften und fielen – wahrlich,
bedenken will Ich ihre Missetaten, und wahrlich, führen will Ich sie in
Gärten, durcheilt von Bächen; als Lohn von Allah – bei Ihm ist der
schönste Lohn.
Sure 3, Vers
195: Da erhörte sie ihr Herr (mit den Worten): Ich werde keine
Handlung unbelohnt lassen (w. verloren gehen lassen), die einer von euch
begeht, (gleichviel ob) männlich oder weiblich. Ihr gehört (ja als
Gläubige) zueinander (ohne Unterschied des Geschlechts). Darum werde ich
denen, die um meinetwillen ausgewandert und aus ihren Häusern vertrieben
worden sind und Ungemach erlitten haben, und die
gekämpft haben und (dabei) getötet
worden sind, ihre schlechten Taten tilgen, und ich werde sie in Gärten
eingehen lassen, in deren Niederungen (w. unter denen) Bäche fließen. (Das
soll ihre) Belohnung von Seiten Gottes (sein). Bei Gott wird man
(dereinst) gut belohnt.
Tafsir al-Jalalayn 3, 195:
Und Allah erhört ihre Fürbitte
indem er verlauten lässt: “Ich werde sicherstellen, daß die harte Arbeit
von keinem Mitstreiter umsonst war; ob ihr nun Männer oder Frauen seid ist
egal. Ihr seid gleichgestellt; wenn es um die Belohnung eurer (rühmlichen)
Taten geht, werde Ich euch beide nicht vernachlässigen.“ Als Umm Salama
den Propheten fragte, warum im Zusammenhang mit der Auswanderung (hijra)
die Frauen nicht erwähnt würden, wurde folgende Antwort offenbart: „Und
diejenigen welche von Mekka nach Medina ausgewandert sind und aus ihren
Häusern vertrieben wurden, sowie die welche für Meine Sache, für
Meine
Religion die Ungläubigen bekämpft haben und verletzt oder totgeschlagen
wurden, wahrlich Ich werde sie von ihren bösen Taten freisprechen und in
Vergebung hüllen. Ich werde sie in Meinen von Bächen durchflossenen Gärten
willkommen heißen.“ Dies soll Allahs Dank sein! Und bei Ihm finden wir die
schönste Belohnung und Vergeltung.
Sure 4: „Die Weiber“ offenbart in
Medina
Sure 4, Vers 71: Oh ihr, die ihr
glaubt, seid auf der Hut und rücket in Trupps
aus oder rücket aus in Masse.
Sure 4, Vers
71: Ihr Gläubigen! Seid (vor dem Feind) auf eurer Hut! Und
rückt in Trupps
aus, oder (alle) zusammen (aber
laßt euch nicht als Einzelgänger überraschen)!
Tafsir al-Jalalayn 4, 71:
Oh ihr Gläubigen seid auf der Hut vor
eurem Feind und nehmt euch in Acht vor ihm. Dann bereitet euch vor und
macht euch auf, ihn zu bekämpfen – ob ihr dies nun als Gesamttrupp oder
als einzeln aufeinander folgende Kampfgruppen bewerkstelligt.
Sure 4, Vers 74: Und so soll
kämpfen in Allahs Weg, wer das
irdische Leben verkauft für das Jenseits. Und wer da kämpft in Allahs Weg,
falle er oder siege er, wahrlich dem geben Wir gewaltigen Lohn.
Sure 4, Vers
74: Diejenigen aber, die das diesseitige Leben um den Preis des
Jenseits verkaufen, sollen um Gottes willen
kämpfen. Und wenn einer um Gottes willen kämpft, und er wird
getötet - oder er siegt -, werden wir ihm (im Jenseits) gewaltigen Lohn
geben.
Tafsir al-Jalalayn 4, 74:
Allah, der Erhabene sagt:“ Lasst
diejenigen, welche ihr diesseitiges Leben für dasjenige im Jenseits
verkaufen wollen für meine Sache kämpfen um meine Religion zu veredeln.
Denn wer in meinem Weg eifert und totgeschlagen wird, stirbt als Märtyrer
oder als einer welcher seinen Feind als Eroberer überwältigt hat. Ihm
werden Wir großen Lohn (eine wahrhaft üppige Belohnung) geben.“
Sure 4, Vers 75: Und was ist euch, daß
ihr nicht kämpfet in Allahs Weg und
für die Schwachen unter den Männern und die Weiber und die Kinder, die da
sprechen: „Unser Herr, führe uns hinaus aus dieser Stadt voll tyrannischer
Bewohner, und gib uns von Dir her einen Beschützer, und gib uns von Dir
her einen Helfer?“
Sure 4, Vers
75: Warum wollt ihr (denn) nicht um
Gottes willen und (um) der Unterdrückten (willen)
kämpfen, (jener) Männer, Frauen und
Kinder, die (in Mekka zurückbleiben mussten und) sagen: 'Herr! Bring uns
aus dieser Stadt hinaus, deren Einwohner frevlerisch sind, und schaff uns
deinerseits einen Freund und einen Helfer'?
Tafsir al-Jalalayn 4, 75:
Wo fehlt es euch denn, daß ihr nicht
kämpfen wollt? Es gibt nichts was euch daran hindern würde, in Allahs Weg
zu kämpfen um die unterdrückten Männer, Frauen und Kinder welche von den
Ungläubigern verfolgt und an ihrer Auswanderung gehindert werden zu
befreien. Ibn Abbas sagte: “Meine Mutter und ich waren unter denen, welche
Allah anflehten, daß Er uns aus dieser Stadt Mekka, in welcher nichts als
ungläubige Bösewichte leben herausführen und uns einen Beschützer ernennen
soll – jemand der sich unserer Sache annimmt und uns gegen sie
verteidigt.“ Allah erhörte ihre Fürbitte und ermöglichte manchen die
Flucht während andere zurückblieben bis Mekka schließlich erobert wurde.
Als Beschützer (der Zurückgebliebenen) setzte der Prophet Attab b. Asid
ein, welcher in der Folge Vergeltung für diejenigen suchte, welchen
Unrecht angetan worden war.
Sure 4, Vers 76: Wer da glaubt,
kämpft in Allahs Weg, und wer da nicht
glaubt, kämpft im Weg des Tagut. So bekämpfet
des Satans Freunde. Siehe, des Satans List ist schwach.
Sure 4, Vers
76: Diejenigen, die gläubig sind, kämpfen
um Gottes willen, diejenigen, die ungläubig sind, um der Götzen
willen. Kämpft nun gegen die Freunde des
Satans! Die List des Satans ist schwach.
Tafsir al-Jalalayn 4, 76:
Diejenigen welche glauben, kämpfen in
Allahs Weg und die Ungläubigen sind der falschen Gottheit Satan treu.
Kämpft deshalb gegen Satans Freunde, gegen diejenigen, welche seine
Religion unterstützen und ihr werdet sie besiegen mit der Kraft welche ihr
von Allah bezieht. Wahrlich die Verschwörung Satans gegen die Gläubigen
ist schwach und entbehrt jeglicher Substanz. Sie kann sich nicht mit
Allahs Aushecken von Plänen gegen die Ungläubigen messen.
Sure 4, Vers 77: Sahst du nicht auf
die, zu denen gesprochen ward: „Hemmt eure Hände vom
Kampf und verrichtet das Gebet und
zahlet die Armenspende?“ Doch wenn ihnen der Kampf
vorgeschrieben wird, dann fürchtet ein Teil von ihnen die Menschen,
wie sie Allah fürchten, ja noch mehr, und sprechen: „Unser Herr, warum
schreibst Du uns den Kampf vor und
verziehst nicht mit uns bis zum nahen Termin?“ Sprich: „Der Niesbrauch der
Welt ist winzig und das Jenseits ist besser für die Gottesfürchtigen; und
nicht sollt ihr um eines Dattelkerns Fädchen Unrecht erleiden.“
Sure 4, Vers
77 Hast du nicht jene gesehen, zu denen man (anfänglich) sagte:
'Haltet eure Hände (vom Kampf) zurück
und verrichtet das Gebet und gebt die Almosensteuer'? Als ihnen dann
(später) vorgeschrieben wurde, zu kämpfen,
fürchtete auf einmal ein Teil von ihnen die Menschen, wie man Gott
fürchtet, oder (gar) noch mehr. Und sie sagten: 'Herr! Warum hast du uns
vorgeschrieben, zu kämpfen? Würdest du
uns doch (wenigstens) für eine kurze Frist Aufschub gewähren!' Sag: Die
Nutznießung des Diesseits ist kurz bemessen. Und das Jenseits ist für die,
die gottesfürchtig sind, besser. Und euch wird (dereinst bei der
Abrechnung) nicht ein Fädchen Unrecht getan.
Tafsir al-Jalalayn 4, 77:
Habt ihr nicht von denen gehört, welchen
gesagt wurde sie sollten nicht gegen die Ungläubigen kämpfen obwohl ihnen
Unrecht angetan worden war? Sie waren eine Gruppe von Gefährten des
Propheten und ihnen wurde ursprünglich vorgeschrieben, daß sie zu beten
sowie Almosen zu geben hätten. Aber als ihnen dann befohlen wurde den
Kampf aufzunehmen fürchtete sich ein Teil von ihnen vor den Ungläubigen
und dem (potentiellen) Tod durch deren Hand mehr als vor der Bestrafung
Allahs. Ihre Furcht vor dem Feind war also stärker als ihre Gottesfurcht.
Zu Tode erschrocken sagten sie: “Allah, warum hast Du uns vorgeschrieben
zu kämpfen? Warum können wir nicht bis zu einem späteren Zeitpunkt damit
warten?“ Sagt ihnen, daß das Genießen der Welt und was darin enthalten ist
unbedeutend und vergänglich ist. Das Jenseits, das Paradies hingegen ist
besser für denjenigen, welcher die Züchtigung Allah fürchtet indem er es
vermeidet Ihm Ungehorsam zu leisten. Ihm wird bei der Abrechnung nicht
einmal das Äquivalent eines einzigen Dattelfädchens oder
Dattelkernhäutchens von seinen (rühmlichen) Taten abhanden kommen. Also:
eifert in Allahs Weg.
Sure 4, Vers 84: So
kämpf in Allahs Weg; nur du sollst
dazu gezwungen werden; und sporne die Gläubigen an. Vielleicht hemmt Allah
die Kühnheit der Ungläubigen, denn Allah ist gewaltiger an Kühnheit und
gewaltiger an Züchtigen.
Sure 4, Vers 84:
Kämpfe nun um Gottes willen! Du hast
(dereinst) nur die Last für deine eigenen Handlungen zu tragen. Und
feure die Gläubigen (zum Kampf) an!
Vielleicht wird Gott die Gewalt derer, die ungläubig sind, (vor euch)
zurückhalten (so daß sie euch nichts anhaben können). Gott verfügt über
mehr Gewalt und kann schrecklicher bestrafen (als irgendwer auf der Welt).
Tafsir al-Jalalayn 4, 84:
Also kämpfe in Allahs Weg, oh
Mohammed, du bist nur für dich selber verantwortlich.
Sorge dich nicht um der anderen
willen, welche es nicht vermögen, dir beizustehen. Mit anderen Worten: du
sollst kämpfen auch wenn du allein bist, denn dir ist der Sieg
versprochen. Und sporne die Gläubigen an, feure sie zum Kampfe an und mach, daß sie ihn (den Kampf) herbeisehnen. Vielleicht wird Allah die Macht der
ungläubigen Krieger hemmen, denn Allah ist mächtiger als diese und härter
im Züchtigen und Bestrafen. Der Prophet antwortete: „Bei dem in wessen
Hand meine Seele ruht, ich werde aufbrechen und kämpfen, auch wenn ich
allein bin.“ Also brach er mit 70 berittenen Kriegern zum ersten
Scharmützel bei Badr auf, wo Allah die Macht der Ungläubigen hemmte indem
Er Schecken in ihre Herzen warf und Abu Sofian am Erfolg hinderte.
(Vergleiche Vers 3: 151)
Sure 4, Vers 89: Sie wünschen, daß ihr
ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, und daß ihr ihnen gleich seid.
Nehmet aber keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht
auswanderten in Allahs Weg. Und so sie
den Rücken kehren, so ergreifet sie und
schlagt sie tot, wo immer ihr sie findet; und nehmet keinen von
ihnen zum Freund oder Helfer.
Sure 4, Vers 89: Sie möchten gern, ihr
wäret (oder: würdet) ungläubig, so wie sie (selber) ungläubig sind, damit
ihr (alle) gleich wäret. Nehmt euch daher niemand von ihnen zu Freunden,
solange sie nicht (ihrerseits) um Gottes
willen auswandern! Und wenn sie sich abwenden (und eurer
Aufforderung zum Glauben kein Gehör schenken), dann
greift sie und tötet sie, wo (immer)
ihr sie findet, und nehmt euch niemand von ihnen zum Freund oder Helfer!
Tafsir al-Jalalayn 4, 89:
Sie sehnen sich danach und
wünschen, daß ihr ungläubig wie sie seid damit ihr euch im Unglauben
vereinen könnt. Also wählt keine Freunde aus ihresgleichen Kreisen und
vereint euch nicht mit ihnen auch wenn sie äußerliche Zeichen des Glaubens
manifestieren. Nur wenn sie ausziehen in Allahs Weg, wenn sie also eine
wirkliche Auswanderung vornehmen, würde dies ihren Glauben bezeugen. Wenn
sie sich jedoch abwenden und auf ihren alten Wegen beharren so nehmt sie
gefangen und schlagt sie tot wo immer ihr sie findet. Nehmt keinen von
ihnen zum Schirmherrn um mit ihm zu verkehren oder als Helfer damit er
euch gegen den Feind beistehe.
Sure 4, Vers 90: Ausser denen, die zu
einem Volke kommen, mit dem ihr ein Bündnis habt, oder zu euch kommen,
dieweil ihre Brüste beklommen sind, wider euch zu
kämpfen, oder ihr eigenes Volk zu
bekämpfen. So Allah es wollte,
wahrlich, Er hätte ihnen Macht über euch gegeben, und sicherlich hätten
sie wider euch gekämpft. Wenn sie
jedoch von euch scheiden, ohne euch zu
bekämpfen, und euch Frieden anbieten, so gibt euch Allah keinen Weg
wider sie.
Sure 4, Vers 90:
(Kämpft gegen sie)
mit Ausnahme derer, die zu Leuten gelangen, mit denen ihr in einem
Vertragsverhältnis steht, oder die (in friedlicher Absicht) zu euch
gekommen sind, nachdem sie davor zurückscheuten (w. nachdem ihre Brust
beengt war), gegen euch oder ihre (eigenen) Leute zu
kämpfen. - Wenn Gott gewollt hätte,
hätte er ihnen Gewalt über euch gegeben, und dann hätten sie gegen euch
(mit Erfolg) gekämpft.
- Wenn sie sich (nun) von euch fernhalten und nicht gegen euch
kämpfen und euch ihre Bereitschaft
erklären, sich (künftig) friedlich zu verhalten (und keinen Widerstand
mehr zu leisten), gibt euch Gott keine Möglichkeit, gegen sie vorzugehen.
Tafsir al-Jalalayn 4, 90:
Kämpft gegen alle außer gegen diejenigen,
mit welchen ihr ein Bündnis habt und mit denen ein Schutzversprechen
eurerseits besteht (ähnlich wie dies der Prophet mit Hilal b. Uwaymir
al-Aslami vereinbart hatte) und auch nicht gegen Leute, die bei solchen
Verbündeten Schutz suchen. Kämpft ebenso nicht gegen diejenigen, welche
mit Beklemmung in der Brust zu euch kommen, niedergeschlagen – ob sie
nun auf der Seite ihrer Leute stehen oder ob sie gegen diese kämpfen indem
sie zu euch halten – die also weder die ihren noch euch bekämpfen. Mischt
euch weder in ihre Angelegenheiten ein, noch nehmt sie gefangen oder
schlagt sie tot. Diese und folgende Aussagen wurden (später) vom
„Schwertvers“ abrogiert. Hätte Allah gewollt, hätte Er sie beeinflusst und
ihre Herzen gestärkt damit sie euch sicherlich bekämpfen würden. Allah sah
jedoch davon ab und warf dafür Schrecken in ihre Herzen. Wenn sie sich
euch also weder annähern noch euch bekämpfen, sie euch jedoch Aussöhnung
und Frieden anbieten und sich fügen dann erlaubt euch Allah nicht, daß ihr
in irgendeiner Weise gegen sie vorgeht, sie gefangen nehmt oder sie
totschlägt.
Sure 4, Vers 91: Andre werdet ihr
finden, welche mit euch und mit ihrem Volke in Frieden leben wollen. Sooft
diese in Empörung zurückfallen, sollen sie in ihr umgekehrt werden. Und so
sie sich nicht von euch trennen noch euch Frieden anbieten und ihre Hände
hemmen, so nehmet sie und schlagt sie tot,
wo immer ihr auf sie stoßet. Und über sie haben Wir euch offenkundige
Macht gegeben.
Sure 4, Vers 91: Ihr werdet andere
finden, die (zwar) vor euch und vor ihren (eigenen) Leuten Sicherheit
haben wollen. (Aber) jedes Mal, wenn sie wieder (?) der Versuchung
ausgesetzt sind, werden sie in ihr zu Fall gebracht (?). Und wenn sie sich
nicht von euch fernhalten und euch (nicht) ihre Bereitschaft erklären,
sich (künftig) friedlich zu verhalten, und ihre Hände (nicht
vom Kampf gegen euch) zurückhalten,
dann greift sie und tötet sie, wo
(immer) ihr sie zu fassen bekommt! (Zum Vorgehen) gegen Leute dieser Art
haben wir euch offenkundige Vollmacht gegeben.
Tafsir al-Jalalayn 4, 91:
Ihr werdet andere finden,
welche es sich wünschen vor euch in Sicherheit zu sein indem sie euch
Glauben vortäuschen. Sie wünschen es jedoch auch, sicher vor ihrem eigenen
Volk zu sein indem sie in Unglauben leben wenn sie wieder zu ihm
zurückkehren. Speziell seien hier die Stämme der Asad und der Ghatafan
erwähnt: wenn man sie zum Aufstand und zum Götzendienst aufruft, werden
sie stets davon überwältigt und begeben sich auf die übelsten Irrwege.
Wenn sie sich euch also annähern ohne vom Kämpfen abzusehen noch euch
Frieden anzubieten oder ihre Hände von euch lassen, so nehmt sie gefangen
und schlagt sie tot wo immer ihr sie findet. Wir (Allah) haben euch eine
klare Vollmacht erteilt und euch in Bezug auf ihren Verrat ein deutliches
Zeichen gegeben, sie totzuschlagen oder gefangen zu nehmen.
Sure 4, Vers 94: O ihr, die ihr
glaubt, so ihr auszieht in Allahs Weg,
so machet einen Unterschied, und sprechet nicht zu jedem, der euch Frieden
anbietet: "Du bist kein Gläubiger", in eurem Trachten nach dem Gewinn des
irdischen Lebens. Bei Allah ist reiche Beute. Also waret ihr zuvor, doch
Allah war gnädig gegen euch. Darum machet einen Unterschied; siehe, Allah
kennt euer Tun.
Sure 4 Vers 94: Ihr Gläubigen! Wenn
ihr um Gottes willen (auf einem Kriegszug)
unterwegs seid, dann passt genau auf und sagt nicht zu einem, der euch den
Heilsgruß entboten hat: 'Du bist kein Gläubiger', wobei ihr (unter dem
Vorwand, einen Ungläubigen vor euch zu haben und ihn
bekämpfen zu müssen) den Glücksgütern
des diesseitigen Lebens nachgeht! Gott bietet (euch) doch genug (andere)
Möglichkeiten, Beute zu machen. So (d.h. beutegierig und auf irdische
Glücksgüter eingestellt) seid ihr früher gewesen (als ihr noch Heiden
waret). Aber dann hat euch Gott Gnade erwiesen (indem er euch dem Glauben
zugeführt und euren Blick auf das Jenseits gerichtet hat). Passt also
genau auf (und begeht keine solchen Missgriffe)! Gott ist wohl darüber
unterrichtet, was ihr tut.
Tafsir al-Jalalayn 4, 94:
Das Folgende wurde offenbart
als eine Gruppe von Begleitern des Propheten einem Mann vom Stamme der
Sulaym begegnete, welcher mit einer Schafherde vorüberging und ihnen einen
Friedensgruß entbot. Sie nahmen an, er habe sie nur aus Angst dergestalt
begrüßt, töteten ihn und bemächtigten sich der Schafherde: Oh ihr
Gläubigen, wenn ihr also unterwegs seid und in Allahs Weg eifert, seid
scharfsichtig und bezeichnet nicht jemanden als einen Ungläubigen der euch
einen Friedensgruß (al-salam) entbietet oder sich euch unterwirft
indem er das Glaubensbekenntnis (shahada) bezeugt (welches ja ein
Hinweis darauf ist, daß er ein Muslim ist). Sagt nicht, daß er nur aus
Angst um sein Leben und Hab und Gut so gehandelt habe, damit ihr ihn dann
töten könnt, weil ihr nach den vergänglichen Besitztümern dieses Lebens,
sprich nach dem Genuss der Beute, trachtet. Bei Allah findet ihr reichlich
Beute, also befreit euch von dem Bedürfnis, einen solchen Mann seines
Besitzes wegen zu töten. So wart ihr früher als euer Leben und euer Besitz
einfach nur durch das Aussprechen des Glaubensbekenntnisses geschützt
waren. Allah zeigte sich jedoch großzügig indem Er euch für euren Glauben
und eure Aufrichtigkeit bekannt gemacht hat. Seid also umsichtig, damit
ihr nicht einen Gläubigen umbringt oder diejenigen, welche sich bekehren
wollen so behandelt, wie euch widerfahren ist. Wahrlich, Allah kennt euer
Tun und wird es euch vergelten.
Sure 4, Vers 95: Und nicht sind
diejenigen Gläubigen, welche daheim ohne Bedrängnis sitzen, gleich denen,
die in Allahs Weg streiten mit Gut und Blut.
Allah hat die, welche mit Gut und Blut
streiten, im Rang über die, welche daheim sitzen, erhöht. Allen hat
Allah das Gute versprochen; aber den Eifernden hat Er vor den daheim
Sitzenden hohen Lohn verheißen,
Sure 4, Vers 95: Diejenigen Gläubigen,
die daheim bleiben (statt
in den Krieg zu ziehen) - abgesehen
von denen, die eine (körperliche?) Schädigung (als Entschuldigungsgrund
vorzuweisen) haben -, sind nicht denen gleich(zusetzen), die mit ihrem
Vermögen und mit ihrer eigenen Person um Gottes willen
Krieg führen (w. sich abmühen). Gott
hat diejenigen, die mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person
Krieg führen, gegenüber denjenigen,
die daheim bleiben, um eine Stufe höher bewertet (w. ausgezeichnet). Aber
einem jeden (Gläubigen, ob er daheim bleibt oder Krieg führt) hat Gott das
(Aller)beste (d.h. das Paradies) versprochen. Doch hat Gott die
Kriegführenden gegenüber denen, die
daheim bleiben, mit gewaltigem Lohn ausgezeichnet,
Tafsir al-Jalalayn 4, 95:
Gläubige, welche zuhause
sitzen und nicht in Allahs Weg eifern – außer sie haben eine Verletzung
oder Behinderung wie z.B. eine chronische Krankheit oder Blindheit – sind
denen, welche mit Gut und Blut in Allahs Weg eifern nicht ebenbürtig.
Allah bevorzugt diejenigen, welche mit Gut und Blut in Seinem Weg eifern
im Vergleich zu denen, welche aufgrund einer Verletzung zuhause bleiben.
Obwohl auch letztere einen (kleineren) Verdienst aufweisen denn beide
haben ja dieselbe Absicht. Allah zollt jedoch denjenigen den größeren
Verdienst, welche den (heiligen) Kampf ausgeführt haben. Er versprach
beiden Gruppen den allerbesten Lohn – das Paradies – obwohl Er diejenigen
bevorzugt, welche in Allahs Weg eifern gegenüber denen welche ohne
Verletzung zuhause bleiben. Ersteren wird ein großer Lohn zuteil, ...
Sure 4, Vers 96: Rangstufen von Ihm
und Vergebung und Barmherzigkeit; denn Allah ist nachsichtig und
barmherzig.
Sure 4, Vers 96: (mit besonderen)
Rangstufen (die sie) von ihm (im Paradies zugewiesen bekommen) und
Vergebung und Barmherzigkeit. Gott ist barmherzig und
bereit zu vergeben.
Tafsir al-Jalalayn 4, 96:
… und
verschiedene Rangstufen in Ehre
werden von Ihm (zugewiesen), sowie Vergebung und Gnade. Wahrlich, Allah
gewährt Seinen Freunden ewig währende Vergebung und ist gnadenreich
gegenüber denen, welche Ihm gehorchen.
Sure 4, Vers 97: Siehe, diejenigen,
welche wider sich gesündigt haben, nahmen die Engel fort und sprachen zu
ihnen: "Wozu gehört ihr?" Sie sprachen: "wir sind die Schwachen im Land."
Sie sprachen: "Ist nicht Allahs Land weit genug, daß ihr hättet auswandern
können in das selbe?" Und jene, … ihre Behausung ist Dschahannam, und
schlimm ist die Fahrt dorthin:
Sure 4, Vers 97: Zu denen, die (zu
Lebzeiten durch ihre Weigerung, sich offen zum Islam zu bekennen) gegen
sich selber gefrevelt haben, sagen die Engel, wenn sie sie abberufen: 'In
was für Umständen waret ihr (denn zu euren Lebzeiten, daß ihr nicht
gläubig geworden seid)?' Sie sagen: 'Wir waren (überall) im Land
unterdrückt (und konnten es deshalb nicht wagen, uns zum Glauben zu
bekennen).' Sie (d.h. die Engel) sagen: 'War (denn) die Erde Gottes nicht
weit (genug), so daß ihr darauf hättet auswandern (und in der neuen
Umgebung als Gläubige leben) können?' Diese (Schwächlinge) wird die Hölle
aufnehmen - ein schlimmes Ende! -
Tafsir al-Jalalayn 4, 97:
Folgendes wurde bezüglich
einer Gruppe von Menschen offenbart, welche sich zwar zum Islam bekehrten
aber nicht (von Mekka) auswanderten. Sie wurden in der Schlacht von Badr
zusammen mit den Ungläubigen totgeschlagen. Die Todesengel werden denen,
die sündigten, indem sie bei den Ungläubigen blieben und es versäumten
hatten auszuwandern, vorwurfsvoll sagen: “Was war euer Problem? Wie waren
die Umstände bezüglich eurer Religion?“ Sie werden Ausreden finden und
sagen: “Wir wurden unterdrückt und konnten unsere Religion in Mekka nicht
durchsetzen.“ Die Engel werden vorwurfsvoll antworten: “Hat es denn nicht
genug Platz auf Allahs Erde, daß ihr vom Orte der Ungläubigen anderswo hin
hättet auswandern können, wie dies andere auch getan haben?“ Allah, der
Erhabene sagt dazu: Sollen sie in der Hölle wohnen; ein schlimmes Ende
nimmt die Fahrt dorthin.
Sure 4, Vers 98: Ausser den Schwachen
unter den Männern und Frauen und Kindern, die sich nicht zu helfen
vermögen und nicht des Weges geleitet sind.
Sure 4, Vers 98: Ausgenommen die
unterdrückten Männer, Frauen und Kinder, die über keine Möglichkeit
verfügen (sich aus Mekka wegzustehlen) und (aus Hilflosigkeit) auf dem Weg
(den sie eingeschlagen haben) nicht rechtgeleitet sind.
Tafsir al-Jalalayn 4, 98:
Ausgenommen (sind) die
Unterdrückten unter ihnen, die Männer, Frauen und Kinder welche nicht in
der Lage sind, einen Plan zu ersinnen, welche keine Kraft haben,
auszuwandern und weder Wegleitung noch Mittel besitzen, ins Land der
Ausgewanderten zu ziehen.
Sure 4, Vers 99: Ihnen verzeiht Allah
vielleicht, denn Allah ist nachsichtig und verzeihend.
Sure 4, Vers 99: Denen wird Gott
vielleicht verzeihen. Gott ist bereit, Nachsicht zu üben und zu vergeben.
Tafsir al-Jalalayn 4, 99:
Denen wird Allah vielleicht
verzeihen, denn Er ist immer bereit, Nachsicht zu üben und zu vergeben.
Sure 4, Vers 100: Und wer
auswandert in Allahs Weg, wird auf der
Erde manche Zuflucht und Hilfsmittel finden. Und wer sein Haus verlässt
und zu Allah und Seinem Gesandten auswandert, und der Tod ereilt ihn dann,
dessen Lohn fällt Allah zu; und Allah ist verzeihend und barmherzig.
Sure 4, Vers 100: Wenn
einer
um Gottes willen auswandert, findet er auf
der Erde viel Gelegenheit, sich (aus seiner bisherigen Umgebung)
zurückzuziehen, und Spielraum (genug). Und wenn einer sein Haus verlässt,
um zu Gott und seinem Gesandten auszuwandern, und ihn hierauf der Tod
ereilt (w. erreicht), fällt es Gott anheim, ihn zu belohnen.
Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben.
Tafsir al-Jalalayn 4, 100:
Wer in Allahs Weg auswandert,
wird auf Erden viele Zufluchtsstätten, viele Gebiete wo Auswanderer wohnen
und eine Fülle an Vorkehrungen antreffen. Wer immer sein Haus verlässt
indem er zu Allah und Seinem Gesandten auswandert und er wird unterwegs
vom Tode überrascht – wie dies z.B. Junda b. Damra al-Laythi passiert ist
– seine Belohnung liegt bei Allah und wird von Ihm festgelegt. Er ist
wahrhaftig vergebend und voll Gnade ewiglich.
Sure 4, Vers 104: Und
erlahmet nicht in der Verfolgung des
Volkes der Ungläubigen; leidet ihr, siehe, so leiden sie, wie ihr leidet.
Ihr aber erhoffet von Allah, was sie nicht erhoffen; und Allah ist wissend
und weise.
Sure 4, Vers 104: Und laßt nicht nach
(in eurer Bereitschaft), den Feind aufzusuchen (und
zum Kampf zu stellen)! Wenn ihr (unter
den Beschwerden des Krieges) zu leiden
habt, so hat er (ebenso darunter) zu leiden wie ihr. Ihr aber habt von
Seiten Gottes zu erhoffen, was er nicht zu erhoffen hat.
Gott weiß Bescheid und ist weise.
Tafsir al-Jalalayn 4, 104:
Nachdem sie von der Schlacht
bei Uhud zurückgekommen waren, sandte der Prophet eine Gruppe seiner
Getreuen aus, um Abu Sofian und seine Helfer zu finden. Sie (waren aber
nicht willens und) beklagten sich über ihre Verletzungen. Folgendes wurde
darauf offenbart: seid nicht ohnmächtig und schwach, wenn es darum geht,
den Feind – die Ungläubigen – zu suchen, zu verfolgen und zu bekämpfen.
Wenn ihr unter Wundschmerzen zu leiden habt, so sind auch sie auf dieselbe
Art am leiden. Sie scheuen sich jedoch nicht davor zurück, euch zu
bekämpfen. Ihr jedoch erhoffet von Allah den Sieg und die Belohnung für
etwas was ihnen nicht vergönnt ist. Weil ihr also diesen Vorteil habt,
solltet ihr williger sein (zu kämpfen) als sie. Allah ist allwissend und
handelt weise auf all seinen Wegen.
Sure 5: „Der Tisch“ offenbart in Medina
Sure 5, Vers 33: Siehe, der Lohn
derer, welche Allah und Seinen Gesandten
befehden und Verderben auf der Erde betreiben, ist nur der, daß sie
getötet oder gekreuzigt oder
an den Händen
und Füssen wechselseitig verstümmelt oder aus dem Lande vertrieben
werden. Das ist ihr Lohn hienieden und im Jenseits wird ihnen schmerzliche
Strafe.
Sure 5, Vers
33: Der Lohn derer, die gegen Gott und seinen Gesandten
Krieg führen und (überall) im Land
eifrig auf Unheil bedacht sind (?), soll darin bestehen, daß sie
umgebracht oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen wechselweise (rechts und
links) Hand und Fuß abgehauen wird, oder daß sie des Landes verwiesen
werden. Das kommt ihnen als Schande im Diesseits zu. Und im Jenseits haben
sie (überdies) eine gewaltige Strafe zu erwarten.
Tafsir al-Jalalayn 5, 33:
Folgendes wurde offenbart als
eine Gruppe der Arniyyun an einer Krankheit leidend nach Medina kam und
der Prophet ihnen die Erlaubnis erteilte, den Urin und die Milch der
Kamele zu trinken. Nachdem sie wieder gesund waren, töteten sie den
Kamelhirten und stahlen dessen Herde: wahrlich die einzige Vergeltung
derer, welche gegen Allah, seinen Propheten und die Muslime kämpfen indem
sie eilig herumziehen, uns auflauern und Verderben verbreiten, ist, daß
sie abgeschlachtet oder gekreuzigt werden sollen. Als Alternative soll
ihnen wechselseitig die Hände und die Füße abgehackt oder sie sollen in
die Verbannung geschickt werden. Todschlag gilt für jene, welche nur
getötet haben und Kreuzigung gilt für die Mörder, welche gleichzeitig auch
Diebe waren. Das Abschneiden von gegenüberliegenden Extremitäten ist
hingegen für diejenigen bestimmt, welche Diebe aber nicht Mörder sind. In
die Verbannung hingegen werden die geschickt, welche eine allgemeine
Bedrohung darstellen. Die obigen Ausführungen wurden von Ibn Abbas
gemacht. Al-Shafii vertrat zudem die vernünftigere Meinung, daß die
Kreuzigung 3 Tage lang nachdem der Tod des Mörders eingetreten ist,
andauern soll. Die andere Meinung war, daß sich die Kreuzigung kurz vor
dem Tode des Mörders ereignen soll. Zudem wurden der Verbannung noch
weitere Bestrafungen wie das Einkerkern etc. angehängt. Diese erwähnten
Formen von Vergeltung sind eine Erniedrigung und eine Demütigung für die
Delinquenten im Diesseits und im Jenseits wartet eine riesige Züchtigung
auf sie, nämlich die Bestrafung durch das (Höllen)Feuer.
Sure 5, Vers 34: Ausser jenen, welche
bereuen, bevor ihr sie in eurer Gewalt habt. Und wisset, daß Allah
verzeihend und barmherzig ist.
Sure 5, Vers
34: Ausgenommen diejenigen, die umkehren, (noch) bevor ihr Gewalt über
sie habt. Ihr müsst wissen, daß Gott barmherzig ist und bereit zu
vergeben.
Tafsir al-Jalalayn 5, 34:
Außer der Kriegshetzer und
Wegelagerer, welche bereuen bevor ihr sie gefangen genommen habt. Denn
wisse, daß Allah ihnen ihre Missetaten vergibt, Er ist barmherzig zu ihnen.
Es besagt jedoch nirgends in diesem Vers, daß diese Verbrecher nicht den
Bestrafungen der von Menschen gemachten Gesetzen ausgeliefert werden
sollen, sondern es werden ihnen lediglich, wenn sie bereuen, die von Allah
vorgeschriebenen Züchtigungen (hudud) erlassen. Ich
bin dieser Meinung und kenne niemand
anderen, der dieses Thema aufgegriffen hat. Und Allah weiß es (sowieso) am
besten. Eine Person, welche also ein Mörder und auch ein Dieb ist, soll
getötet und es sollen ihm seine Extremitäten wechselseitig abgehackt
werden. Er soll jedoch nicht (auch noch) gekreuzigt werden. Dies ist die
vernünftigere von den zwei Ansichten al-Shafiis. Die Reue (des
Verbrechers) nützt ihm jedoch nichts, wenn er einmal von den Obrigkeiten
festgenommen worden ist. Dies ist ebenso die vernünftigere von zwei
Meinungen welche al-Shafii vertritt.
Sure 5, Vers 35: O ihr, die ihr
glaubt, fürchtet Allah und trachtet nach Vereinigung mit Ihm und
streitet in Allahs Weg; vielleicht
ergeht es euch wohl.
Sure 5, Vers 35: Ihr Gläubigen!
Fürchtet Gott und trachtet danach, ihm nahe zu kommen,
und führet
um seinetwillen Krieg (w. müht euch um seinetwillen ab)!
Vielleicht wird es euch (dann) wohl ergehen.
Tafsir al-Jalalayn 5, 35:
Oh ihr Gläubigen, fürchtet
Allah, fürchtet Seine Züchtigungen indem ihr Ihm gehorcht und trachtet
danach, (ebenso andere) Mittel als Gehorsam zu finden, damit ihr Ihm näher
kommen könnt. Eifert in Seinem Weg um
Seine Religion zu veredeln auf daß
ihr gedeiht und triumphiert.
Sure 5, Vers 54: O ihr, die ihr
glaubt, wenn sich einer von euch von seinem Glauben abkehrt, wahrlich,
dann erhebt Allah ein Volk, daß er liebt und das ihn liebt, demütig vor
den Gläubigen, stolz wider die Ungläubigen,
streitend in Allahs Weg und nicht fürchtend den Tadel des
Tadelnden. Das ist Allahs Huld, Er gibt sie, wem Er will, und Allah ist
weltumfassend und wissend.
Sure 5, Vers
54: Ihr Gläubigen! Wenn sich jemand von euch von seiner Religion
abbringen lässt (und ungläubig wird, hat das nichts zu sagen). Gott wird
(zum Ersatz dafür) Leute (auf eure Seite) bringen, die er liebt, und die
ihn lieben, (Leute) die den Gläubigen gegenüber bescheiden sind, jedoch
die Ungläubigen ihre Macht fühlen lassen, und die
um Gottes willen kämpfen (w. sich
abmühen) und sich (dabei) vor keinem Tadel fürchten. Das ist die Huld
Gottes. Er gibt sie, wem er will. Gott umfasst (alles)
und weiß Bescheid.
Tafsir al-Jalalayn 5, 54:
Oh ihr Gläubigen wer von euch
von seiner Religion abfällt, d.h. wer seiner Religion den Rücken kehrt und
in den Unglauben zurückfällt – dies ist eine Bekanntmachung dessen, wovon
Allah wusste daß es in der Zukunft stattfinden würde; einige der Gläubigen
verließen nämlich den Glauben, nachdem der Prophet gestorben war – Allah
wird gewiss an eurer Stelle andere finden, welche Er liebt und die Ihn
lieben. Al Hakim erzählt in seiner sahih (Sammlung), daß der
Prophet, indem er auf Abu Musa al-Ashari zeigte gesagt habe: „Es gibt
Leute wie diesen.“ Sie sind demütig und einfühlsam gegenüber den anderen
Gläubigen sowie streng und hart gegenüber den Ungläubigen. Sie eifern in
Allahs Weg und fürchten den Tadel der Tadelnden nicht auf dieselbe Weise,
wie die Heuchler den Tadel der Ungläubigen fürchten. Diese Beschreibung
deutet auf Allahs Fülle hin; Er gibt wem Er will. Aus Allah (strömt)
überfließende Fülle; Er kennt diejenigen, welche Seine Belohnung
verdienen.
Sure 8: „Die Beute“
offenbart in Medina
Sure 8, Vers 12:
Als Dein Herr den Engeln offenbarte: „Ich bin mit euch, festigt drum die
Gläubigen. Wahrlich in die Herzen der Ungläubigen
werfe ich Schrecken. So haut ein auf
ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab.“
Sure 8, Vers
12: (Damals) als dein Herr den Engeln eingab: Ich bin mit euch.
Festigt diejenigen, die gläubig sind! Ich werde denjenigen, die ungläubig
sind, Schrecken einjagen.
Haut (ihnen mit dem Schwert) auf den Nacken und schlagt zu auf jeden
Finger von ihnen!
Tafsir al-Jalalayn 8, 12:
Als euer Herr die Engel,
welche die Muslime unterstützten ermunterte, sagte Er folgendes: „Ich
halte zu euch mit Unterstützung und siegreicher Hilfe. Festigt die
Gläubigen, helft ihnen und überbringt ihnen diese guten Nachrichten. Ich
werde Angst und Schrecken in die Herzen der Ungläubigen werfen. Schlagt
sie also über ihre Nacken, auf ihren Kopf und all ihre Finger.“ Das
bedeutet, daß auf die Extremitäten ihrer Hände und Füße eingeschlagen
werden soll. Wenn einer auf den Kopf eines Ungläubigen schlägt, dann soll
er von seinem Rumpf getrennt wegrollen noch bevor das Schwert ihn
getroffen hat. Der Prophet warf eine Handvoll Kieselsteine gegen die
Götzendiener und jeder einzelne von ihnen wurde in seinen Augen getroffen.
So wurden sie besiegt.
Sure 8, Vers 13: Solches, darum daß
sie gegen Allah und Seinen Gesandten widerspenstig waren. Wer aber
widerspenstig gegen Allah und Seinen Gesandten ist - siehe, so ist Allah
streng im Strafen.
Sure 8, Vers
13: Das (wird ihre Strafe) dafür (sein), daß sie gegen Gott und seinen
Gesandten Opposition getrieben haben (?). Wenn jemand gegen Gott und
seinen Gesandten Opposition treibt (?), (muss er dafür büßen). Gott
verhängt schwere Strafen.
Tafsir al-Jalalayn 8, 13:
Sie werden dergestalt bestraft, weil sie mit Allah und Seinem Gesandten
stritten und sich ihnen widersetzt haben. Wer immer mit Allah und Seinem
Gesandten streitet, wahrlich ihm wird die strengste Vergeltung Allahs
zuteil werden.
Sure 8, Vers 15: O ihr, die ihr
glaubt, so ihr auf die schlachtbereiten Ungläubigen stoßet, so wendet
ihnen nicht den Rücken.
Sure 8. Vers
15: Ihr Gläubigen! Wenn ihr mit den Ungläubigen in Gefechtsberührung
kommt, dann kehret ihnen nicht den Rücken!
Tafsir al-Jalalayn 8, 15:
O ihr die glaubt; wenn ihr auf die Ungläubigen stößt, welche sich aufgrund
ihrer großen Zahl nur langsam vorwärts bewegen können, kehrt ihnen nicht
den Rücken und flieht.
Sure 8, Vers 16: Und wer ihnen an
jenem Tage den Rücken kehrt, außer, er wende sich ab
zum Kampf
oder zum Anschluss zu einem Trupp, der hat sich Zorn von Allah zugezogen
und seine Herberge ist Dschahannam, und schlimm ist die Fahrt dorthin.
Sure 8, Vers
16: Wer ihnen alsdann den Rücken kehrt - und sich dabei nicht (nur)
abwendet, um (wieder)
zu kämpfen,
oder abschwenkt (um) zu einer (anderen) Gruppe (zu stoßen und sich dort am
Kampf zu beteiligen) -, der verfällt dem Zorn Gottes, und die Hölle wird
ihn (dereinst) aufnehmen.
Ein schlimmes Ende!
Tafsir al-Jalalayn 8, 16:
Wer ihnen den Rücken kehrt am
Tage der Auseinandersetzung – außer er dreht sich nur um, damit er sich für
eine neue Kampfrunde vorbereiten kann oder er wendet die Flucht als Trick
an um erneut anzugreifen oder er schließe sich zwecks Verstärkung einer
anderen Gruppe von Muslimen an – der hat wahrlich Allahs Zorn auf sich
geladen und wird in der Hölle verweilen, das Ende einer schrecklichen
Reise. Diese Drohung gilt jedoch nur solange als die Anzahl der
Ungläubigen nicht doppelt so groß ist wie die der Gläubigen.
Sure 8, Vers 39: Und
kämpfet wider
sie, bis kein Bürgerkrieg mehr ist und bis alles an Allah glaubt. Stehen
sie ab, siehe, so sieht Allah ihr Tun.“
Sure 8, Vers
39: Und kämpft gegen
sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu
verführen, und bis nur noch Gott verehrt wird! Wenn sie jedoch (mit ihrem
gottlosen Treiben) aufhören (und sich bekehren), so durchschaut Gott wohl,
was sie tun.
Tafsir al-Jalalayn 8, 39:
Und bekämpft sie bis ihre
Rebellion und ihr Götzendienst ein Ende nehmen, und bis die Religion Allah
allein gehört und keine anderen (Götter) mehr verehrt werden. Falls sie
sich aber weigern, von ihrem Unglauben abzufallen, wahrlich Allah sieht was
sie tun und Er wird ihnen entsprechend heimzahlen.
Die
Vernichtung der Banu Quraiza
Erläuterungen zu den Versen
55 - 62:
In der Biographie Mohammeds werden die
Verse 55 - 62 von Sure 8 der Vernichtung des jüdischen Stammes der Banu
Quraiza zugeordnet.
R. Paret schreibt:
"Bell hält es
für so gut wie sicher, daß die Verse 55-62 auf den Grabenkrieg (627) zu
beziehen sind (I, S. 161: »with its reference to those who always break
their covenant, i.e. the Quraiza, who are to be so dealt with as to
terrify those behind them, and others with whom peace is to be made if
they incline to it, i.e. the Quraish and their allies whom Muhammad tried
to by off by negotiation«)”.
(Digitale Bibliothek, Rudi Paret,
Der Koran, Kommentar zu Sure 9, S. 191, Verlag W. Kohlhammer)
Sure 8, Vers 55: Siehe,
schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen, die nicht glauben:
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