Unsere Anhänger "müssen in
Frieden leben bis sie stark genug sind um sich für den jihad einzusetzen"
Von Andrew Norfolk (The Times, 8.
September 2007)
Einer der weltweit am
meisten respektierten Gelehrten der Deobandi - Schule ist der Überzeugung,
dass sich die Muslime für aggressiven militärischen Jihad einsetzen
sollten "um eine globale Vormachtstellung des Islam einzurichten."
Der Rechtsgelehrte Muhammad
Taqi Usmani tritt dafür ein, dass Muslime in Ländern wie z.B.
Grossbritannien - wo sie ihre Religion in Freiheit praktizieren können -
solange friedlich leben sollten bis sie genug Macht erreicht haben, um
sich dem Kampf zuwenden zu können.
Seine Ansichtsweise zerstört
den Mythos, dass der Glaube an einen offensiven expansionistischen Jihad
eine Verzerrung traditioneller islamischer Denkweise sei.
Herr Usmani ist 64 Jahre
alt; er sass während 20 Jahren als Sharia Richter im pakistanischen
Obergericht. Er berät weltweit verschiedene finanzielle Institutionen und
reist regelmässig nach England. Er ist höflich, spricht mit sanfter
Sprache und legt fundierte Kenntnisse über das Weltgeschehen an den Tag,
seine Äusserungen sind meistens ausgewogen und überlegt.
Er anerkennt, dass es falsch
sei zu behaupten, dass es die gesamte nicht-muslimische Welt darauf
abgesehen hätte, den Islam zu zerstören. Andererseits ist er ein Mann der
sich in seinen veröffentlichten Schriften dafür einsetzt, dass die Muslime
einen expansionistischen Krieg gegen nicht-muslimische Länder zu führen
hätten.
Herr Usmanis Rechtfertigung
des aggressiven militärischen Jihad als ein Mittel, um globale muslimische
Vormachtstellung einzurichten, offenbart sich in der Schlussfolgerung
seines Buches " Islam and Modernism". Es ist ein polemisches Werk gegen
die zeitgenössischen islamischen Reformer welche versuchen, den gesamten
Koran in ein "poetisches und metaphorisches Buch" umzuwandeln. Er meint,
dass diese (Reformer) von westlicher Kultur und Ideologie verführt worden
seien.
Das letzte Kapitel rügt
diejenigen, welche glauben, dass lediglich defensiver Jihad (die
Verteidigung von muslimischem Territorium welches angegriffen oder besetzt
worden ist) im Islam erlaubt ist. Er widerspricht der Theorie, dass Jihad
gegen einen nicht-muslimischen Staat, welcher das islamische Predigen
uneingeschränkt erlaubt, nicht gesetzmässig sei.
Für Herr Umani "stellt sich
die Frage, ob der aggressive Kampf an sich empfohlen werden kann oder
nicht." Falls dem so sei, warum sollten die Muslime nur deshalb aufhören
(aggressiv zu kämpfen), weil territoriale Expansion in der heutigen Zeit
als etwas Negatives angesehen wird? Und wenn territoriale Expansion nicht
empfehlenswert, sondern beklagenswert ist, wieso hat dann der Islam in der
Vergangenheit nicht damit aufgehört?"
Er beantwortet seine eigene
Frage folgendermassen: "Sogar in vergangenen Tagen …... wurde aggressiver
Jihad betrieben weil dies wahrhaftig empfehlenswert für den Ruhm der
Religion Allahs war."
Diese Worte sind nicht das
Zeugnis eines radikalen Extremisten. Sie stammen aus der Feder einer der
bekanntesten Schriftgelehrten der Deobandi - Tradition.
Herr Usmani erwähnte
gegenüber der Times, dass "Islam and Modernism" die englische
Übersetzung des Originals ist, welches in Urdu publiziert wurde, und
"manchmal Nebenbedeutungen angibt, welche sich vom Original
unterscheiden."
Our followers
‘must live in peace until strong enough to wage jihad’
Andrew
Norfolk
One of the world’s most
respected Deobandi scholars believes that aggressive military jihad should
be waged by Muslims “to establish the supremacy of Islam” worldwide.
Justice Muhammad Taqi Usmani
argues that Muslims should live peacefully in countries such as Britain,
where they have the freedom to practise Islam, only until they gain enough
power to engage in battle.
His views explode the myth
that the creed of offensive, expansionist jihad represents a distortion of
traditional Islamic thinking.
Mr Usmani, 64, sat for 20
years as a Sharia judge in Pakistan’s Supreme Court. He is an adviser to
several global financial institutions and a regular visitor to Britain.
Polite and softly spoken, he revealed to The Times a detailed knowledge of
world events and his words, for the most part, were balanced and
considered.
He agreed that it was wrong
to suggest that the entire nonMuslim world was intent on destroying Islam.
Yet this is a man who, in his published work, argues the case for Muslims
to wage an expansionist war against nonMuslim lands.
Mr Usmani’s justification
for aggressive military jihad as a means of establishing global Islamic
supremacy is revealed at the climax of his book, Islam and Modernism. The
work is a polemic against Islamic modernists who seek to convert the
entire Koran into “a poetic and metaphorical book” because, he says, they
have been bewitched by Western culture and ideology.
The final chapter delivers a
rebuke to those who believe that only defensive jihad (fighting to defend
a Muslim land that is under attack or occupation) is permissible in Islam.
He refutes the suggestion that jihad is unlawful against a nonMuslim state
that freely permits the preaching of Islam.
For Mr Usmani, “the question
is whether aggressive battle is by itself commendable or not”. “If it is,
why should the Muslims stop simply because territorial expansion in these
days is regarded as bad? And if it is not commendable, but deplorable, why
did Islam not stop it in the past?”
He answers his own question
thus: “Even in those days . . . aggressive jihads were waged . . . because
it was truly commendable for establishing the grandeur of the religion of
Allah.”
These words are not the
product of a radical extremist. They come from the pen of one of the most
acclaimed scholars in the Deobandi tradition.
Mr Usmani told The Times
that Islam and Modernism was an English translation of his original Urdu
book, “which at times gives a connotation different from the original”.