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Im Namen Allahs, Des Allerbarmers, Des Barmherzigen

Die „Islam“-Konferenz – eine bösartige Intrige der deutschen Politik

Der Islam ist eine komplette Lebensordnung, die alle Bereiche des Lebens umfasst und organisiert. Die Rückbesinnung und Hinwendung zur vollständigen Umsetzung des Islams vor allem bei jüngeren Muslimen der zweiten bzw. dritten Generation hat das Bundesinnenministerium dazu bewogen, eine deutsche „Islam“-Konferenz einzuberufen, um diesen Prozess entgegenzuwirken. Die Konferenz ist als langfristiger Verhandlungs- und Kommunikationsprozess zwischen dem deutschen Staat – Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) als Repräsentant und Vorsitzender der Konferenz – und den vermeintlichen Vertretern und Verbänden der in Deutschland lebenden Muslime angelegt, der zwei bis drei Jahre dauern soll. 

 

I. Erklärtes Ziel:

Das Bundesinnenministerium verfolgt nach eigenem Bekunden mit der deutschen „Islam“-Konferenz (DIK) das Ziel der Förderung der „religions- und gesellschaftspolitischen Integration“ der in Deutschland lebenden Muslime oder besser gesagt: auf Basis der deutschen Verfassungs- und Rechtsordnung einen „modernen, deutschen Islam“ zu entwickeln. Zeitplan, Inhalte und Teilnehmer dieser Konferenz werden von der BRD ohne Absprache mit den Muslimen festgesetzt. Im Rahmen dieser Zielsetzung werden Maßnahmen erarbeitet, die die  Implementierung des „deutschen“ Islams in den Köpfen der erwachsenen und jungen Muslime fördern sollen – Tenor: „Muslime in Deutschland – Deutsche Muslime“.

Festgesetztes Ergebnis für die BRD: „Deutsche“ Muslime mit einem säkularen Gedankengut.

Erhofftes Ergebnis seitens der muslimischen Vertreter: Die muslimischen Verbände erhoffen sich Gleichstellung mit den christlichen Kirchen und die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts.

 

II. Teilnehmer und ihre Aussagen:

Die DIK besteht aus 30 ständigen Teilnehmern. Davon repräsentieren 15 Vertreter den deutschen Staat. Die übrigen 15 Teilnehmer sollen für die muslimische Seite sprechen. Zu diesen 15 vermeintlichen Vertretern der Muslime zählen 10 Personen, die größtenteils dem Islam kritisch gesonnen sind und in vielen ihrer Aussagen ihre Abneigung gegenüber dem Islam und seinen Werten verdeutlichen. Eingeladen sind zudem Vertreter der Alevitischen Gemeinde Deutschlands, deren Zugehörigkeit zur islamischen Glaubensgemeinschaft von den meisten Muslimen strikt abgelehnt wird.

Als Grund für diese Zusammenstellung des muslimischen Blocks seitens des Staates gab Schäuble folgende Begründung: „Deswegen habe ich zur Konferenz bewusst ebenfalls Vertreter der nicht organisierten Muslime eingeladen, die die verschiedensten Facetten der muslimischen Lebenswirklichkeit in unserem Lande repräsentieren.“ 

Die Realität zeigt jedoch, dass der überwiegende Teil dieser nichtorganisierten Muslime mit dem Islam nicht viel zu tun hat. Sie wurden bewusst ausgewählt und eingeladen, weil sie die gleiche Einstellung gegenüber dem Islam und den Muslimen repräsentieren wie ihre ungläubigen Gastgeber. Ihr Leben hat mit „muslimischer Lebenswirklichkeit“ nichts zu tun. Ihre Unwissenheit bezüglich des Islams und ihre blinde Akzeptanz westlich-säkularer Werte prädestinieren sie für eine Instrumentalisierung gegenüber den Werten des Islams. Aus diesem Grund sind sie für Herrn Schäuble und die BRD ideale Gesprächspartner.

Nachfolgend werden die vermeintlichen Vertreter der Muslime mit ihren eigenen Äußerungen vorgestellt, um ihre Haltung zum Islam zu verdeutlichen.

 

Vertreter der Verbände:

Sadi Arslan, Botschaftsrat für religiöse Angelegenheiten der türkischen Botschaft in Berlin, Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB). Die DITIB ist ein Ableger der DIYANET, einer staatlichen Organisation in der Türkei, die darüber wacht, dass die dort lebenden Muslime einen laizistischen Islam propagiert bekommen.

Ayyub Axel Köhler (FDP), Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD)

„Für die Integration brauchen wir in Deutschland zunächst einmal eine deutsche Identität.“ (FAZ., 14.03.2006)

„Das Ziel ist ja letzten Endes die Integration des Islam und der Muslime in die deutsche Staatsordnung, die deutsche Gesellschaft und die Kultur bis hin zur Mitverantwortung und Mitwirken bei gesamtgesellschaftlichen Aufgaben.“ (Interview Islamische Zeitung am 14.03.2006)

Mehmet Yilmaz, Präsident des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ)

Ali Kızılkaya, Vorsitzender des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland (Islamrat), Milli Görüş

Ali Ertan Toprak (Bündnis 90/Die Grünen), Generalsekretär der Alevitischen Gemeinde in Deutschland (AABF)

"Wir möchten als Aleviten wahrgenommen werden und nicht als liberale Muslime"

(Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP)

"Für uns gibt es kein höheres Gesetzbuch als das Grundgesetz" 

 

Nichtorganisierte Einzelpersonen:

Kenan Kolat (SPD), Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD): Er begrüßte die Wiederaufnahme der Idomeneo-Oper, in der unser Prophet (saw) symbolisch enthauptet wurde und kam der Forderung Schäubles nach sie zu besuchen.[1]

„Dass in Berlin das Fernbleiben vom Schwimm- und Sportunterricht zugenommen hat, macht uns große Sorgen.“ 

„Wir wollen ein Gegenwicht herstellen, damit säkular orientierte Muslime eine Alternative haben.“ (RP Online Interview 4/07)

Necla Kelek, türkischstämmige Soziologin und Publizistin: „Ich möchte Konkretes erreichen. Ein generelles Kopftuchverbot an Grundschulen zum Beispiel [...]“[2]

Badr Mohammed (SPD), Projektgruppe „Arabische Sozialdemokraten“, Generalsekretär des Europäischen Integrationszentrums

Walid Nakschbandi, afghanischstämmiger Journalist, Geschäftsführer der zu Holzbrinck gehörenden TV-Produktionsfirma AVE:

„Sie [die Muslime] genießen das Recht auf freie Meinungsäußerung, sind aber rabiat, [...] wenn geschmacklose Karikaturen oder ein byzantinisches Zitat aus dem 14. Jahrhundert auftauchen.“[3]

„Ich schäme mich, Muslim zu sein! Warum wir dem Islam in Europa nicht trauen sollten“ (Titel eines Artikel von W. Nakschbandi im Tagelspiegel 22.03.2004)

Djafari Nassir, iranstämmiger Experte für Entwicklungspolitik bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Yakar Havva, türkischstämmige Islamkunde-Lehrerin

Cezairli Ezhar, Zahnärztin, Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Clubs: Integration ist ihrer Meinung nach erst möglich, wenn auch Muslime die Trennung zwischen Religion und Politik akzeptieren. Der Glaube müsse Privatsache bleiben.[4]

Seyran Ates (SPD), türkischstämmige Anwältin: „Das Tragen von Kopftüchern verhindert das Aufeinanderzugehen und wird als politisches Instrument missbraucht.“[5]

Feridun Zaimoglu, türkischstämmiger Schriftsteller (zurückgetreten)

Navid Kermani, iranstämmiger Journalist, Schriftsteller und Theaterregisseur: Er kritisierte die Absetzung der Idomeneo-Oper in Berlin.[6]

 

[1] http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,454884,00.html 

[2] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,439496,00.html

[3] http://www.welt.de/print-welt/article156760/Wir_deutschen_Muslime_sind_dran.html?print=yes 

[4] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,439496,00.html 

[5] http://www.netzeitung.de/deutschland/446563.html  

[6] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,439496,00.html  

 

III. Bisherige Entwicklung:

Bereits im Vorfeld der 1. und 2. DIK konnte man den zahlreichen Aussagen von Schäuble und anderen Politikern entnehmen, dass es sich bei der DIK nur um einseitige Forderungen der BRD an die Muslime in Deutschland handelt.

Am 28. September 2006 hielt Schäuble folgende Ansprache: „[...] Damit wir die Deutsche Islamkonferenz als Chance für ein neues Miteinander nutzen können, sind die Muslime aufgefordert, sich zu den Grundlagen eines harmonischen Miteinanders zu bekennen: die deutsche Rechts- und Werteordnung, die deutsche Sprache, die in Deutschland gültigen sozialen Konventionen [...]“

Am 22.04.2007 (FAZ.NET online) unterstreicht er dies, indem er sagt: „[...] wir haben von vornherein gesagt: Wir wollen mit der Deutschen Islamkonferenz auch Einfluss ausüben [...]“.

Am 01.05.07 erklärt Schäuble im Interview auf WELT-ONLINE nochmals die eigentliche Absicht hinter der DIK: „[...] wir haben durch Reformation und Aufklärung doch eine friedliche Ordnung durchgesetzt. [...] Der Islam hat diese Entwicklung noch vor sich.“

Gemäß diesen Vorgaben und Zielen haben sich auch die bisherigen Konferenzen - im Folgenden dargestellt - entwickelt.

 

27. September 2006 – 1. Deutsche Islam-Konferenz

Muslimische Verbände, die dieser Konferenz sehr kritisch gegenüberstanden und Vertreter nichtorganisierter und praktizierender Muslime wurden von vornherein komplett ausgeschlossen. Bei der Konferenz im Schloss Charlottenburg in Berlin ging es insbesondere um die Umsetzung von Maßnahmen zur Implementierung des so genannten „deutschen“ Islams. Hierunter fallen Punkte wie z.B. ein Islamunterricht unter staatlicher Kontrolle sowie die Akzeptanz des säkularen Gedankenguts.

Ohne Widerrede seitens der muslimischen Verbände wurden folgende Eckpunkte zur Entwicklung und Einführung eines „deutschen“ Islams vom Bundesinnenminister festgelegt, welche in Arbeitsgruppen detaillierter erarbeitet werden sollen:

1. Arbeitsgruppe - Deutsche Gesellschaftsordnung und Wertekonsens 

Hierbei sollen Maßnahmen erarbeitet werden, um auf die politische Willensbildung der Muslime, ihrer Familien und ihrer Jugendlichen einzuwirken. Mit dem Ziel die in Deutschland lebenden Muslime zu säkularisieren.

2. Arbeitsgruppe - Religionsfragen im deutschen Verfassungsverständnis

Hierunter fällt die Verbreitung eines „deutschen“ Islams mit dem Grundprinzip der Trennung von Staat und Kirche. Am „Islamunterricht“ an deutschen Schulen soll unter staatlicher Kontrolle der „deutsche“ Islam gelehrt werden, um z.B. eine gemeinsame Teilnahme von Jungen und Mädchen am Schwimmunterricht durchzusetzen. Weiterhin soll eine eigene Ausbildung von „Imamen“ stattfinden, um den Islam nach den Vorstellungen der Bundesrepublik, und nicht nach Qur’an und Sunna, auszulegen.

3. Arbeitsgruppe - Wirtschaft und Medien als Brücke

Ausgewählte Persönlichkeiten mit säkularen Einstellungen sollen als Vorbilder für alle Muslime häufiger eine Medienpräsenz aufweisen. Zudem sollen weitere Formen des „säkularen“ Islam vorgestellt werden, um die Bildung eines  „deutschen“ Muslims weiter zu formen.

4. Arbeitsgruppe - Sicherheit und Islamismus 

In einer der Konferenz beigeordneten Arbeitseinheit (Gesprächskreis) werden zusätzlich Fragen der inneren Sicherheit, islamistischer Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung sowie der Prävention und Aufdeckung islamistischer Gewalttaten erörtert.

Diskussionen oder Kritik über die zur der Zeit für Aufruhr sorgenden Idomeneo-Oper, wo der Prophet Muhammad (saw) beleidigt wurde, waren aus Sicht von Schäuble unerwünscht und wurden nicht weiter behandelt. Später zeigte er sich noch dazu über die Absetzung der Oper verärgert. Er lud alle Teilnehmer der Konferenz dazu ein, die Inszenierung zu besuchen, falls die Oper wieder in den Spielplan aufgenommen werden sollte.

 

02. Mai 2007 –  2. Deutsche Islam-Konferenz

Vor der zweiten DIK hatten sich die vier muslimischen Verbände am 11. April 2007 zum Koordinierungsrat der Muslime (KRM) zusammengeschlossen. Mit diesem Zusammenschluss haben sich die muslimischen Vertreter mehr Gewicht für ihre Forderungen an den deutschen Staat erhofft. 

Allerdings hat keiner der Vertreter der BRD auch nur eines der doch recht bescheidenen Forderungen vernommen. Diese späte Erkenntnis bei den vermeintlichen Vertretern der Muslime hat große Enttäuschungen hervorgebracht, führte aber erwartungsgemäß zu keinerlei Konsequenzen auf muslimischer Seite.

Die erhofften Vorstellungen der muslimischen Verbände mit der christlichen Kirche als Religion gleichgestellt und als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt zu werden, wurde unter den Tisch gekehrt. Ansonsten verlief die zweite DIK ohne nennenswerte Ergebnisse.

 

IV. Islamischer Standpunkt:

Liebe Geschwister,

unter dem Vorwand des Dialoges und der Integration wird hier der Versuch seitens des deutschen Staates unternommen den Islam zu verfälschen. Es wird angestrebt einen „deutschen“ Islam zu entwickeln. Damit nicht genug, fordern sie mit denjenigen Verbänden, die repräsentativ für alle Muslime stehen sollen, einen „Gesellschaftsvertrag“ einzugehen, der den „deutschen“ Islam für alle in Deutschland lebenden Muslime bindend machen soll. Es wird von den Muslimen direkt gefordert sich von Teilen des Islams zu distanzieren. Ein derartiger Verrat am Islam kommt für uns Muslime nicht in Frage.

Allah (swt) warnt uns eindeutig vor solch einem Schritt:

„[...] Glaubt ihr denn an einen Teil des Buches und leugnet einen anderen? Für diejenigen unter euch, die solches tun, gibt es aber keine andere Vergeltung außer Schande in diesem Leben; und am Tage der Auferstehung werden sie der strengsten Bestrafung zugeführt werden. Und Allah ist eures Tuns nicht achtlos. Diese sind es, die das diesseitige Leben gegen das jenseitige erkauft haben; deshalb wird ihnen die Strafe nicht erleichtert und ihnen nicht geholfen werden.“ (ungefähre Bedeutung des Qur’an, Sura al-Baqara 2, Ayat 85-86)

Das Ziel dieser DIK ist es in naher Zukunft „deutsche“ Muslime zu schaffen, die weder auf das Kopftuch noch auf andere Islamische Vorschriften bestehen. Hierzu will man die Muslime und ihr Denken säkularisieren und mit westlichem Gedankengut infizieren. Der Säkularismus ist eine von Menschen hervorgebrachte Idee, welche die strikte Trennung von Religion und Staat fordert. Verfechter ihrer Idee unternehmen alle Anstrengungen, die Religion auf den Privatbereich zu beschränken und bekämpfen im Gegensatz dazu jedweden Einfluss von Religion auf die Gesellschaft oder die Gesetzgebung. 

Die Anwendung des Säkularismus auf das Christentum mag funktionieren, in Bezug auf den Islam treffen hier jedoch fundamentale Gegensätze aufeinander. Der Islam ist eine komplette Lebensordnung, die alle Bereiche menschlichen Wirkens regelt. Allah (swt) hat den Anspruch eines alleinigen Gesetzgebers und befiehlt uns Muslime in allen Angelegenheiten des Lebens sich allein an seine Botschaft zu halten. Die Hauptquellen hierfür stellen der Qur’an und die Sunna des Propheten (saw) dar. Die diesbezüglichen Quranverse sprechen eine klare Sprache:

„Die Gesetzgebung liegt einzig bei Allah.“ (Sura Yusuf 12, Aya 40)

„Weder für einen gläubigen Mann noch für eine gläubige Frau gibt es, wenn Allah und Sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, die Möglichkeit, in ihrer Angelegenheit zu wählen. Und wer sich Allah und Seinem Gesandten widersetzt, der befindet sich wahrlich in deutlichem Irrtum.“  (Sura al-Ahzab 33, Aya 36)

„Aber nein, bei deinem Herrn, sie werden nicht eher gläubig sein, bis sie dich zum Richter (Gesetzgeber) in allem erheben, was unter ihnen strittig ist, sie sodann in ihrem Herzen keine Bedenken mehr gegen deine Rechtsprechungen (Gesetze) hegen und sich vollends in Ergebenheit fügen.“  (Sura an-Nisa’ 4, Aya 65)

Als Muslime sind wir davon überzeugt, dass die Gesetzgebung Allahs (swt) die beste Gesetzgebung ist. Das islamische Recht (Schari‘a) beinhaltet verbindliche Regeln für das Gebet, die Beziehungen zwischen Mann und Frau, aber auch für die Wirtschaft, die Gesetzgebung und den Aufbau eines Staates, die Außen- und Innenpolitik, das Strafsystem usw., kurzum alle Bereiche des Lebens werden geregelt. 

Selbstverständlich ist diese Tatsache den Ungläubigen und ihren Vasallen ein Dorn im Auge. Es versetzt sie in Angst und Schrecken, dass ein immer größer werdender Teil von Muslimen diese Realität des Islams endlich wieder anfängt zu begreifen. Aus diesen Gründen initiierten sie eine so genannte Islamkonferenz mit dem langfristigen Ziel, „deutsche Muslime“ hervorzubringen, die den Islam auf säkulare Weise verstehen und propagieren.

Als Grundlage für den Verfälschungsprozess des Islams soll die christliche  Reformation dienen. Die universelle Lebensordnung des Islams soll auf einzelne ethische oder rein gottesdienstliche Teilaspekte beschränkt werden. Hat die BRD einmal solche „deutsche“ Muslime geschaffen, braucht es keiner Gleichstellung mit anderen Glaubensrichtungen, denn es wird im Denken und Handeln zwischen diesen so genannten „deutschen“ Muslimen und den Nichtmuslimen keinen Unterschied geben. Doch wir sollten uns davor hüten, denn Allah (swt), Der Gewaltige, warnt uns im Qur’an in zahlreichen Versen:

„[...] und folge nicht ihren Neigungen in Abwendung von dem, was an Wahrheit zu dir gelangt ist. Einem jeden von euch haben Wir eine klare Gesetzgebung (Schari’a) und einen deutlichen Weg vorgeschrieben. [...].“  (Sura al-Ma’ida 5, Aya 48)

„Wünschen sie etwa die Rechtsprechung aus der Zeit der Unwissenheit? Wer aber richtet besser als Allah für ein Volk mit wirklich Einsicht?“  (Sura al-Ma’ida 5, Aya 50)

„So dann machten wir dich zum Besitzer einer Gesetzgebung in der Angelegenheit (des Dins). Darum folge ihr; folge nicht den Neigungen der Unwissenden.“ (Sura al-Dschathiya 45, Aya 18) 

Die Verse sind eindeutig und gelten für das Kopftuch, den Schwimmunterricht und alle anderen Bereiche des Lebens. Mit Stolz halten wir Muslime uns an die Gesetze des Islam, stehen dazu und lassen uns von keinem deutschen Politiker oder einem seiner Handlanger davon abbringen.  Darüber hinaus ist festzuhalten, dass es sich bei der DIK um keinen Dialog handelt, denn im Gegensatz dazu geht es hierbei lediglich und einzig und allein nur um die Forderungen der BRD gegenüber den Muslimen. 

Ferner kann man schon an Hand einiger weniger Beispiele feststellen, dass die meisten „Repräsentanten“ und Teilnehmer an der „Islam“-Konferenz uns Muslime oder gar den Islam nicht vertreten dürfen. Ihre Aussagen gleichen denen der erklärten Islamgegner. Die deutsche „Islam“-Konferenz stellt einen wiederholten Assimilierungsversuch seitens des deutschen Staates dar. Die vermeintlichen Vertreter der Muslime unterstützen durch ihre Anwesenheit bewusst oder unbewusst die Ziele der Kuffar, denn einen Einfluss auf die „Spielregeln“ und Inhalte der Diskussion haben sie letztendlich nicht.

Die Tatsache, dass keine andere Religionsgemeinschaft in Deutschland dazu gezwungen wurde, ihre Treue zum Grundgesetz zu bestätigen, zeigt, dass ein solches Vorgehen gegenüber Muslimen von Boshaftigkeit geprägt ist.

Mit Nachdruck ist hier klarzustellen, dass es keinen „deutschen Islam“ geben wird, so wie es auch keinen türkischen, arabischen oder afghanischen Islam geben kann. Es gibt nur einen Islam, und dieser stellt die Botschaft dar, die uns der Prophet Muhammad (saw) überliefert hat. Diese Botschaft ist für alle Zeiten unveränderlich. Solange wir Muslime am Islam festhalten und diese teuflischen Ideen mit aller Entschiedenheit bekämpfen, werden die Kuffar inschallah ihre Ziele nicht erreichen. 

Möge Allah (swt) uns den Mut und die Kraft geben, uns für Seine Dawa einzusetzen und Seine Botschaft zu verteidigen.

„[...] Die Ungläubigen verzweifeln heute an eurer Lebensordnung. Darum fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich! Heute habe Ich euch eure Lebensordnung ervollkommnet und Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam als Lebensordnung gutgeheißen.“ (Sura al-Ma’ida 5, Aya 3)

Akademikum

(www.akademikum.org)

 

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